Welche Rolle spielt SEO im Content Marketing?

Man muss da sein, wenn man gesucht wird. Und der Suchende muss das finden, nach was er gesucht hat. Einfach gesagt ist es jenes Ziel, das SEO und Content Marketing eint. Ist Content Marketing also nur eine andere Form von SEO?

Es ist kein Geheimnis, dass sich SEO und Content Marketing gegenseitig vervollständigen, oder sogar bedingen. SEO sorgt dafür, dass Nutzer eine Marke und deren Inhalte entdecken, während Content Marketing sicherstellt, dass die gefundenen Informationen relevant sind und zur Conversion führen. Ebenso wie SEO alleine keine gute Content-Qualität garantiert, reicht Content Marketing alleine nicht aus, um gute Performance-Ergebnisse zu erzielen. Wer SEO als Wissenschaft des Entdecktwerdens mit der Kunst des Content Marketings kombiniert, hat aber gute Chancen, in beiden Bereichen erfolgreich zu sein.

Wie Content Marketing von SEO profitiert

Suchmaschinenoptimierung wird definiert als „das Einsetzen von Strategien, Taktiken und Techniken, um in Suchmaschinen gute Rankings zu erreichen für Keywords, die von der Zielgruppe genutzt werden“. Es schließt also sowohl die technische Optimierung einer Seite für Suchmaschinen, als auch die Inhaltliche (im Grunde noch wichtigere) Optimierung ein, die durch guten Content erreicht wird.

Bei technischem SEO geht es unter anderem um eine Existenz einer korrekt eingesetzten robots.txt Datei, vollständige und durchdachte Meta Tags, eine XML Sitemap, schnelle Ladezeiten, die durch Cashing, Komprimierung und Redirects gewährleistet werden und um ein Design, das auf alle Bildschirmgrößen optimiert ist – um nur einige Punkte zu nennen.

Bis auf den Page Speed, also die schnellen Ladezeiten, sind die meisten dieser Aspekte allerdings keine direkten Rankingfaktoren. Sie zahlen jedoch alle indirekt auf das Ranking in Google ein. So könnte, ohne eine robots.txt Datei oder Sitemap, das gesamte Crawler-Budget für unwichtige Dateien der Seite verschwendet werden. Ohne korrekte Meta Tags könnten User nicht die Seite in den Suchergebnissen finden, die sie suchen. Und ohne „sprechende-URLs“ schöpfen auch noch so viele Backlinks nicht ihr volles Potenzial aus.

Wenn Content Marketer die SEO Best Practices also verstehen, ist schon viel gewonnen. Beispielsweise wissen sie dann Duplicate Content und „Orphan Pages“ zu vermeiden. Das sind nur zwei Beispiele, die Content Performance drastisch beeinflussen können, Traffic minimieren und Conversions reduzieren können.

Eine weitere wichtige Schnittstelle sind die Daten, die durch das SEO erhoben werden. Diese können genutzt werden um zu sehen, wie User mit dem Content interagieren und um Content anhand dessen zu optimieren.

Wie SEO von Content Marketing profitiert

Geschickt angestellt, kann Content Marketing als natürliches Linkbaiting herhalten. Denn Menschen wollen von sich aus qualitativ hochwertigen, relevanten Content teilen. Und obendrein werden durch organisches Teilen die wertvollen, qualitativen Inbound-Links erzielt, die man für seine Seite braucht.

Und dann ist guter Content natürlich die wichtigste Zutat für On-Page Optimierung. Hier können die wichtigen Keywords über die gesamte Seite eingebunden werden, in guten und relevanten Texten, Headlines, URLs und Alt-Attributen.

Die SEO-Falle

Es gibt aber ein paar Dinge, die es zu vermeiden gilt. Zu starke Keyword-Orientierung und Fokussierung auf Inbound-Links kann dazu führen, dass die Qualität des Contents darunter leidet. Dann entstehen jene Texte, die vor Money-Keywords triefen aber ansonsten vollkommen sinnfrei und wertlos für den Nutzer sind. Ist das der Fall, kann ein gutes Suchergebnis mit unterirdischem Inhalt einer Marke sogar schaden.

Die Zusammenarbeit von beiden Bereichen ist ausschlaggebend

SEO ist entscheidend, um den Wert des Contents zu maximieren. Die richtige Zielgruppe muss in der Lage sein, die Inhalte zu finden und die Inhalte müssen auf die Unternehmensziele einzahlen. Marken, die bessere und bedeutendere Nutzererfahrungen liefern wollen, müssen Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing auf eine Linie bringen, um intelligenten Content zu produzieren.

Um das tun zu können, müssen die jeweiligen Teams:

– Gemeinsame Ziele definieren und verfolgen. Anstatt sich auf spezifische SEO oder Content Ziele zu konzentrieren, sollten kombinierte Ziele verfolgt werden, beispielsweise Conversions, Deals oder Markenbekanntheit.
– Beide Teams sollten als eine Einheit arbeiten. Die integrierte SEO und Content Strategie muss von der Absicht getrieben sein, das jeweilige Ziel zu erreichen.
– Die Maßnahmen – in beiden Bereichen – müssen kontinuierlich gemessen und analysiert werden. Das ist einer der Aspekte, in dem sich beide Bereiche am besten ergänzen, da das SEO den nötigen Input für das Content Marketing liefert und umgekehrt.

Fazit

Letztendlich ist es relativ sinnlos, das Eine ohne das Andere zutun. Was hat man schließlich davon, eine wahnsinnig schnelle und optimierte Seite zu haben, die für Suchmaschinenbots hervorragend zugänglich ist, wenn der Content für die Nutzer wertlos ist? Und auf der anderen Seite: Welchen Nutzen haben großartige Artikel und Videos, wenn sie keiner finden kann und sie im Nirwana verschwinden (oder man darauf wartet, dass die Seite laden)?

SEO und Content Marketing sind also beide von Wichtigkeit. Wenn es aber dazu kommt, für was man mehr Ressourcen aufwenden sollte, ist es definitiv Content Marketing. Einfach, weil man wöchentlich, oder sogar täglich neuen Content kreieren muss, um relevant zu bleiben (und das auch für Suchmaschinen).

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  • seo-content-marketing: Contentpepper
Contentpepper

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