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Hyperwave ist pleite

Beiträge | Autor | Datum |  |  | | Philipp | 29.09.05 | | Ernst Eiswürfel | 30.09.05 | | Jörg Dennis Krüger | 01.10.05 | | Hermann Oberth | 12.10.05 | | Jörg Dennis Krüger | 13.10.05 | | Jörg Dennis Krüger | 25.10.05 |
Hyperwave ist pleite |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Philipp (---.78.1311A-CUD12K-03.ish.de) |  | | Datum: |  | 29.09.05 |  | Ist davon auch die Hyperwave AG in München betroffen:
Laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV ist die Grazer Softwarefirma Hyperwave insolvent. Die Firma kann schon seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen, 94 Mitarbeiter sind betroffen. Eine Weiterführung liegt aber laut AKV im Bereich des Möglichen, wenn das Unternehmen die hohen Fixkosten in den Griff bekommen kann.
Hyperwave ist einer der führenden Anbieter von Collaborative Enterprise Content Management (ECM) Lösungen mit einer vollständig integrierten E-Learning und Web-Conferencing Umgebung. Sämtliche branchenübergreifenden und industriespezifischen Lösungen basieren dabei auf einer vollintegrierten Basisplattform.
Derzeit stehen Aktiva von 3 Mio. Euro Verbindlichkeiten von 5,4 Mio. Euro gegenüber. Gesellschafter ist die Hyperwave AG in München, die aber ebenso wie England primär für Vertrieb, Marketing und Support vor Ort zuständig ist. Am Standort Graz hingegen wird hauptsächlich entwickelt. Das Unternehmen entstand 1989 als Spinoff der TU-Graz. Die Kunden finden sich zu 60 Prozent in Deutschland, zu 20 Prozent in Großbritannien, und zu 10 Prozent in den USA. Nur 5 Prozent der Kunden kommen aus Österreich, 5 Prozent aus der restlichen Welt. |

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Re: Hyperwave ist pleite |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Ernst Eiswürfel (---.dip0.t-ipconnect.de) |  | | Datum: |  | 30.09.05 |  | Betroffen werden die deutschen Hyperwaveler definitiv sein, denn wenn auf einmal die Entwicklung wegbricht, ist das wie eine Blutgrätsche von hinten.
Die sollten das definitiv schnellsten in den Griff bekommen, ansonsten ist wohl der nächste "Marktführer" futsch. |

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Re: Hyperwave ist pleite |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Jörg Dennis Krüger (212.23.126.---) |  | | Datum: |  | 01.10.05 |  | Da ist man mal für ein paar Tage auf der DMS Expo und achtet nicht auf jede kleine Mail, da rutscht einem doch eine Meldung vom Bonitätsmonitorer durch.
Am 29. schon hat die Hyperave Ges. mbH in Graz und auch die Hyperwave AG in München Insolvenz angemeldet.
Die Verwunderung ist groß? Eigentlich nicht unbedingt. Hyperwave hat seine Marktführer Position leider schon vor einiger Zeit verloren. Die großen Konkurrenten OpenText und Documentum haben selbst auf dem Heimatmarkt auf- und überholt.
Aber warum insolvent? Das Unternehmen ist durch eine Vielzahl von Investoren eigentlich recht gut finanziert gewesen. Genaue Informationen fehlen. Es müsste in der AG noch ausreichend Kapital existieren - aber die Geschäftsberichte sind geheim. Der Gedanke kann sein, dass Unternehmen durch die Insolvenz aufräumen zu wollen - was ein Schritt in die richtige Richtung wäre, um sich wieder ordentlich im Markt zu bewegen.
Hyperwave muss sich von seinem universitären Ansatz lösen, nicht mehr so technologisch denken und schneller Lösungen an den Kunden bringen. 94 Mitarbeiter in der Entwicklungsgesellschaft und nut ca. 120 in der AG für Support und Vertrieb? Das ist kein günstiges Verhältnis.
Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass Hyperwave die Lage in den Griff bekommt - schwierig wird es jedoch, dies marketingwirksam zu verpacken um nicht auch noch Kunden zu verprellen.
Grüße,
Jörg Dennis Krüger |

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Re: Hyperwave ist pleite |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Hermann Oberth (---.dip0.t-ipconnect.de) |  | | Datum: |  | 12.10.05 |  | Bekannt gemacht am 10. Oktober 2005
Konkursmasse:
Der Masseverwalter hat angezeigt, dass die Konkursmasse nicht ausreicht, um die Masseforderungen zu erfüllen (Masseunzulänglichkeit).
Unternehmen:
Die Schließung folgender Unternehmensbereiche wird angeordnet:
"Entwicklung und Programmierung"
Beschluss vom 10. Oktober 2005 |

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Re: Hyperwave ist pleite |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Jörg Dennis Krüger (---.mnet-online.de) |  | | Datum: |  | 13.10.05 |  | Hallo,
es sieht immer mehr danach aus, als würde es auf eine Neugründung mit Übernahme der Aktiva hinauslaufen. Einige Mitarbeiter werden wohl auch übernommen werden - die große Masse (inkl. der Gläubiger) geht aber praktisch leer aus.
Das Vertrauen der Kunden ist erschüttert, aber die Investoren, werden das nicht sofort komplett abschreiben und lieber auf kleiner Flamme weiterköcheln.
Grüße,
Jörg Dennis Krüger |

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Hyperwave Graz erstmal gerettet |  |  |  | Antworten |  |  | | Autor: |  | Jörg Dennis Krüger (---.customer.m-online.net) |  | | Datum: |  | 25.10.05 |  | Wie vielfach gemutmaßt hat Hyperwave für Graz jetzt eine Auffanggesellschaf gegründet. Die österreichische Beteiligungsgesellschaft Global Equity Partners (GEP) wird als Hauptinvestor einer neu gegründeten Auffanggesellschaft die Geschäftstätigkeit der Hyperwave Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft m.b.H in Graz weiterführen.
Es werden zunächst 50 Entwickler in die neue Gesellschaft übernommen um "bestehenden und zukünftigen Hyperwave Kunden eine langfristige Investitionssicherheit" zu geben.
Jetzt wird versucht, auch die Hyperwave AG zu retten. "Ziel ist es, Hyprwave als Unternehmensgruppe zu erhalten und weiterzuführen."
Quelle: Hyperwave Information Ticker vom 25.10.2005 |

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