Blogging auf der Schwelle zur Business-Anwendung

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Blogging auf der Schwelle zur Business-A...  
Fachartikel 30.05.03
Re: Blogging auf der Schwelle zur Busi...  
michael pusch 02.06.03
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Axel Tietje 02.06.03
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Hm 02.06.03
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michael pusch 02.06.03
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Thomas N. Burg 02.06.03
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Axel Tietje 03.06.03
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Christian Schmidkonz 03.06.03
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Axel Tietje 03.06.03
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Dieter Rappold 05.06.03
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michael pusch 05.06.03
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Harald Kampen 20.07.03
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Jörg Dennis Krüger 08.06.03
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Thomas N. Burg 09.06.03
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quer 09.06.03
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michael pusch 10.06.03
Technorati: Suchmaschine für Blogger  
Gerda v. Radetzky 12.06.03
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Markus Westner 17.02.04

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Autor:Axel Tietje (---.dip.t-dialin.net)
Datum:03.06.03
@Hm:
Nein, natürlich nicht 'frustriert'. Wieso auch?

@Thomas:
Also, ein CMS ist eine Software, ein Blog eine Darstellungsform von Inhalten, sozusagen eine Webapplikation wie ein Forum oder ein Gästebuch. Quasi ein Gästebuch, in dem der Betreiber der einzige Poster ist.

Insofern hast Du recht, wenn Du sagst, dass die Inhalte von Blogs häufig aktualisierte, mit Hyperlinks gespickte Posts von eher persönlicher Natur sind.

Aber wieso sagst Du 'Morgen schon bietet, technologisch gesehen, jedes besser CMS Weblogfunktionalität'. Wieso 'morgen schon' und wieso 'besseres CMS'? Verstehe ich nicht. Mit jedem CMS das ich kenne, und das sind ziemlich viele, lassen sich die Funktionalitäten einer Weblog-Applikation heute schon abbilden. In unser CMS baue ich eine solche Funktionalität in ca. 30 Minuten ein, wenn ein Kunde das haben will.

Und wieso Integration in Prozesse? Was denn für Prozesse? Ich darf hier mal den Artikel zitieren. (Wer Ironie findet, darf sie behalten ;-)

"Im Einzelnen bedeutet dies, dass Unternehmen eigene Blogs zu ihren Produkten unterhalten können."

Ei was? Man schreibt aktuelle Informationen zu seinen Produkten auf seine Website? Geht das?

"Auf diese Weise können Hersteller auf unmittelbare Weise Zusatzinformationen und Tipps zur Verfügung stellen."

Sonst nicht?

"[...]dass Blogs unternehmensintern zum Wissens- und Gedankenaustausch zwischen Mitarbeitern eingesetzt werden können."

Ui. Klassische Webforen können das natürlich nicht. Und das Usenet hat das auch nicht vorgemacht.

"Dies kann beispielsweise themenbezogen oder projektspezifisch geschehen, indem Projektfortschritte und -ergebnisse dokumentiert werden."

Laber, sülz...

"[...] dass insbesondere kleine und mittelständisch Unternehmen ihre Unternehmenswebsite über einen Blog organisieren können. Auf diese Weise kann die Website ohne HTML-Kenntnisse von den Mitarbeitern des Unternehmens gepflegt werden."

Ahhrg! Das erinnert mich an das Bild von dem Föhn, neben dessen Einschaltknopf geschrieben steht: 'Press here to hear the marketing presentation".

Aber damit nicht genug: man höre sich die so genannten Vorteile an:

"Kaum technische Vorkenntnisse für die Publizierung von Inhalten notwendig"

Jup. Das liest man bei den meisten CMS-Systemen.

- Geringer Zeitaufwand für die Erstellung der Inhalte

Hä? Das ist ja wohl relativ.

- Schnelle Publizierung der Inhalte möglich

Ja klar. Bei 'herkömmlichen Websites' muss man ja auch eine Woche warten.

- Trennung von Layout und Inhalt

Ui, ganz was neues. Wahrscheinlich, weil man da XML benutzt...

- Pflege des Blogs bei serverbasierten Tools von jedem Ort möglich

Gähn...

- Theoretisch hohe Reichweite

Ja, genauso theoretisch wie bei jeder anderen Website auch...

- Preiswerte Lizenzen für Tools (max. einige hundert Dollar)

Open Source?

- Der Blogger ist Editor & Publisher in einer Person

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Bei anderen Tools kann man das bestimmt nicht realisieren, oder? Aber ja, ich erinnere mich dunkel, das war ich bei meiner ersten Website 1996 auch...

- Hohe Detailtiefe der Inhalte erreichbar (ähnlich zu Nachrichten-Websites)

Das kommt ja wohl auf den Schreiberling an, oder?

- Hohe Knowledge-Networks-Effekte durch gezielte Verlinkungen der Inhalte

Jaaah, give me more Buzzwords!

- Einfache Kommerzialisierung durch Angebote sowie Affiliated Programms auf Blogsite möglich

Ja, und nur auf Blogsites!

- Gezielte Werbemöglichkeiten bei bestimmten Interessensgruppen

Auch hier: wieso ist das nun ein spezieller Vorteil von Blogsites?

Mein Fazit: Der Artikel wurde IMHO wie so viele geschrieben, um Kompetenz zu suggerieren und den Namen der eigenen Bude mal wieder an prominenter Stelle im Netz zu sehen. Mehr leider nicht.


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