Es geht um Marketing & Kommunikation: Unternehmenskommunikation, Marketingkommunikation, Markenkommunikation und Werbung. Die Vermittlung von Inhalten also für unterschiedliche Zielgruppen (Kunden/Kundensegmente, potentielle Kunden, Absatzpartner, Medien, Investoren, eigene Mitarbeiter, die Öffentlichkeit etc.). Für die dafür Verantwortlichen in den Unternehmen eröffneten sich in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer Möglichkeiten. Drei zentrale Merkmale charakterisieren diese neuen Möglichkeiten:
Die multimediale Informationsübermittlung
Informationen lassen sich durch die simultane Nutzung von sich ergänzenden Medienbausteinen – Bild, Grafik, Text, Audio, Video – effektiver vermitteln, sodass auch komplexe Inhalte für den Nachfrager zugänglicher werden. Dadurch kann man die Information besser wahrnehmen und damit die Intensität der Kundenbeziehung – am Ende auch quantifizierbar – steigern.
Die digitalisierte Informationsübermittlung
durch die digitalisierte Informationsübermittlung wird der Umgang mit Informationen nicht selten vereinfacht. Umfangreiche Informationsangebote lassen sich herausfiltern und reduzieren, individuell selektieren und zielbezogen auswerten. Ferner können Informationen entgegen dem anonymen Massenmarkt an Einzeladressaten gesendet werden (Stichwort ‚One-to-One Marketing). Durch diese individuelle Ansteuerbarkeit jedes einzelnen Adressaten ist der Kommunikationskontakt nicht mehr eine Frage von räumlicher oder zeitlicher Distanz, sondern eine Frage der Ausgestaltung des quasi persönlichen Kontakts geworden.
Die interaktive Informationsübermittlung
Durch die Sender- und Empfänger-Funktion der digitalen Informationsnetze wird von der unimedialen Massen- zur multimedialen Einzeltransaktion gewechselt. Informationen werden nicht mehr nur von Unternehmen an die Marktteilnehmer verteilt, sondern die Teilnehmer können sich die gewünschten Informationen beim Unternehmen auch auf eigene Initiative beschaffen. Damit bekommt die Flexibilität der Informationsbereitstellung an die Nachfrager und die Aus-gestaltung des multimedialen Kommunikationskontakts eine zentrale Be-deutung.
Die Möglichkeiten einer multimedialen, digitalisierten und interaktiven Informationsübermittlung haben in den letzten Jahren erfreulicherweise zu einer Differenzierung in der Kommunikation geführt. Diese grundsätzlich positive Entwicklung hat allerdings negative Konsequenzen in Bezug auf Kosten und Nutzen mit sich gebracht. Die Kommunikationsaufwände und Koordinationskosten steigen, aber auch Doppelarbeiten und Redundanzen vermehren sich, schlimmstenfalls wird die Kommunikation uneinheitlich und die Aussagen und Darstellungen zum Unternehmen weichen von voneinander ab.
Die grösste Herausforderung für dieses neue und interaktive Marketing ist die Anpassungsgeschwindigkeit. Sie kann als Fähigkeit und Fertigkeit eines Unternehmens verstanden werden, digitale Information zu beschaf-fen, auszuwerten, neu zu konfigurieren und verschiedensten relevanten Zielgruppen crossmedial, rasch und konsistent zur Verfügung zu stellen.
Welche Rolle kann in diesem Kontext nun der Einsatz von „Digital Asset Management“ und entsprechenden (Software-) Systemen spielen?
Als wohl organisierte und zielgerichtet aufgebaute Datenbank für alle Arten von Medienobjekten («Assets») der Unternehmens- und Marketing- kommunikation – Logos, Firmenbilder, Produkt- und Personenfotos, Bro-schüren, Inserate, Kampagnenvorlagen, Powerpoint-Präsentationen, Spots, Clips, Unternehmensfilmen und so weiter – kommt dem Digital Asset Management System eine strategische Rolle beim Aufbau einer Marketinginfrastruktur zu. Es bietet massgebliche Unterstützung zur Er-reichung der Zielsetzungen einer integrierten Marketing- und Unter-nehmenskommunikation und zur Sicherstellung der Anpassungsgeschwin-digkeit. Es vermag die Anforderungen klassischer wie neuer/elektronischer Kommunikationsformen abzudecken und die Effizienz und Effektivität wird insgesamt massgeblich und quantifizierbar in den Marketingbereichen von Unternehmen gesteigert.
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