Publishing per WCMS

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"Aus den ursprünglichen Redaktionssystemen weiterentwickelt, bieten Content Management Systeme heute die Möglichkeiten komplexer Datenbankapplikationen."

Die Aussage an sich ist sehr interessant, trägt jedoch bei den Entscheidern und deren Erfüllungsgehilfen nicht maßgeblich zum Verständnis des Werkzeugs "Content Management System" bei.

Berührungsängste

Um die Aufmerksamkeit von den umfangreichen und unflexiblen statischen Webauftritten zweckmäßig auf Content Management Systeme zu lenken, bedarf es des Abbaus von Berührungsängsten nicht nur bei den informationsverarbeitenden und publizierenden Managern, sondern auch den IT-Spezialisten. Existenzsicherung bedeutet leider auch im sozial-psychologischen Environment der IT-Spezialisten oft "Schuster bleib' bei deinen Leisten" - verständlich, wenn der Betrieb in schlechten Zeiten zunächst vor Investitionen in reine Kostenstellen und -träger zurückscheut.

Zugegeben: falsch erklärt, erscheint ein WCMS als zunächst nicht sehr sinnvolle Investition in der Konjunkturflaute!

Dabei ist der ausgeprägte Pragmatismus der Insider als Ansatz für die Realisierung von Content Management manchmal etwas hinderlich. Vielmehr muss das System und der IT-Spezialist im Hintergrund als Garant für das dynamische, rationelle und kosteneffiziente Informationsmanagement durch den Laien verstanden werden!

Der schnelle, aber durch den Laien kontrollier- und steuerbare Informationstransfer in attraktivem Erscheinungsbild, übereinstimmend mit dem Company C. I., ist schlechthin der sich durch die Webpräsenz der Wirtschaft, öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, etc., ziehende Grundgedanke. Der Nachteil der statischen Webpräsenz in Form des sich summierenden finanziellen Aufwands einer neu zu gestaltenden oder zusätzlichen Homepage wird durch das Content Management System auf Dauer relativiert.

Erstinvestition und Amortisation

Die zunächst hoch erscheinende Erstinvestition in das CMS wird durch das kosteneffiziente "indoor processing" der Inhalte vom Entwurf bis zur Onlinepublikation durch eigenes Personal schnell relativiert. In Verbindung mit einem e-Commerce-System (Pflege der Inhalte über das CMS, Warenwirtschaft über das e-Commerce-Modul) kann bei entsprechender Kosten- und Leistungsrechnung auch eine Amortisation des System kalkuliert werden. Im Direktmarketing ermöglicht die Nutzung eines CMS durch die Einrichtung von Benutzerprofilen (aktiv oder passiv) die gezielte Weitergabe eines Inhaltsspektrums mit der, durch den Interessenten oder Kunden erwarteten, Bandbreite.

Der fast universelle Im- und Export von Microsoft Windows kompatiblen Datenformaten und die Verfügbarkeit von WYSIWYG-Editoren in denen der Anwender (Autor, Redakteur, Informationsmanager, ...) seine bisher eingesetzte Anwendungssoftware wiedererkennt - die sozusagen eigene Kenntnisse widerspiegeln - erleichtern praktisch und zweckgerichtet die Arbeit mit und an den Inhalten, ohne dabei Angst vor Neuem zu generieren - eventuellen gemäßigten "finger trouble" während der Einweisung nicht berücksichtigt.

Aktualisierungszeiten werden, vorbehaltlich qualitätssichernder Maßnahmen (Inhaltliche Prüfung, Korrekturen, kumulierte Editionen), auf ein Minimum reduziert, die Gefahr der "Beschädigung" des Webauftritts durch den Informationsmanager gleichzeitig ausgeschlossen. Ergänzt wird diese Unterstützung, aber auch die Einhaltung eines C. I. auf inhaltlicher Ebene durch die Automatisierung des Publishings z. B. in Form definierter Themen sowie einer Vorgabe der Formate von Grafik, Titeln, Subtiteln und des Texts.

Die Unkompliziertheit im Umgang mit - und die Integration von Content Management Systemen über API in unternehmensweite Anwendungen, in Verbindung mit qualifizierten Sicherheitsmechanismen werden dieser Systemart künftig die Funktion zentraler Informationsknoten im Intra- und Internet zuweisen.

12/2001, Felix-Gabriel Gangu

Felix-Gabriel Gangu ist Geschäftsführer der ForeverNET Media GmbH, welche das CMS ForeverNET Crescendo vertreibt.


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