Collaborative Supply Chain Management

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Supply Chain Management zielt auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden logistischen Wertschöpfungskette. Zur Erschließung von Rationalisierungspotentialen innerhalb dieser Wertschöpfungskette bei gleichberechtigten Unternehmen bedarf es geeigneter Softwarelösungen, die unter Wahrung der Eigenständigkeit einzelner Partner in der Kette eine größtmögliche Effizienz bei den übergreifenden Material-, Informations- und Geldmittelflüssen ermöglichen. So weit, so gut!

Problematisch ist jedoch, dass zurzeit eine Vielzahl verschiedener Begriffe für die entsprechenden Konzepte und Softwarelösungen im Umlauf sind. Das erschwert dem eher lösungsorientierten Praktiker eine schnelle Orientierung und Marktübersicht.

Grundlagen des Supply Chain Managements

In der Praxis ist die Supply Chain ein Netzwerk verschiedener Unternehmen, die zusammenarbeiten, um ein Produkt herzustellen und es zum Endkunden zu bringen. Die deutsche Übersetzung dafür lautet meist Lieferkette oder Logistikkette, wobei diese Begriffe mit der Auffassung der Supply Chain als Produktionsnetzwerk oder auch als Unternehmensnetzwerk gleichgesetzt werden.

Weder in der wissenschaftlichen Literatur noch unter den Praktikern hat sich bis heute eine einheitliche Definition für den Begriff Supply Chain Management (SCM) herausgebildet - das führt zu der herrschenden Unübersichtlichkeit, besonders hinsichtlich der richtigen Software-Auswahl. Einigkeit herrscht aber zumindest darin, dass sowohl die informationstechnische Integration als auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg zu den Kernelementen des SCM gehören.

Ziele des Supply Chain Managements

SCM steht in der Regel als Oberbegriff für die Optimierung der Supply Chain. Hierzu verfolgt das SCM unternehmensinterne und -übergreifende Ziele und bedient sich zu ihrer Erreichung geeigneter Konzepte. Hauptziele sind dabei z.B die Schaffung von Transparenz und der Abbau von Informationshindernissen die ganzheitliche Wertschöpfungsketten-Orientierung, die Verbesserung der Kontinuität der Material-, Informations- und Geldmittelflüsse oder die Optimierung der Komplexität. Zur Durchführung eines operativen Controllings bedarf es allerdings neben diesen eher allgemeinen Optimierungsrichtungen der Differenzierung von SCM-Zielen, die direkt über Kennzahlen gemessen werden können.

SCM strebt dabei insbesondere die Realisierung folgender Punkte an:

  • Kostenvorteile
  • Zeitvorteile
  • Qualitätsvorteile
Prozessgetriebene SCM-Ansätze

Zur Abstimmung des unternehmensübergreifenden Material- und Informationsflusses haben sich im Laufe der Zeit verschiedenen SCM-Konzepte herausgebildet, die eine zeit- und kostenoptimale Gestaltung der Supply Chain anstreben. Die verschiedenen SCM-Konzept unterscheiden sich dabei erheblich in ihrer Grundkonzeption und in ihrem Branchenfokus.

Collaborative Supply Chain Management

In den letzten Jahren haben sich immer mehr neue SCM-Konzepte etabliert, die zentral auf die gemeinschaftliche Win-Win-orientierte Optimierung der Supply Chain abzielen. Unter dem Begriff des "Collaborative Supply Chain Managements (kurz: CSCM)" fassen die Autoren die Optimierung der gesamten Supply Chain durch gemeinschaftlichen Datenaustausch und durch kollaborativ initiierte Abstimmungsprozesse zwischen den Partnern zusammen.

Im SCM-Zusammenhang bedeutet diese kollaborative Zusammenarbeit, dass zwei oder mehrere Supply Chain-Partner gemeinschaftlich abgestimmt, handeln. Ziel ist es, eine gemeinsame Informationsgrundlage zu bilden, hieraus abgestimmte Pläne abzuleiten, um schließlich existierende Erfolgspotentiale erschließen zu können.

CSCM fokussiert auf die Schnittstellen der Supply Chain Partner und versucht, die bisher durch fehlende Transparenz und mangelnde Abstimmung gekennzeichnete Planung und Steuerung zu synchronisieren.

Als weitere Ziele gelten:

  • Der Abbau von Beständen in der Supply Chain
  • Die Erhöhung der Visibilität über Bedarfe, Angebote, Bestände und Kapazitäten bzw. Erkennung von Restriktionen
  • Die Verbesserung der Transparenz durch Prozess-, Applikations-, Daten- und Medienintegration und eine stufenweise Verkopplung von Planungsprozessen u.a.m.
Marktstudie zu Colloborative Supply Chain Managements

Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistikorientierte Betriebswirtschaft liefert mit der vorliegenden Marktstudie einen wesentlichen Beitrag zur Abgrenzung des CSCM-Gebietes, zum Verständnis und zur Vergleichbarkeit von CSCM-Softwarelösungen und insbesondere zu Auswahl und Einführung von CSCM-Systemen. Die Marktstudie bietet Entscheidern eine solide Grundlage und eine Fülle an Informationen zur Orientierung auf dem unübersichtlichen Markt. Die Software-Lösungen werden nach Branchen und Anwendungsgebieten selektiert vorgestellt und bieten einen guten Überblick.

Mehr über den Titel und eine Bestellmöglichkeit als PDF-eBook oder Print-Version finden Sie hier:

05/2002, A. Busch, H. Lange, T. Langemann

Axel Busch ist Mitarbeiter am Fraunhofer Anwendungszentrum für Logistikorientierte Betriebswirtschaft. Heiko Lange studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Paderborn. Dr. Langemann ist Manager bei der KPMG Consulting AG im SCM-Bereich.


Kommentare zu diesem Beitrag 


Collaborative Supply Chain Management  
Fachartikel 01.05.02
Re: Collaborative Supply Chain Managem...  
Tobias Heise 02.12.03

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