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Metamorphose im Content Management

Die Contentmanager.days standen dieses Jahr unter dem Motto "Metamorphose". Eine Metamorphose beschreibt in der Natur einen regelmäßigen Prozess des Wandels. Übertragen auf das Content Management bedeutet das: Der Wandel ist beständig.
Dieser kontinuierliche Wandel bildet schließlich den Ausgangspunkt für die zentralen Fragen, die es auf den Contentmanger.days 2007 zu beantworten galt: Welche Rolle spielen die neuen Ideen des Web 2.0 für das klassische Content Management und welche Rolle spielen die 'dualen Ansätze', die bisherige Systeme mit den neuen sozialen Technologien vermischen?
Die Antwort war eindeutig: Ob im Intra- oder Internet, Content Management und Social Computing beschreiben zwar unterschiedliche Ansätze, schließen sich aber keineswegs aus. Die Technologien wachsen künftig weiter zusammen. Dabei ist der Wandel im Content Management im Grunde nicht technologisch bedingt, sondern kulturell. Dass Social Computing vermehrt in das klassische Content Management integriert wird, resultiert aus dem veränderten Umgang mit verfügbarem Wissen. Die konsequente Realisierung der Idee des Web 2.0 begründet also eine neue Kultur, die zunehmend im Unternehmen Einzug hält.
Informations- vs. Wissensmanagement
Bereits die Keynote von Dr. Ulrich Kampffmeyer, Project Consult GmbH, stellt die Frage in den Vordergrund: Wie entsteht aus Information Wissen? Zwar steht uns immer mehr Information zu Verfügung, aber Information ist nicht gleich Wissen.
Stephan Büttner, DAK Hamburg, greift diesen Gedanken auf und bringt es mit dem Zitat des amerikanischen Zukunftsforschers John Naisbitt auf den Punkt:
"Wir ertrinken in Informationen und dürsten nach Wissen."
Dr. Kampffmeyer sieht daher in der derzeitigen Entwicklung eine Renaissance des Wissensmanagements. Diese führt er darauf zurück, dass sich die Art und Weise im Umgang mit Information und schließlich die Entstehung von Wissen weiter verändert. Die Menschen informieren sich heute aktiv und sind bereit, ihr Wissen via Web 2.0 anderen offen zur Verfügung zu stellen. Ein wesentlicher Aspekt, der sich folgerichtig auch im Unternehmen nutzen lässt.
Soweit die Theorie. Der praktische Weg zur Verschmelzung des klassischen Content Managements mit Social Computing kann so verschieden sein, wie die einsetzbare Software. Insbesondere für das Intranet hatten die Contentmanager.days 2007 diesbezüglich eine Reihe relevanter Praxisbeispiele im Repertoire.
Das Intranet 2.0
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Stephan Schillerwein moderiert das Intranet-Panel |
Dass das Web 2.0 längst die Unternehmensmauern durchbrochen und in das Intranet Einzug gehalten hat, bewiesen die Experten mit ihren innovativen Konzeptpräsentationen: Blogs, Wikis, Mashups und Co. werden in den Unternehmen zum täglichen Handwerkszeug, wie die folgenden Beispiele zeigen.
Bei Frank Roebers, CEO bei der Synaxon AG, gehört das Thema "Unternehmenskultur 2.0" schon lange zum Alltag. Inspiriert durch Wikipedia kreierte er ein Intranet, das auf Open Wiki basiert. Gleiche Technologie – gleicher Effekt: Was draußen im Web funktioniert, lässt sich auch im Unternehmen nutzen, so Roebers. Inzwischen besteht das Intranet aus fast 12.000 Seiten und findet bei den Mitarbeitern regen Anklang.
Julia Petschinka, Austrian Research Center, hat für ihren Arbeitsbereich innerhalb des unternehmensweiten Intranets ein eigenes Blog-Intranet eingerichtet, das Informationsangebote der einzelnen Mitarbeiter zentral vernetzt.
Markus Ilka aus dem Klambt Verlag sieht hingegen in der Microsoft Sharepoint Technologie das Intranet der Zukunft. Die SharePoint Services, die bei Windows Server 2003 bereits mit enthalten sind, lassen sich durch eigene Komponenten zu einem kollaborativen Netzwerk aufrüsten, das die Mitarbeiter an Workflow, Redaktion und Unternehmensorganisation aktiv beteiligt.
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| Frank Martin Hein spricht über Kultur und IT |
Auch Dr. Peter Schütt, IBM Deutschland, entdeckt in der Mobilisation des "Long Tail", also des stillen Wissens der Mitarbeiter, großes Potential für das Unternehmen. Neben dem klassischen Informationsmanagement setzt sein Konzept auf die Vernetzung der Mitarbeiter und auf Mashups, um das Wissen im Unternehmen effektiver nutzbar zu machen.
Wie die Zukunft des Intranets aussehen könnte, zeigt Markus Breuer, The Otherland Group GmbH. Zwar scheint das von ihm vorgestellte "3D-Intranet" aus dem momentanen Hype um die "virtuellen Welten" geboren, aber langfristig könnten die heutigen Texte im Intranet durch rein bildliche Darstellungsweisen ersetzt und die Kollaboration im dreidimensionalen Raum zu einer ernsthaften Perspektive werden.
Fazit: Nicht technische Revolution sondern soziale Innovation
Es lässt sich festhalten, dass die Grenzen zwischen Content Management und Social Computing trotz der unterschiedlichen Ansätze zukünftig weiter verschwimmen werden. Die Technologie steht dabei aber nicht im Vordergrund. Es sind vielmehr die veränderten Nutzungsweisen, die folglich auch zu einem Wandel der Unternehmenskultur führen. Diese bildet sowohl den Ausgangspunkt als auch die notwendige Voraussetzung für das Wissensmanagement von morgen. Die Metamorphose im Content Management ist letztlich also nicht nur ein natürlicher Prozess in der Informationstechnologie, sondern bietet darüber hinaus weitreichendes Potential für die Unternehmensentwicklung.
Mehr erfahren?
Weitere Informationen zu den Contentmanager.days 2007 finden Sie unter www.cmdays.de
Außerdem finden Sie ausführliche Reviews zu den einzelnen Vorträgen im Weblog von Frank Hamm, der die Veranstaltung als Live-Blogger aktiv dokumentierte:
www.injelea.de/contentmanger.days-2007-review10/2007, Heiko Paulick

|  | Heiko Paulick studiert Web Content Management am Masterprogramm Medien Leipzig und ist als Online-Redakteur in den Bereichen IT und Community-Management bei der Feig und Partner GmbH tätig.
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Kommentare zu diesem Beitrag 
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   | Metamorphose im Content Management | | | |
| Fachartikel | 18.10.07 | | Stephan Fröhder | 19.10.07 | | Heiko Paulick | 19.10.07 | | Stephan Fröhder | 19.10.07 | | Dr. Ulrich Kampffmeyer | 19.10.07 | | Stephan Fröhder | 19.10.07 |
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