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Erfolgreiche Online Communities I

 Online-Communities gab es schon vor dem Internet, erst aber mit der Verbreitung des Webs konnten sie sich wirklich durchsetzen und sind heute zu einem nicht zu unterschätzenden Instrument für Marketing, Kommunikation, Kundentreue, Forschung oder auch Freizeitgestaltung geworden. Allerdings wächst und gedeiht lange nicht jede Community und Erfolg scheint oftmals mehr mit Magie als mit bewährten Vorgehensweisen
zusammenzuhängen. Dass sich der Erfolg aber lohnt, dies zeigen nicht zuletzt die Milliarden-Summen, die für Web-2.0-Vorzeigecommunities wie FaceBook oder YouTube verlangt und auch bezahlt werden.
Online-Communities – man spricht auch von "virtual communities" - sind Gruppen oder Gemeinschaften von Individuen, die sich primär online austauschen und kommunizieren. Trotz der aktuellen Medienpräsenz von "social media" und "social networks" sind Online-Communities allerdings keine neue Erfindung, sondern existieren schon viele Jahre.
Abbildung 1: Entwicklung der Online-Communities in drei Phasen
Bereits vor der Entstehung des Internets formierten sich Gruppierungen meist über einfache Email-basierte Interaktionslösungen und tauschten Meldungen aus. Tatsächlich hatte ein ARPA-Bericht schon 1968 das Entstehen von virtuellen Gemeinschaften vorausgesagt. Ende der 70er-Jahre standen die ersten Bulletin-Board-Lösungen zu Verfügung, die Basis für Usenet-Newsgroups. In den folgenden Jahren entwickelten sich Online Gemeinschaften in privaten Netzwerken wie AOL oder Minitel.
Bereits 1982 wurden die sogenannten "Emoticons" erfunden, die es erlaubten, mit simplen
Zeichenfolgen, z.B. ":-)" nüchterne Texte mit Emotionen aufzupeppen. Erst mit der Entstehung des
Internets konnten aber offene und grosse Online-Communities aufgebaut werden. Manche dieser
gruppierten sich um eCommerce-Angebote oder waren mit Informations- oder Portal-Angeboten
assoziiert. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre entstanden viele themenzentrierte Communities und
bildeten fortan einen wichtigen Teil des Wissensangebotes im Internet.
In dieser Zeit entstanden auch zwei Technologien, die in vielen Communities nicht mehr wegzudenken sind: Wikis und Blogs. Wikis erlauben die gemeinschaftliche Erstellung und Redaktion von Inhalten, während Blogs Online-Tagebücher sind, die einfache Feedbacks erlauben und damit auch die Basis von Communities sein können. Durch wachsende Bandbreiten und einen zunehmenden Zerfall der Computerkosten angetrieben, entstanden nach 2000 funktionell und visuell immer anspruchsvollere Online-Community-Lösungen. Ein Teil dieser Angebote, wie z.B. MySpace oder FaceBook ist bewusst auf jugendliche Zielgruppen ausgerichtet, andere richten sich an die Berufswelt wie z.B. Xing oder LinkedIn. YouTube oder Flickr sind Beispiele für Communities rund um visuelle Inhalte, bei denen allerdings typische Community-Aspekte nicht im Zentrum stehen.
Abbildung 1: Kommunikationsformen und –technologien rund um Online-Communities
Online-Communities können aus einer Reihe von Interaktionsformen und -technologien auswählen:
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Die meisten Communities nützen ein Forum (auch "Bulletin Boards" genannt), um Mitglieder sich
untereinander austauschen zu lassen. Dabei lassen sich Ansichten und Meldungen via Email oder
interaktiv sozusagen an ein schwarzes Brett heften. Diese wiederum können dann kommentiert
und diskutiert werden.
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Oftmals setzen Communities auch Email-Listen als Basis für den Gedankenaustausch ein.
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Ein wichtiger Feedback-Mechanismus sind Kommentare und Bewertungen, die einzelne Mitglieder beisteuern können.
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Mit Wikis wird eine Umgebung geschaffen, in der Mitglieder gemeinsam an einem Text zusammenarbeiten können. Das bekannteste Beispiel ist hier "Wikipedia", ein durch viele Beitragende geschaffenes Online-Lexikon.
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Blogging-Technologien erlauben es, Meinungen und Neuigkeiten auf einfache Weise zu kommunizieren und Kommentare dazu zu erfassen.
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Interaktivere Interaktionsformen wie Chat oder auch VoIP schaffen die Basis für Realtime-Diskussionen – interaktiv, schnell auf Benutzeraktionen reagierend.
Im Umfeld von "Web 2.0" wurden manche der vorgängig genannten Mechanismen perfektioniert und
erweitert. Interaktivere Benutzerschnittstellen und höhere Rechenleistung sowie
Speicherkapazitäten erlauben den Einsatz von Analytics und multimedialen User-Interfaces über
unterschiedliche Endgeräte hinweg. Lesen Sie das nächste Kapitel
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02/2008, Bruno von Rotz

Kommentare zu diesem Beitrag 
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| Fachartikel | 11.02.08 | | Anatoli | 11.11.09 | | martin | 07.04.10 |
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