Gespür für technologische Innovationen entwickeln

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Der Studiengang "Content and Media Engineering" der Leipzig School of Media stellt sich vor.

Multimediale Inhalte auf Webseiten werden immer häufiger nachgefragt. So rufen fast Zweidrittel aller Onliner Videos ab und etwa die Hälfte hören Audiofiles wie Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen im Netz. Dies ist ein Kernergebnis der noch unveröffentlichten repräsentativen ARD/ZDF-Onlinestudie 2009, für die im März und April dieses Jahres 1806 Erwachsene in Deutschland befragt wurden.

Die Zahlen verdeutlichen, weshalb es für Unternehmen immer wichtiger wird, über kompetente Mitarbeiter zu verfügen, die ein Gespür für technologische Innovationen entwickeln und diese Innovationen gezielt im Unternehmen einsetzen können. "Ob bei Internetdienstleistern, Verlagen oder E-Commerce-Anbietern, interaktive Medien und attraktiv gestaltete Inhalte rücken mehr und mehr in das Zentrum digitaler Wertschöpfungsketten", unterstreicht Dr. Sören Auer, Leiter der Forschungsgruppe Agiles Knowledge Engineering und Semantic Web am Institut für Informatik der Universität Leipzig.

Beispielhaft für diesen Medienwandel stehen laut seiner Expertise die Integration von sozialen Netzwerken, die Interaktion in digitalen Spielen, die Ausnutzung semantischer Technologien und die Realisierung von E-Commerce-Anwendungen. Die diesen Strategien zugrundeliegenden Konzepte und Methoden vermittelt der neue berufsbegleitende Master-Studiengang Content and Media Engineering, der im Oktober 2009 an der Leipzig School of Media startet.





Die inhaltlichen Schwerpunkte des Studiengangs Content and Media Engineering

Dr. Sören Auer verantwortet den modular aufgebauten Aufbaustudiengang, der gemeinsam mit den Kooperationspartnern Universität Leipzig und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig angeboten wird. Inhaltlich fokussiert diese Weiterbildung dabei auf drei Schwerpunkte:

  • Crossmediales Publizieren: Hier werden den Studierenden Grundlagen der Audio- und Videotechnik, der Druckvorstufe, interaktiver Anwendungen und digitaler Spielen vermittelt.

  • Neue Internet- und Webtechnologien: In diesem Schwerpunkt werden Strategien des Content-und Wissensmanagements erarbeitet, die Struktur und Einsatzmöglichkeiten von Web-Anwendungen vorgestellt sowie die Chancen und Potentiale analysiert, welche Web 2.0 beziehungsweise soziale und semantische Webtechnologien bieten.

  • E-Commerce: In diesem Segment werden neue webbasierte Geschäftsmodelle thematisiert, praktisches Know-how zur Suchmaschinenoptimierung und zum Suchmaschinenmarketing vermittelt sowie Techniken für integrierte E-Commerce-Geschäftsprozesse diskutiert.

Der Studiengang schließt mit einer Masterarbeit ab, in der praxisrelevante Themenstellungen von den Studierenden bearbeitet werden. Die Absolventen erhalten den international anerkannten Abschluss Master of Science (M. Sc.) mit dem Siegel der beiden Hochschulen.


Ergebnis einer Weiterentwicklung

Das skizzierte inhaltliche Konzept ist eine Weiterentwicklung des Studiengangs Web Content Management. Bereits zwei Jahrgänge wurden darin erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Die Absolventin Karin Grimm arbeitet seit 15 Jahren als Leiterin der Abteilung Controlling/EDV in der Paracelsus-Klinik in Reichenbach im Vogtland. Rückblickend lobt sie die Vielschichtigkeit des Studiums: "Ich habe im Prinzip das Web Content Management von allen Seiten kennengelernt. Genau diese Kombination ist nachher in der Anwendung wichtig." Ihr Studium hat sie im Beruf vorangebracht: Inzwischen wurden ihr weitere Aufgaben übertragen; so leitet sie jetzt auch die Arbeitsgruppe Internet/Intranet des Krankenhauses.


Privates Weiterbildungsengagement wird honoriert

Die Erfahrungen der Absolventen signalisieren, dass es für im Beruf stehende Menschen von Vorteil ist, sich qualifiziert weiterzubilden. Ein solches Engagement schätzen auch die Personalchefs in größeren Unternehmen.

Nach einer Studie des Forsa-Instituts (forsa-Studie Januar 2009: Fernstudieren parallel zum Beruf) beurteilen 84 Prozent der Personalchefs es als sehr wichtig oder wichtig, dass Mitarbeiter selbst Weiterbildungsengagement zeigen und sich nicht nur auf betriebliche Angebote verlassen. Das spiegelt sich auch in den Karrieremöglichkeiten wider: In 60 Prozent der befragten Unternehmen haben Mitarbeiter eine höhere Chance bei der internen Vergabe höherrangiger Stellen, wenn sie sich privat berufsbezogen weitergebildet haben.

Mit dem Studiengang Content and Media Engineering bietet die Leipzig School of Media Mediengestaltern, Content Managern oder Informatikern eine solche berufsbezogene praxisorientierte Weiterbildung an. Das Studium umfasst vier Semester, kostet pro Semester 2500 Euro und ist interdisziplinär ausgerichtet.

Die intensive Betreuung in kleinen Lerngruppen, die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die moderne Infrastruktur des Mediencampus ermöglichen beste Studienbedingungen. Während der Präsenzveranstaltungen stehen den Studierenden technisch hochwertig ausgestattete Seminarräume, PC-Pools mit Soft- und Hardware für Bild-, Audio- und Videobearbeitung sowie ein Tonstudio zu Verfügung. Für das Selbststudium können maßgeschneiderte E-Learning-Einheiten genutzt werden.


Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2009/2010 endet am 31. Juli 2009. Weitere Informationen sind bei der Leipzig School of Media erhältlich.

07/2009, Sebastian Heinisch



Sebastian Heinisch ist Studiengangskoordinator an der Leipzig School of Media und organisiert dort drei berufsbegleitende Masterstudiengänge. Parallel arbeitet er an seiner Dissertation über das medienvermittelte Image zu historischen Themen.


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