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Worldwide Intranet Challenge: Wie Mitarbeiter weltweit den Wert ihrer Intranets beurteilen
Die Ultima Ratio jedes Intranets: die MitarbeiterWas bei Diskussionen über den ROI von Intranets häufig übersehen wird: der errechnete finanzielle Wertbeitrag eines Intranets ist immer angreifbar – getreu dem Motto: "traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast". Und sie sagt letztlich auch nur bedingt etwas über die Wertschätzung aus, die die Mitarbeiter dem Intranet entgegen bringen. Ist diese und die Nutzerakzeptanz jedoch gering, bleibt auch der Wertbeitrag nur Theorie. Es ist letztlich wie bei einem Restaurant: wenn es den Gästen nicht schmeckt, nützen alle Sterne und Hauben wenig.Der Einbezug der Mitarbeiter sollte dementsprechend für jedes Intranet selbstverständlich sein. Egal, ob es um die Feststellung des erreichten Fortschritts, den Wertbeitrag oder um die Evaluation von neuen Bedürfnissen geht. Das ist jedoch keine einfache Aufgabe! Schon Henry Ford erkannte: "Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde." Auch Intranet-Benutzer fordern vor allem inkrementelle Verbesserungen und messen den Ist-Zustand gegen ihren eigenen Erfahrungshorizont, nicht gegen vorhandene Potentiale. Eine auf die individuelle Situation des Unternehmens zugeschnittene, sinnvolle Kombination unterschiedlicher Analyse-Instrumente ist deswegen unerlässlich. Die Mitarbeiterumfrage: Licht und SchattenDie Mitarbeiterumfrage ist dabei das wohl gängigste und am häufigsten eingesetzte Instrument zur Analyse, was aus Mitarbeitersicht gut ist – und was eben nicht. Aber Achtung: die Mitarbeiterumfrage ist nicht selten selber ein Grund für "umnachtete" Entscheidungen. Denn es gibt gleich drei häufig beobachtbare Fehlerquellen, die allesamt dazu führen, dass man von den Ergebnissen keine Erleuchtung erwarten darf:
Die Fragen werden falsch gestellt Die Antworten werden falsch interpretiert Die Worldwide Intranet Challenge läuft seit etwas über einem halben Jahr. In dieser Zeit haben bereits 30 Unternehmen weltweit daran teilgenommen. Neben großen und namhaften Unternehmen wie Standard Life, Wyeth, Adecco, ArcelorMittal, European Space Agency und Ernst & Young, sind auch viele Teilnehmer aus dem Segment der KMU, öffentlichen Organisationen und NGO’s vertreten. Erste Resultate: Intranets sind beinahe "sehr nützlich"Die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter der bisher teilnehmenden Unternehmen sieht das eigene Intranet knapp als "sehr nützlich" an. Nur bei einem Unternehmen wird der Wert geringer als "nützlich" gewertet, zwei Intranets befinden sich sogar ein kleines Stück über "sehr nützlich".![]() Anonymisierte Resultate zum Wert der Intranets aus Mitarbeitersicht. Jeder Balken steht für ein teilnehmendes Unternehmen an der Worldwide Intranet Challenge Setzt man die Ergebnisse aus dieser Frage in Bezug zu den anderen zehn Fragen der Untersuchung, so lassen sich Rückschlüsse auf wertfördernde und wertverhindernde Faktoren ziehen. Dazu zählen folgende Erkenntnisse:
Das zeigt sich auch bei einer Analyse der kumulierten Ergebnisse zu den Fragen nach den wertbeeinflussenden Elementen eines Intranets: ![]() Bei Elementen des "Look & Feel" eines Intranets rangiert die Lesbarkeit hinsichtlich des Wertbeitrags ganz oben, Personalisierung hingegen ganz unten ![]() Dauergroßbaustelle "Informationen finden": alle Werte bleiben auf der Skala von 0 bis 1 deutlich hinter der "Mittellinie", die Intranet-Suche schafft es nichtmals aus dem eigenen Strafraum heraus ![]() Interaktive Anwendungen: Applikation zur Unterstützung alltäglicher Aufgaben kommen vor Collaboration und vor Social Media Klare Unterschiede auch beim ContentAuch die Inhalte eines Intranets lassen sich hinsichtlich ihres Wertbeitrages aus Mitarbeitersicht analysieren. Hierbei zeigt sich ebenfalls, dass es zunächst die grundlegenden Informationsarten sind, die die Mitarbeiter benötigen: Informationen über Regelungen und Abläufe, News, Produkte und Weiterbildung.![]() Grundlegende Informationsbedürfnisse sollten mit hoher Priorität befriedigt werden Noch viel Potential nach oben vorhandenAls vorläufiges Fazit könnte der Schluss gezogen werden, dass die meisten Intranets noch keine strategischen Instrumente sind, "Kinderkrankheiten" nach wie vor die wichtigsten Barrieren darstellen und schlecht auffindbare und nutzbare Informationen die Investitionen in die Ressource "Information" in Frage stellen.Unternehmen, die wissen wollen, wo ihr eigenes Intranet im Vergleich zu der stetig wachsenden Community der teilnehmenden Organisation steht, können sich jederzeit für die Worldwide Intranet Challenge anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei, inklusive der individuellen Auswertung. Der vollständige Benchmarking Report steht den Teilnehmern für einen geringen Betrag zur Verfügung. Weitere Informationen:
12/2009, Stephan Schillerwein
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