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Praxis: Turck-Gruppe nutzt Global Information Management-Lösungen von SDL weltweit
Die Hans Turck GmbH & Co. KG hat früh die Zeichen der Zeit erkannt. Vor über 30 Jahren stellte das in Mülheim/Ruhr ansässige Familienunternehmen mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Minneapolis, USA, die Weichen in Richtung Internationalisierung. Heute ist die Turck-Gruppe ein globaler Anbieter von Sensoren, Feldbussystemen, Anschluss- und Interfacetechnik sowie RFID-Lösungen für die Fertigungs- und Prozessautomation. Die Firmengruppe, die mehr als 2.500 Mitarbeiter beschäftigt und im Geschäftsjahr 2009 ca. 270 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete,
bietet ihre Produkte und Lösungen in 27 Ländern über eigene Niederlassungen und in weiteren 60 Staaten über Vertretungen an. Um technische Datenblätter, Kataloge und Handbücher schnell und mit wenig Kostenaufwand in die jeweilige Landessprache zu übersetzen, rüstet Turck alle Niederlassungen mit den Übersetzungsmanagementtechnologien von SDL aus. Turck setzt mit Innovationen MaßstäbeMehr als 15.000 verschiedene Produkte für die Fertigungs- und Prozessautomation umfasst das Portfolio der Turck-Gruppe. Eingesetzt werden sie vor allem in der Automobilindustrie und im Maschinenbau. Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten setzt der Spezialist für Sensor- und Verbindungstechnik weiterhin Maßstäbe mit innovativen Lösungen: Kürzlich erst hat er einen neuartigen Linearwegsensor vorgestellt, der ohne magnetischen Positionsgeber auskommt und dadurch auch keine Metallspäne mehr anzieht, die seine Funktionsweise beeinträchtigen können.![]() Um solche Innovationen erfolgreich in den Weltmarkt einführen zu können, müssen die Produktunterlagen schnell in vielen Sprachen zur Verfügung stehen. Da deren Übersetzung sehr viel technisches Hintergrundwissen erfordert, erledigt man sie normalerweise im Hause: Nur wenn die lokalen Niederlassungen personell nicht in der Lage sind oder das Unternehmen vor Messen Kapazitätsengpässe hat, greifen sie auf ein kleines Netz von externen Sprachdienstleistern zurück. Das wichtigste zu übersetzende Dokument ist das dreiseitige, technische Datenblatt, das eine kompakte Funktions- und Einbaubeschreibung des jeweiligen Produkts enthält. Die Informationen dafür pflegen die Produktspezialisten im CMS ASIM, welches gleichzeitig die produktspezifischen Webseiten mit Inhalten füttert. Außerdem werden in dem CMS neuerdings die Inhalte für die elektronischen Kataloge abgelegt. Gleiches ist auch für die dreisprachigen Beipackzettel geplant. Die technische Dokumentation umfasst darüber hinaus Handbücher zu bestimmten Applikationen, die von den Niederlassungen übersetzt, aber dann in Mülheim layoutet und drucktechnisch aufbereitet werden, so dass sie bei Bedarf auch auf Papier ausgegeben werden können. Einbindung der Niederlassungen in den ÜbersetzungsprozessDas Übersetzungsaufkommen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, was zum einen mit der größer werdenden Produktpalette zusammenhängt, aber natürlich auch mit der globalen Expansion des Unternehmens und den wachsenden Ansprüchen der Kunden in den jeweiligen Märkten. Früher stellte man ihnen die Unterlagen oft in Englisch zur Verfügung – heute erwarten sie diese in der Landessprache, um sich von den Vorzügen der Turck-Produkte überzeugen zu können. Hinzu kommt, dass die Informationen nicht nur in gedruckter, sondern auch in elektronischer Form auf den Produkt-Webseiten des Unternehmens bereit gestellt werden müssen, und das möglichst gleichzeitig in allen Sprachen.
Mit den traditionellen Übersetzungsmethoden war das Volumen nicht mehr zu bewältigen. Zielsetzung war es, die Niederlassungen dadurch effizienter in den Übersetzungsprozess einzubinden, um die Kosten niedrig zu halten. Mit Blick auf das weltweite Niederlassungsnetz entschied sich Turck für SDL als global tätigen Systemanbieter, um auch an fernen Standorten wie Japan oder China einen guten lokalen Support sicher zu stellen. Weitere Gründe, die für die Global Information Management-Lösung von SDL sprachen, waren die Stabilität der Lösung, die Unterstützung für sämtliche Sprachen und eine verfügbare Standard-Schnittstelle
zur Software InDesign, mit der die Graphikdesigner die Datenblätter, Kataloge, Handbücher und Flyer layouten.Die Niederlassungen arbeiten mit dezentralen Translation Memorys, deren Inhalte im CMS zusammenfließen. Das Terminologiemanagement läuft hingegen auf einem zentralen Server in Mülheim, auf den die Mitarbeiter der Niederlassungen über ein Webportal zugreifen können, um nach Turck-spezifischen Ausdrücken oder Produktnamen zu suchen. Die Lösung befindet sich noch im Aufbau: Derzeit enthält die Terminologie-Datenbank 1.500 Begriffe in deutscher, englischer, tschechischer und rumänischer Sprache. Das Ziel ist eine möglichst kompakte Lösung, die mit der Produktwebseite www.turck.com verlinkt wird. Die Produktspezialisten und Niederlassungen weltweit können so bestimmte Termini im Sinne des Corporate Wordings verwenden und gezielt auf Produkterläuterungen zugreifen. Seit Einführung der SDL Lösungen Anfang 2008 hat Turck neun Niederlassungen mit Lizenzen der SDL Translation Memorys ausgerüstet. Ziel ist es, jedes Jahr zwei neue Niederlassungen in den Übersetzungsprozess einzubinden. Die Herausforderung bei der Anbindung neuer Standorte besteht darin, dass in einem ersten Schritt der komplette Bestand an Daten und Informationen zu den mehr als 15.000 Produkten in die jeweilige Landesprache übersetzt werden muss. Das kann je nach Sprache und personellen Kapazitäten der Niederlassung zwischen drei und sechs Monaten dauern, in denen außerdem die Mitarbeiter im Umgang mit der Software geschult werden. Die Niederlassung in China hat 20 Leute dafür abgestellt und war nach drei Monaten fertig. Wenn die Translation Memory-Lösung mit den Bestandsdaten gefüllt ist, erhalten die Niederlassungen in einem automatisierten Prozess einmal wöchentlich die aktualisierten und neu in ASIM eingepflegten Informationen. Die Datenpakete enthalten sowohl die Inhalte für die technischen Datenblätter und der anderen Dokumente im XML-Format, als auch die Inhalte der zu den Produkten gehörenden Webseiten. Binnen einer Woche müssen die übersetzten Textblöcke fertig gestellt sein, die wieder in das CMS eingecheckt werden. Die PDF-Vorlagen der technischen Datenblätter werden dann aus ASIM mit den übersetzten Inhalten aktualisiert und noch einmal zum Korrekturlesen an die Niederlassungen geschickt, bevor sie auf den Produkt-Webseiten zum Download bereit gestellt werden. Turck fand die Besonderheit der SDL Lösung entscheidend, das Translation Memory flexibel in viele einzelne Translation Memorys nach Sprache und Dokumenttypen zu unterteilen. Die Anwender verwalten die Inhalte für unterschiedliche Sprachen und Dokumenttypen nach Bedarf in diesen separaten Translation Memorys, was nicht nur die Pflege des Datenbestands erleichtert, sondern auch die Suche nach Matches beschleunigt. Eine der Stärken der SDL Lösung ist, dass bei der Übersetzung der verschiedenen Dokumenttypen und Inhalte zentral nach Entsprechungen in verschiedenen Translation Memory-Datenbanken einzeln, nacheinander oder parallel gesucht werden kann. Die Software ist einfach zu erlernen und zu bedienen, was für die Mitarbeiter in den Niederlassungen sehr wichtig ist, weil sie nicht täglich Texte übersetzen. Ihre Hauptaufgabe ist schließlich, die Produkte zu verkaufen. Investition hat sich bezahlt gemachtDie Global Information Management-Lösung von SDL ist für Turck von erheblichem Nutzen, weil sie den Niederlassungen erlaubt, die für den Verkauf erforderlichen Unterlagen zeitnah und zu geringen Kosten zu übersetzen. Da es sich bei den Inhalten meist um standardisierte Texte handelt, kann man dank der Translation Memorys viele übersetzte Texte wieder verwenden und spart dadurch enorm Zeit - schon deshalb hat sich die Investition gelohnt.Geplant ist auch die Nutzung der Software SDL AuthorAssistant. Dadurch soll der Wiederverwendungsgrad künftig weiter erhöht werden. Die Lösung für übersetzungsgerechtes Schreiben unterstützt Autoren bei der Erstellung neuer Texte, indem sie ihnen ähnliche Formulierungen vorschlägt, für die in den Translation Memorys bereits Übersetzungen vorliegen. Die Turck-Gruppe verspricht sich von der Wiederverwendung geprüfter Formulierungen eine Reduzierung des Arbeitsaufwands und die Sicherstellung einer gleichbleibenden Textqualität. 07/2010, Ilona Arnold
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