Content-Management-Systeme sind wie Websites navigatorische Systeme.Die offensichtliche Nähe beider Bereiche hat dazu geführt, dass dieUsability-Betrachtung von Content-Management-Systemen ihre Methodenzunächst der Webseiten-Usability entliehen hat. Im einzelnen geht esum:
Einfache Bedienung
Die Navigation sollte schnell erlernbar sein. Im besten Fall beruhtdie Navigation auf bekannten Erfahrungen der Zielgruppe. Konnte manbis vor ein paar Jahren noch nicht davon ausgehen, dass ein Anwendermit dem Begriff "Home" etwas anfangen kann, so ist heute allgemeinbekannt, dass sich hinter diesem Begriff die Homepage verbirgt.
Konsistenz
Die Elemente der Navigation müssen auf ein Minimum beschränkt sein undsich immer an derselben Stelle befinden.
Sichtbarkeit
Die Navigation muss immer sichtbar sein. Nichts ist schlimmer als eineNavigation, die verschwindet und den Anwender nach einem Ausweg stattnach Funktionen suchen lässt.
Klarheit
Anwender nutzen ein CMS meist mit einem vorgefertigtenErfahrungsschatz, den sie beim Besuchen von Internet-Seiten gebildethaben, weniger bei der Arbeit in anderen Content-Management-Systemen.CMS-Interface-Designer sollten diesen Umstand ernst nehmen und inihren Systemen Informationsarchitekturen aufbauen, die denen vonWebseiten ähneln.
Orientierung
Nichts ist schlimmer, als die Orientierung zu verlieren. Der Anwendermuss immer wissen, wo er sich befindet und wie er bestimmte Funktionenerreichen kann.
Usability revisited
Verlassen wir nun den relativ sicheren Methodenkanon, den uns dieUntersuchung von Web-Seiten eingebracht hat, und schauen wir etwasgenauer hin, wie die genannten Aspekte im Zusammenhang mit CMSaussehen könnten.
Einfachheit
Der Grad der Einfachheit in der Benutzung eines CMS ist unmittelbarabhängig von den Rechten eines Nutzers innerhalb des CMS. Wenn mandavon ausgeht, dass der Großteil der Arbeit im CMS auf die Erstellungvon Inhalten fällt und weniger auf das Gestalten von Vorlagen oder dasEinrichten von Datenbanken, sollten Sie diese Aspekte beachten:
Ein Beispiel: Überladene Toolbars. Unwichtigere Funktionen sollten über das Kontextmenu verfügbar sein oder einen "Advanced-Tab". Einige Systeme - häufig Open Source-Lösungen - sind Geeks-für-Geeks-Lösungen (was in Ordnung ist, wenn Ihre Autoren Geeks sind).
Vertrautheit
Ein CMS wird Nutzern vertrauter sein, wenn es sich wie andere ihnenbekannte Applikationen verhält (Desktop inklusive). Vertrautheitreduziert Schulungskosten und erhöht die Produktivität.
© 2012 FEiG & PARTNER