Die von aexea und Contentmanager.de durchgeführte Content Studie widmet sich in periodischen Erhebungen halbjährlich dem Herzstück von Websites und Portalen: dem Inhalt. Hierzu werden Daten von Online- Redakteuren und Web-Verantwortlichen per Online-Fragebogen erhoben.
Mit der vorliegenden Content Studie 2007/2 können die Ergebnisse der bereits vierten Online-Befragung präsentiert werden, was einen Vergleich mit den Ergebnissen der vorhergehenden Studien ermöglicht. Neben der Abfrage spezieller Themenbereiche, die von Studie zu Studie variieren, ist ein weiteres, langfristiges Ziel der Content Studie eine Trendanalyse: In der Content Studie 2007/2 können nun die Entwicklungen der auf Websites eingesetzten Formate aufgezeigt werden.
Wie in den beiden vorhergehenden Studien wurde auch in der aktuellen Content Studie die Arbeitsweise von Online-Redaktionen genauer unter die Lupe genommen.
Neben grundsätzlichen Fragen nach der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl einer Online-Redaktion oder dem eingesetzten Content-Management-System (CMS) waren dieses Mal Aspekte der Erfolgsmessung von besonderem Interesse: Wie wichtig ist den Befragten das Erheben von Daten über die Performance der Website? Und wie werden die gewonnenen Daten umgesetzt? Werden sie nur in Sonderfällen, zum Beispiel bei sinkenden Clickraten von der Redaktion analysiert, sind die Ergebnisse der Erfolgsmessung in den Workflow eingebunden oder werden sie der Redaktion eventuell gar nicht mitgeteilt?
Im Verhältnis zu den Vorgängerstudien hat die zentrale Organisation von Onlineredaktionen zugenommen. Dieses Phänomen wird anhand verschiedener anderer Variablen auf Zusammenhänge hin untersucht. Gerade die Art der betreuten Website und die Unternehmensgröße versprechen, hier Aufschluss zu geben.
Weiterhin widmet sich die Content Studie 2007/2 der Frage nach dem technischen Standard der Sites. Kommen Audio- und Videoinhalte zum Einsatz? Wer erstellt sie? Ist etwa sogar eine Tendenz in Richtung Web 2.0 mit usergenerierten Medieninhalten feststellbar? Zu diesem Komplex gehört auch der Einsatz interaktiver Formate. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auch auf dem Umgang mit dadurch entstehenden Userkommentaren.
Insgesamt 270 Web-Verantwortliche nahmen im Herbst 2007 an der Befragung zur Content Studie 2007/2 teil. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:
Multimedialität: ja, Web 2.0: nein. Erstaunlich viele der befragten Unternehmen (54,2 %) gaben an, audiovisuelle Inhalte auf ihrer Website einzusetzen. Jedoch stammen die Inhalte selten von den Usern selbst (0,7 %). Der Trend zur Multimedialität ist also klar zu beobachten, das Web-2.0-Phänomen des usergenerated content hat sich in den Online-Redaktionen noch nicht durchgesetzt.
Das Intranet als Spielwiese des technischen Fortschritts. Auf Intranet-Websites sind mehr audiovisuelle Inhalte zu finden (60,6 %) als auf Internet-Websites (50,4 %).
Doch nicht nur bei der Multimedialität, auch beim Einsatz interaktiver Formate (z.B. Foren, Umfragen oder Applikationen) haben die Intranets deutlich die Nase vorn.
Kritische Internet-Redakteure. Beim Umgang mit User-Kommentaren haben sich bisher noch keine Standards durchgesetzt. Fest steht jedoch, dass Internet-Redakteure wesentlich kritischer mit den Kommentaren umgehen als ihre Kollegen aus der Intranet-Redaktion.
Ergebnisse der Erfolgsmessung zu selten umgesetzt. Die Erfolgsmessung der Website wird durchgängig als sehr wichtig erachtet. Jedoch werden in weniger als einem Drittel der befragten Redaktionen regelmäßig Ergebnisse aus der Erfolgsmessung interpretiert und in der redaktionellen Arbeit umgesetzt.
Redaktion und IT kooperieren zunehmend. 56,2 % der befragten Redakteure gaben eine sehr enge oder enge Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung an. Diese Entwicklung ist sehr positiv zu bewerten, denn eine funktionierende Konstellation dieser beiden Abteilungen stellt die Kompetenzen zur Verfügung, die für einen technisch anspruchsvollen, interaktiven und multimedial bestückten Webauftritt benötigt werden.
Zentrale Organisation dominiert. Die Mehrheit der Online-Redaktionen (58,9 %) ist zentral organisiert. Diese Entwicklung hin zur zentralen Redaktion ist sehr zu begrüßen, denn der Koordinationsaufwand in einer personell und räumlich zentral organisierten Redaktion mit klar definierten Verantwortlichkeiten ist deutlich geringer als in einer dezentral organisierten Redaktion. Die Ergebnisse deuten insofern auf eine Professionalisierung der redaktionellen Arbeit hin.
Website als strategisches Kommunikationsinstrument. Die meisten Websites (33 %) werden von der Kommunikationsabteilung betreut. Die Anzahl derjenigen, die die Online-Redaktion in den Verantwortungsbereich der IT-Abteilung einordnen, geht immer weiter zurück. Die Website wird in Unternehmen also nicht mehr als bloße technologische Plattform gesehen, sondern als ein Instrument, das die Kommunikation nach außen und innen positiv unterstützt.
Sie können den kompletten Auswertungsband der Content Studie als PDF-Datei per E-Mail an zum Preis von 39,95 EUR (inkl. Mwst.) bestellen.
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