Content-Syndication durch RSS-Feeds


24.06.2003

Content-Syndication erlaubt den Austausch von Inhalten zwischen verschiedenen Websites bzw. die Übernahme von fremden Content-Bausteinen auf einer anderen Website. Einige Content-Management-Systeme bieten die Möglichkeit, automatisch auch bestimmte Formen von RSS-Feeds (auch "Channels" genannt) zu generieren. Dadurch wird eine einfache Content-Syndication nicht nur im Internet sondern auch in Intranets ermöglicht.

Was bedeutet RSS?

Allgemein gesprochen ist RSS ein einfach zu implementierendes, XML-basiertes Format zur Synchronisierung von Inhalten. Die Inhalte stammen in der Regel von Nachrichten-Websites (wie zum Beispiel Wired.com, New York Times oder Spiegel.de), Community-Websites oder Blogs. Insbesondere in der Blogging-Community sind RSS-Feeds weit verbreitet, da dadurch mehrere Blogs mit einem einzigen Tool, dem News-Aggregator oder News-Reader, beobachtet werden können. Inzwischen bieten einige tausend Websites RSS-Feeds an.

Je nach RSS-Version bedeutet das Akronym "Rich Site Summary" (Version 0.9x und 2.0) oder "RDF Site Summary" (Version 2.0). Auch "Really Simple Syndication" ist als Definition verbreitet. Die verschiedenen Versionen von RSS stammen aus der Entstehungsgeschichte des Formats:

  • RSS 0.90 wurde ursprünglich 1999 von Netscape entwickelt, um Portale aufzubauen, auf denen Nachrichten synchronisiert werden können.
  • RSS 0.9x wurde von UserLand Software entwickelt, als Netscape die Weiterentwicklung von RSS aufgegeben hatte. UserLand plante bereits zu Beginn, den Standard als Basis für Weblogging-Software einzusetzen.
  • RSS 1.0 wurde schließlich unabhängig von Netscape oder UserLand von der nicht-kommerziellen RSS-DEV Working Group ausgearbeitet, basiert auf den Richtlinien von RSS 0.9 und dem RDF-Format.
  • RSS 2.0 wurde von UserLand Software als Weiterentwicklung von RSS 0.9x veröffentlicht, nachdem das Unternehmen RSS 1.0 nicht als Standard akzeptierte.

Heute werden vor allem die Versionen RSS 0.91, 1.0 und 2.0 verwendet und von einigen CMS erstellt. Immerhin können die meisten News-Aggregators alle Versionen lesen.

Wie können RSS-Feeds gelesen werden?

RSS-Feeds werden in sogenannten News-Aggregators synchronisiert und gelesen. Immer mehr dieser Aggregators verwenden dabei ein ähnliches Layout und arbeiten clientbasiert auf dem Rechner des Nutzers. Dieser kann individuelle Listen derjenigen Feeds zusammenstellen, über die er auf dem Laufenden gehalten werden will (siehe Abbildung). Dabei überprüft der News Aggregator in frei einstellbaren zeitlich Abständen alle eingetragenen Feed-Links auf neue Nachrichten. Sofern er neue Einträge findet, werden diese in die Feed-Liste eingetragen.

Beispiel für den Aufbau eines RSS-Aggregators (Feedreader.com)

Die Überschriften der einzelnen Feeds werden in einem zweiten Fenster angezeigt und nach gelesenen und ungelesenen Feeds markiert. Wird eine Überschrift ausgewählt, erscheint in einem weiteren Fenster der Feed-Inhalt. Dieser besteht in der Regel aus einem Teaser-Text, der durch einen Link auf die vollständige Nachricht auf der ursprünglichen Website verweist. Diese kann dann innerhalb oder außerhalb des Aggregators angezeigt werden.





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Autor

  • Christian Schmidkonz

Christian Schmidkonz ist Business Consultant bei Capgemini.





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