Wie bereits bekannt ist, spielt das Wording auf Web-Seiten eine häufig unterschätzte Rolle. Nicht nur für diejenigen, die später als Besucher auf die Webseite gelangen, sondern auch für Suchmaschinen ist die Gestaltung des Textes zentral. Es ist deshalb enorm wichtig, sich vor der Erstellung einer Webseite über deren Zielsetzung im Klaren zu werden. Außerdem müssen weitere Details beachtet werden, um die geplante Webseite auch wirklich an die potentiell vorhandenen Kunden zu bringen. Was nützt ein neuer Internet-Auftritt der Firma, wenn keiner die vorhandenen Seiten mit den richtigen Keywords findet.
Nach der Identifizierung der richtigen Keywords müssen diese auch an der richtigen Stelle in der Webseite platziert werden. Außerdem sollte natürlich die Bedienbarkeit der Seite nicht außer Acht gelassen werden. Denn nur das Zusammenspiel all dieser Faktoren bietet die Möglichkeit eines erfolgreichen Web-Auftritts.
Will man zum Beispiel mit der zu erstellenden Webseite ein Produkt präsentieren und darüber informieren, dann sollte man sich strikt an ein bis drei Keywords halten. Mann muss also zunächst definieren, welchen Zweck eine Seite verfolgt und dann herausfinden, wie die Kunden suchen.
Dies ist eines der zentralen Probleme der meisten Website-Betreiber. Viele können sich aufgrund von Betriebsblindheit oft nicht mehr vorstellen wie genau die Kunden oder User suchen. Und hier darf man dann auch nicht den Fehler begehen und denken man wüsste genau wie die Kunden suchen und hätte es nicht nötig lange zu recherchieren. Es sollte sich jedoch bewähren, wenn man einfach einige Kunden befragt, wie sie nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen suchen würden.
Dabei sollte man es allerdings wiederum vermeiden Vorschläge zu machen, denn damit nimmt man den Befragten die Möglichkeit spontan zu antworten. Fragen Sie also: "Wie würden Sie nach unserem Produkt Markise suchen?" und nicht "Sie würden doch sicher auch nach günstigen Marken-Makisen suchen?" Also nicht die Antwort bereits vorweg nehmen.
Wenn man nun das Markisen-Beispiel von eben betrachtet, so müsste man sich zunächst einmal Gedanken machen, wie die Nutzer das Produkt "Markise" schreiben, evtl. lohnt es sich auch zu überprüfen, wie viele Personen "Makise" anstatt "Markise" schreiben. Lohnt es sich eventuell diesen Rechtschreibfehler sogar in die eigenen Seiten zu integrieren oder eine eigene Seite dafür anzulegen um Kunden abzufangen, welche dieses Produkt vielleicht auch nur aus Versehen falsch schreiben?
Außerdem wird man bei der Befragung der Kunden womöglich auch feststellen, dass sich bei der Beschreibung des Produktes Unterschiede hinsichtlich der Wortwahl ergeben. Wenn man zum Beispiel Motorradstiefel verkauft, wird man erstaunt sein, wenn man von einem potentiellen Kunden erfährt, dass er nach Motorrad-Schuhen oder Motorrad-Boots suchen würde. Man muss daraufhin nun natürlich nicht dem Namen des Produktes ändern. Aber bei der Textgestaltung der Webseite sollte man das Produkt zumindest mit weiteren verwandten Begriffen beschreiben.
Zum einen bewerten es die meisten Suchmaschinen positiv, wenn die verwendeten Wörter auf einer Seite semantisch in Zusammenhang stehen und zum anderen hat man nun als Webseiten-Betreiber nun auch die Chance Kunden zu erreichen, die nicht exakt nach "Motorradstiefeln", sondern vielleicht auch nach "Motorrad-Boots" suchen. Wenn man außerdem Keywords findet, die man sowohl zusammen als auch getrennt schreiben kann, sollte man bei der Textgestaltung ebenfalls darauf Rücksicht nehmen.
Oftmals wird von den Herstellern und Programmierern von Content-Management-Systemen die Suchmaschinentauglichkeit von Webseiten außer Acht gelassen. Das passiert meist nicht durch Böswilligkeit sondern durch Unwissenheit. Man sollte deshalb darauf achten, dass bei der Umsetzung eines CMS die richtigen Tags (zum Beispiel Title, Description, etc.) variabel bedienbar sind pro Seite.
Auf keinen Fall darf man dem Wahn verfallen, die Webseiten müssten unbedingt etwas ganz besonderes sein und denken, wenn man jetzt schon einen Web-Auftritt plant oder einen Relaunch, dann soll das aber was ganz Tolles sein. Schon Falsch. Genau das soll es nämlich nicht sein.
Man sollte sich an dem Prinzip der Einfachheit orientieren, so wie Google es vormacht. Betrachtet man zum Beispiel die Startseiten von Google, MSN und Yahoo, stellt man schnell die wesentlichen Unterschiede fest. Und jetzt wissen Sie vielleicht auch, warum Google erfolgreicher ist. Würden Sie sich denn für das Layout dieser Seite entscheiden? Oder seien Sie ehrlich, Sie hätten doch lieber das schicke Design der Yahoo-Seite mit "Blinke-Bannern" und möglichst viel Info überall. Mit diesem Hintergedanken sollten Sie sich nun Ihre eigene (geplante) Startseite betrachten.
Man sollte an dieser Stelle also enorm vorsichtig sein und nicht versuchen durch Extravaganz im falschen Sinne aufzufallen. Besser man fällt mit einfacher Bedienbarkeit und einer übersichtlichen Navigationsstruktur auf und macht es den (potentiellen) Kunden nicht so schwer sich auf den eigenen Seiten zurechtzufinden.
Natürlich darf die Web-Seite ein ansprechendes Design und kein 0815-Layout haben, aber eben auch nicht zu viel. Genau diese Gratwanderung ist es, die vielen Site-Betreibern Probleme bereitet.
Zur Einfachheit gehört auch eine Portion Durchhaltevermögen. Man sollte alle Seiten eine Webauftritts möglichst gleich aufbauen. Denken Sie nicht, dass eine einheitliche Struktur womöglich langweilig erscheint. Denn sie wird genau das Gegenteil bewirken: der Nutzer wird sich auf Ihren Seiten wohl fühlen, weil er "genau weiß wo was ist". Das gilt für Shop-Seiten genauso wie für Content-Seiten.
Auch beim Einsatz eines Content-Management-Systems sollte deshalb darauf geachtet werden, dass optimale Bedienbarkeit und Suchmaschinenoptimerung der CMS-Seiten nicht vernachlässigt werden. Man sollte deshalb bei der Planung eines Web-Auftritts mit Content-Management-System sowohl einen Experten der Programmierung als auch der Suchmaschinenoptimierung zu Rate ziehen.
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