Bei den ersten drei Jahreswettbewerben für Intranet-Design (2001-2003) waren die Sieger-Intranets im Schnitt 4,3 Jahre alt. Bei den drei letzten Jahreswettbewerben (2005-2007) waren sie im Schnitt 7,5 Jahre alt.
Im Rückblick scheint es, dass die meisten Intranets in den 1990er Jahren gegründet wurden und dann zunächst planlos gewachsen sind. Die laufende Dekade dagegen ist eine Zeit der Konsolidierung, in der man Wert darauf legt, dass die Intranets (endlich) wie ein gutes Geschäftswerkzeug funktionieren.
Die Intranets werden definitiv grösser. Bei den ersten drei Jahreswettbewerben (2001-2003) enthielt das Durchschnitts-Intranet 200.000 Seiten, in den letzten drei Wettbewerben (2005-2007) enthielt das Durchschnitts-Intranet 6 Mio. Seiten.
Auch die Intranet-Budgets werden grösser, allerdings hatten wir diesmal auch einen Gewinner mit einem Jahresbudget von 8000 Dollar - es ist also nach wie vor möglich, ein großartiges Intranet aus Schnürsenkeln zusammenzunähen. Im Grossen und Ganzen aber hatten die Sieger-Intranets substanzielle Unterstützung durch das Management und angemessen große Budgets.
Im Durchschnitt der Gewinner kam ein Intranet-Teammitglied auf 1000 Mitarbeiter. Dieses Verhältnis bedeutet, dass sich die Bemühungen der Intranet-Teams um den Faktor 1000 vergrößern. Dieser Verstärkungsfaktor ist der Grund, warum Intranet-Design so einen enormen Return on Investment (ROI) hat, wenn es gut gemacht ist.
Grosse Intranets führen zu grossen Zahlen. Die Intranet-Startseite von Microsoft zum Beispiel wird 5 Millionen Mal im Monat abgerufen. Bei so einem starken Gebrauch ist es viel kritischer geworden, das richtige Design zu haben, als früher, als Intranets Spielzeuge für ein paar Pioniere waren.
Intranets sind zu kritischen Ressourcen geworden, auf die sich die Unternehmen bei ihrer Alltagsarbeit verlassen.
Wer ist für die Intranets zuständig?
Intranets sind in der Regel in einer von drei Abteilungen der Organisation angesiedelt. Von den Gewinnern der Jahre 2005-2007 gehörten
Die übrigen 19% der Sieger-Intranets gehörten zu einer Reihe sonstiger Abteilungen, zum Beispiel Web Marketing oder Public Affairs.
Wenn man eine einzige organisatorische Anbindung für alle Intranets der Welt finden müsste, wäre Corporate Communications, wie die Statistik andeutet, wohl der beste Platz. In Wirklichkeit geben wir aber keine solche Empfehlung, weil die meisten grossartigen Intranets woanders angesiedelt sind. Das einzige, was wir empfehlen können, ist, dass Sie die Geschichte und Kultur Ihrer eigenen Firma beachten und Corporate Communications, IT und HR als Kandidaten in die engere Wahl nehmen. [...]
Der ROI
Die entscheidende Frage an die Usability lautet: "Wo bleibt das Geld?" Wo liegt der geschäftliche Nutzen einer Verbesserung des Benutzererlebnisses? Leider haben die meisten Intranet-Teams nach wie vor wenig Daten über den Geldwert ihrer Arbeit. Die Ausnahmen von dieser Regel sind jedoch eindrucksvoll:
Fast alle Intranets verzeichnen einen steigenden Gebrauch, wenn sie ihre Usability verbessern. Wenn etwas schlecht ist, neigen die Leute dazu, einen Bogen darum zu machen; wenn es gut ist, benutzen sie es häufiger. Eine Verbesserung der Usability verdoppelt oft den Gebrauch übers komplette Intranet gerechnet, aber die Verbesserung einzelner Funktionen kann noch viel größere Gewinne produzieren. Zum Beispiel hatte die Infosys nach dem Redesign 1100% mehr Abonnenten in ihrem unternehmensweiten Nachrichtenbereich – also elf Mal so viele Abonnements – und 588% mehr Beiträge in ihrem Team-Spirit-Bereich.
Die vollständige Übersetzung lesen Sie unter usability.ch
Copyright deutsche Übersetzung: Inst. für Software-Ergonomie und Usability , Zürich.
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