Inhalte selbständig zu pflegen ist der Ausgangspunkt jedes Content Management Systems. Wie einfach es sein kann, Inhalte zu erstellen und einer breiten Masse an Lesern zugänglich zu machen, hat die Blog-Welle gezeigt, die seit Anfang 2003 um den Globus schwappt. Im Windschatten dieser Bewegung entstand CMS made simple , das im Juni 2004 in der Version 0.1 öffentlich zugänglich gemacht wurde und sich seither in vielen kleinen Schritten zur Version 1.04 weiterentwickelt hat.
Bei CMS made simple handelt es sich um ein Open Source-CMS, das unter der GPL veröffentlicht wurde und auf allen gängigen Betriebssystemen mit PHP und Datenbankunterstützung (MySQL oder PostgreSQL) lauffähig ist.
Leicht ist CMS made simple von Anfang an: Die Installation wird Schritt für Schritt von einem interaktiven Assistenten begleitet, so dass eine Komplettinstallation mit Demo-Inhalten auch für CMS-Neulinge schon nach wenigen Minuten lauffähig ist.
Administration – Hauptmenü
Dabei sollte man aber nicht übersehen, dass Schlichtheit auch immer gewisse Grenzen mit sich bringt. Bei CMS made simple bedeutet das derzeit noch den Verzicht auf Mehrsprachigkeit, die sich nur durch die Hintertür realisieren lässt und die im Zusammenspiel mit gewissen Modulen zu Problemen führen kann.
Gänzlich unmöglich ist gegenwärtig die Verwaltung mehrer Websites mit nur einer Installation (Multi-Site-Management), wohingegen die Erstellung mehrsprachiger Websites mit der kommenden Version 2.0 bereits mit der Standard-Installation möglich sein soll.
Das Back-End als Schaltzentrale für die Verwaltung
Layout, Programmierung und lauffähige Einrichtung einer Website samt CMS sind in der Regel die Aufgaben von Webdesignern. Dem Kunden obliegt dann die Pflege der Inhalte und die Erweiterung der Navigation. Genau an diesen Umständen orientiert sich CMS made simple und bietet drei vordefinierte Benutzergruppen, denen man eine Vielzahl von Rechten zuordnen kann.
Auf diese Weise bleiben Funktionen zur Template-Erstellung, Benutzerverwaltung und Modul-Verwaltung vor den Augen eines Nur-Redakteurs verborgen und tragen so zur Fokussierung auf das Wesentliche bei: Der Inhaltserstellung und -pflege.
Administration – Hauptmenü für Redakteure
Aufbauend auf der Template Engine Smarty bietet dieses CMS maximale Leistung und Flexibilität, die in der Praxis dafür sorgen, dass Webdesigner die volle Kontrolle über den ausgegebenen Code behalten, ohne in den kreativen Möglichkeiten eingeschränkt zu werden.
Was sehr theoretisch klingt ist Webdesigner-Alltag: Die Ausgabe von Veranstaltungen als Tabelle, unsortierte Liste oder einfach mit Überschrift und kurzem Anleser – alle Varianten sind möglich und zwar ohne Programmierleistung. Wer will, kann sogar alle Varianten realisieren und ist nicht auf eine einzelne Ausgabe-Variante angewiesen.
Smarty: Funktionsanbindung einfach & clever
HTML und CSS bilden das Basisgerüst moderner Websites, hinzu kommen Zutaten, wie XML/RSS oder auch JavaScript. Ganz oben auf der Wunschliste vieler Webentwickler stehen zudem suchmaschinenfreundliche URLs und einfache Handhabung von Funktionen, ohne Tweaks, Hacks und Frickeleien am PHP-Code.
Dank Smarty kommt CMS made simple ohne Eingriffe am offenen Herzen des Content Management Systems aus und bietet dabei sehr viel mehr Flexibilität als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Die mächtige Syntax und die ausgezeichnete Performance von Smarty machen einen Großteil der Flexibilität aus und sorgen für Kreativität und maximale Kontrolle über den generierten Code.
In der Praxis gibt es einige Herausforderungen für Webdesigner, wie beispielsweise gestreifte Tabellen. Jede zweite Zeile soll eine andere Gestaltung erhalten und die letzte Zeile soll ebenfalls anders aussehen. Dank Smarty kein Problem, denn man kann mit {foreach}{/foreach} oder {cycle} durch ganze Arrays arbeiten und entsprechende Formatierungen vornehmen – ganz ohne Programmieraufwand, wie man an folgendem Beispiel aus dem News-Bereich erkennen kann:
{foreach from=$items item=entry name=newsList}
{if $smarty.foreach.newsList.iteration % 2 == 1}
<tr class="row_type_1">
{else}
<tr class="row_type_2">
{/if}
<td{if $smarty.foreach.newsList.iteration.last}
class="lastRow"{/if}>{$entry->title|escape:"html"}</td>
</tr>
{/foreach}
Das Beispiel zeigt neben den bereits angesprochenen Vereinfachungen für gestalterische Eingriffe noch einen anderen sinnvollen Aspekt von Smarty: Modifikatoren. Jede Ausgabe kann noch einmal mit einem sogenannten Modifier verändert werden – wie im obigen Beispiel das Maskieren von Sonderzeichen bei der Ausgabe mit |escape:"html", um validen Quellcode zu erhalten.
Man kann auch verschiedene Modifikatoren kombinieren, um beispielsweise die Ausgabe auf eine bestimmte Zeichenlänge, sagen wir 60 Zeichen, zu kürzen und gleichzeitig die Sonderzeichen zu maskieren, was am Ende so aussieht: |truncate:60:"…":true|escape:"html".
Derartige Smarty-Schnippsel kann man beispielsweise für die Ausgabe von kategorisierten News-Meldungen sehr vorteilhaft einsetzen, um Anleser zu erzeugen, Link-Listen darzustellen oder eine tabellarische Übersicht zu generieren. Oder alles zusammen, je nach Geschmack. Letzteres wird durch einen weiteren Flexibilitäts-Vorteil des Systems möglich: Beliebig viele Templates und Sub-Templates.
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