Einkaufsführer Web Analytics – Hilfe auf dem Weg zum neuen Analytics-System


23.06.2009

Ideal Observer gibt in einer kostenlosen Online-Datenbank einen guten Überblick zu knapp 80 Web-Analytics-Systemen und deren Merkmalen. Für den professionellen Anwender bietet die kostenpflichtige Variante eine Reihe zusätzlicher Informationen. Leser von Contentmanager erhalten jetzt 30% Preisvorteil. Weitere Informationen finden Sie am Ende des Artikels.

Bei der Auswahl eines neuen Web-Analytics-Systems stehen Unternehmen einem Markt gegenüber, der für sie meist intransparent, verwirrend und undurchschaubar ist. Insgesamt können für deutsche Unternehmen gut 20 Systeme ausgemacht werden, die die Ansprüche eines professionellen Systems hinischtlich Funktionsumfang, Support und Verfügbarkeit erfüllen. Dabei ist es gewöhnlich wenig erfolgsversprechend, den bekanntesten, den teuersten oder günstigsten oder einen zufällig bereits bekannten Anbieter auszuwählen. Auch wenn viele Systeme auf den ersten Blick ähnlich erscheinen, so zeigt sich im späteren, täglichen Umgang doch deutlich, was fehlt und was wichtig ist. Und da Web-Analytics-Systeme nicht aus sich selbst heraus einen Nutzen generieren, sondern die engagierte Nutzung der Mitarbeiter erfordern, führen fehlende Auswertungsmöglichkeiten oder Anpassungsoptionen zu inkonsequenter Nutzung, negativer Bewertung des Systems und schließlich zu einer Infragestellung des ganzen Projektes.

Wege zum passenden Analytics-System

Auf der Suche nach dem richtigen System gibt es einige Punkte, deren Beachtung auf dem Weg zu einem passenden und effektiven System hilfreich sein können:

  1. Web Analytics beginnt nicht mit der Auswertung des Traffics auf der Website, sondern mit der Überlegung, was mit dem Online-Angebot erreicht werden soll. Diese Ziele sollten möglichst konkret und mit einer klaren Priorisierung festgelegt werden. Für diese strategische Konzeption ist die Mitarbeit der Geschäftsführung oder des Managements sehr hilfreich.
  2. Die auf einer strategischen Ebene festgelegten Ziele müssen in eine messbare Form gebracht werden um Zieldefinitionen und Vergleiche hinsichtlich der Effektivität von Optimierungen oder Online-Kampagen zu ermöglichen.
  3. Ebenfalls noch vor der konkreten Bewertung verschiedener Systeme sollten die (zukünftig) damit beschäftigten Mitarbeiter überlegen, welche Fragen das Analytics-System in welcher Form beantworten soll, wer diese Antworten bekommen soll und welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen. Am Ende gilt: Was ich nicht verändern kann, muss ich nicht messen.
  4. Diese Use Cases dienen als Anforderungsprofil für Analytics-Systeme. Bevor jetzt Gespräche mit den Anbietern geführt werden, können Übersichten wie der "Einkaufsführer Web Analytics" dabei helfen, eine Vorauswahl zu treffen und den Kreis möglicher Anbieter einzugrenzen (Shortlist). Die Anbieter auf dieser Shortlist (nicht mehr als drei bis fünf) können jetzt dazu eingeladen werden, ihre Systeme und ihren Ansatz zur Beantwortung der Fragen vorzustellen. Im besten Fall können die Systeme live auf dem eigenen Online-Angebot hinsichtlich der Aufgabenerfüllung getestet werden.

Der Einkaufsführer Web Analytics

Seit seiner ersten Ausgabe 2005 hat der Einkaufsführer Web Analytics sehr vielen Unternehmen dabei geholfen, einen Überblick über die Systeme am Markt, deren Möglichkeiten, Grenzen und auch Kosten zu bekommen.

In seiner kostenlosen Version bietet die Online-Datenbank einen Überblick zu derzeit knapp 80 Systemen, deren Merkmale direkt abgerufen und verglichen werden können.

Für den professionellen Anwender bietet die kostenpflichtige Variante eine Reihe zusätzlicher Informationen:

In der Online-Datenbank sind dann sämtliche Informationen aller Systeme freigeschaltet, auf einer Shortlist können einzelne Systeme zur späteren Betrachtung abgelegt werden und alle Filter können zur Auswahl genutzt werden.

Vor allem bekommen die Nutzer der Premium-Version aber einen mehr als 300seitigen Report, in dem die wichtigsten Web-Analytics-Systeme (derzeit 23) eingehend mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt werden.

Die Premium-Version des Einkaufsführers ist damit die optimale Grundlage für einen effektiven und erfolgreichen Auswahlprozess. Er erspart den beteiligten Mitarbeitern viel Zeit und Mühe bei der Vorauswahl potentiell passender Web-Analytics-Systeme.

Insgesamt werden die Lösungen im Einkaufsführer mit einem "Vollständigkeit-Rating" bewertet. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse aus dem Winter 2008/09:

Mit dem Rating wird nicht das beste, schon gar nicht das ideal passende System für ein Unternehmen ausgewiesen, sondern eine Vollständigkeit in der Abdeckung aller heute gewöhnlich von einem Analytics-System erwartbaren Funktionen und Eigenschaften errechnet.

Omniture ist mit seinem Site Catalyst weltweit absolut der Marktführer für Web-Analytics-Systeme. Der Site Catalyst ist ein umfassendes, hochvariables System zur Erfassung, zum Reporting und zur Analyse von Website-Traffic. Ergänzend können noch Systeme z.B. zur Zielgruppensegmentierung (Discover), Site-Optimierung (Test & Target) oder zum Management von PPC-Kampagnen genutzt werden. Das System ist allerdings nicht günstig und der Support könnte manchmal besser sein.

Dass sich Webtrekk, ein Berliner Unternehmen, auf dem zweiten Platz des Ratings wiederfand, war eine gewisse Überraschung. Allerdings hat sich Webtrekk in den letzten Jahren mit großer Geschwindigkeit von einer mittleren zu einer Poremium-Lösung entwickelt. Auch ambitionierte Anwender werden hier kaum etwas vermissen.

WebtTrends ist das klassische Flaggschiff zur Traffic-Analyse. Bereits seit 1993 gibt es das System und es gehört auch heute noch zum Besten was auf dem Markt erhältlich ist. Ein großer Vorteil des Systems liegt in der Option, die Lösung sowohl intern (in-House) also auch onDemand zu nutzen.

Der Einkaufsführer betrachtet die Lösungen im Rahmen von sechs Kategorien:


1. Unternehmen

Für die Bewertung eines Systems ist nicht nur das Tool selbst wichtig, sondern auch welches Unternehmen dahinter steht: Wo hat es seinen Sitz? Wie lange ist es schon am Markt? Wieviele Mitarbeiter hat es? Wie sieht es mit Support und Beratung aus? Wer nutzt bereits das System?


2. Datenerfassung

Für eine erfolgreiche Nutzung der Analysen ist eine zuverlässige Erfassung des Traffics auf der Website unabdingbar. Dabei geht es zunächst um die Messung von Zugriffen, Besuchen und Besuchern, dann aber auch um speziellere Anforderungen wie z.B. die Erfassung von Dateiabrufen (Downloads), Multimediastreams, Online-Kampagnen, Newslettern oder Nachrichten-Feeds (RSS).


3. Nutzung

Der Nutzen von Analytics-Systemen entfaltet sich mit seinem Gebrauch. Dafür werden in diesem Bereich Eigenschaften wie Visualisierungsmöglichkeiten (Pfadanalysen, Browser Overlays, Vergliechsmöglichkeiten), Kennzahlen oder Dashboards betrachtet.


4. Segmentierung

Die Erstellung von Segmenten zur Analyse bestimmter Besucher- oder Zielgruppen ist wichtig für eine sorgfältige Untersuchung des Geschehens auf der Site und die Abschätzung von Optimierungspotentialen. Die Möglichkeiten zur Segmentierung sind in den Systemen sehr verschieden angelegt und ausgeprägt. Die Optionen für die Systemnutzer werden eingehend beschrieben.


5. Flexibilität

Unternehmen brauchen keine Analysen und Reports von der Stange, sondern müssen in der Lage sein, Dashboards, Email-Reports, Segmentierungen und auch Möglichkeiten zum Im- und Export der Daten für sich zu definieren. Ob und in welcher Weise dies möglich ist, wird hier dargestellt.


6. Datensicherheit

Traffic-Daten sind oft sensibel. Das gilt für die Daten der Website-Besucher (IP-Adressen, Login-Daten, Eigenschaften), wie auch des Traffic-Daten des Unternehmens selbst. Unter 'Datensicherheit' werden sowohl Aspekte der Datensicherheit im engeren Sinn (Backups, Firewalls, Ausfallsicherheit) wie auch des Datenschutzes beschrieben.

Für die genannten Kategorien werden die Systeme mit knapp 300 Merkmalen erfasst. Jedes System wird dafür angeschaut und getestet. Damit basiert der Einkaufsführer Web Analytics im Unterschied zu vielen Produktübersichten nicht auf einer Liste mit Funktionen, die die Anbieter dann mehr oder weniger sorgfältig beantworten. Da die Anbieter der Systeme keine Gebühren für die Listung im Einkaufsführer entrichten, erfolgt die Bewertung vollständig unabhängig.

Leser von Contentmanager können den Einkaufsführer bis zum 31. Juli mit einem 30%igen Preisnachlass (410 statt 590 Euro) mit dem Discount-Code fe37dgef buchen und erhalten dann für 12 Monate vollen Zugang zur Datenbank und das 300seitige Premium-Dokument.


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Autor

  • Frank Reese

    Ideal Observer

Frank Reese ist als Autor zahlreicher Fachartikel, Referent auf Konferenzen und Seminaren, Herausgeber des Einkaufsführer Web Analytics und Unternehmensberater einer der profiliertesten Experten der Branche in Deutschland.




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