Alternativen zum ersten PDF > JPEG > WEB
Innovative Unternehmen wie jpc Musik à la carte in Osnabrück machen es erfolgreich vor, wie Druck PDF-Dokumente interaktiv im Web genutzt werden können. Die für den Druck als PDF vorliegenden Satzdokumente des monatlich erscheinenden jpc Couriers mit Empfehlungen und Neuheiten aus den Bereichen Pop & Rock, Jazz, Classic und Film werden zusammen mit einer Artikelsteuerdatei an einen Dienstleister versendet. Dieser konvertiert die PDFs in webtaugliche JPG-Hintergrundbilder und reichert automatisiert Produktbereiche mit Kontextinformationen und der Interaktion zu einer Bestellung an.
Eine durch JPEG-Umrechnung an das Print Erzeugnis angelegte Darstellung ermöglicht neben Volltextsuche auch den direkten Sprung zu Rubriken und Seitenzahlen. Fährt man mit der Maus über die verschiedenen Produktbereiche, erscheinen kontextbezogene Informationen.
Das Print-PDF als Online-PDF – mit interaktiven Schaltflächen und der Option, per Klick auf eine Artikelnummer im jpc Online Shop zu gelangen.
Egal ob nun der Einstieg über die JPEG oder PDF Variante im jpc Shop erfolgt ist - beide Wege führen hierhin.
Alternativen zum zweiten PDF > JPEG > Flash > WEB
Das Rauschen im Walde - ein Geräusch, das Wind und Blätter erzeugen. Von Haus aus hat ein PDF keine Geräuschkulissen für das Klicken von Schaltflächen oder für das Umblättern. Auch sind Effekte, wie das Umschlagen von Seiten auf reine Desktop-Präsentationen ausgerichtet. Der "Seitenumblättern"- Effekt und das durch das Seitenumschlagen- Geräusch erzeugte Gefühl, einen Papierkatalog vor sich zu haben, ist eine verbreitete Flashanwendung im Internet. Das Prinzip dahinter ist simpel. PDF werden als JPEG gesichert und mit geeigneten Tools wie pageflip animiert.
Einfache OpenSource-Lösung für blätterbare Kataloge
Für eine Handvoll Dollar (25 U$) gibt es von Flipping Book gleich die fertigen Komponenten für Flash. Beide Anwendungen haben im Gegensatz zu den Funktionalitäten von PDF allerdings einen entscheidenden Nachteil. Sind einmal PDFs in das JPEG-Format gewandelt worden, sind alle vorher durchsuchbaren Texte fest als Pixelgrafik in der Flash-Anwendung integriert. PDF-Dokumente im Internet werden von Suchmaschinen indiziert – reinrassige Flashdateien (SWF) nur dann, wenn auch tatsächlich Texte in der Hauptdatei vorhanden sind. Werden dynamisch SWF-Teile nachgeladen, erfolgt keine Aufnahme in den Index. Workaround: SWF-Dateien in klassische HTML Seiten integrieren.
Alternativen zum dritten PDF + XML (Adobe InDesign + XML) > Flash > WEB
100 Seiten Magazine als weboptimiertes PDF-Dokument entsprechen meist einer Datenmenge jenseits der 5 MB – eine Dateigröße, die letztendlich vom Anwender auch geladen wird. Die gleiche Datei als Flash wird je nach Umsetzung (JPEG Vorschau, s.o.) nicht wesentlich kleiner. Lediglich durch geschicktes Zusammenspiel von Datenbanken und Einzelseiten wird die Datenmenge reduziert und ermöglicht einen wesentlich schnelleren Zugriff auf gewünschte Informationen. Online unter einzusehen und zu nutzen.
Die Lösung speedPaper von kuhnert nutzt neben druckfähigen PDF-Dokumenten auch Adobe InDesign-Dokumente für die Wandlung in flashbasierte, interaktive Präsentationsformen. Statt PDF-Dokumente in gepixelter Form als JPEGs anzubieten, werden lediglich Bildkomponenten als Pixelbilder behandelt. Texte hingegen werden – unter Beibehaltung der Originalschriften – weiterhin als Texte behandelt und ermöglichen unter anderem die Durchsuchbarkeit des Dokumentes für den Benutzer.
Volltextsuche mit speedPaper, Treffer werden im Dokument in den Textfundstellen hervorgehoben.
Im Gegensatz zu einfachen Flash-Anwendungen werden tatsächlich immer nur die im Browserfenster sichtbaren Inhalte dynamisch geladen, bzw. im jeweiligen Zoomfaktor, je nach Originalqualität aktiv hochwertig gerendert.
Ähnlich wie es mit dem Acrobat Distiller möglich ist, beim Konvertieren von PS-Dateien automatisch PDF-Hyperlinks aus Web- und E-Mail-Adressen zu generieren, werden in dieser serverbasierten Flashanwendung auch Hyperlinks bei Bedarf automatisch erstellt. In Kombination mit XML können Interaktionsflächen samt Kontextinformationen und Sprungzielen, direkt mit übergeben werden.
Arbeitet man mit InDesign, können hier entsprechende Vorarbeiten für die Nutzung per Flash, ohne den Umweg PDF, direkt erfolgen. Praktisch erweist sich die Möglichkeit, Feintuning wie zum Beispiel das Anreichern von Multimediaelementen oder die Benutzersteuerung seitens der Administration, nachträglich ohne Programmierkenntnisse durchzuführen.
Webbasierte speedPaper-Administration. Die auf Basis von Adobe Flex erstellte Oberfläche ermöglicht nachträgliche Einstellungen und das Anreichern mit weiteren Interaktionen und Informationen.
Ausblick
PDF-Dokumente werden mit der Kombination der Flash-Technologie zu Rich Content Anwendungen im Internet mutieren. Dass sich dabei deren Präsentation und Nutzung nicht mehr rein auf Desktop- oder tragbare Computer beschränken wird, ist die eine Seite. Die andere Seite zeigt aber schon heute, das es im Kern darum geht, Informationen möglichst betrachtergerecht (User centered) und im Detail mit passenden Zusatzinformationen leichter abrufbar zu machen.
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