FragFINN.de – das Google für Kinder


30.11.2011

Suchmaschinen sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Die meisten Suchanfragen im World Wide Web werden bei Google gestellt. Allerdings werden die User immer jünger. Um auf die zunehmende Verjüngung der Internetnutzer zu reagieren, gibt es immer mehr Kindersuchmaschinen, die auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und ausschließlich altersgerechte Websites in ihren Suchergebnissen anzeigen. Blinde Kuh, Milkmoon, Kindex, Helles Köpfchen, FragFINN oder Trampeltier sind einige Beispiele für Kindersuchmaschinen.

Bei einer aktuellen Umfrage des Münchner Instituts iconkids & youth wurde die Suchmaschine FragFINN.de zu einer der beliebtesten gewählt. Unter den 6 bis 12-Jährigen kannte mit 49,6 Prozent fast die Hälfte aller Befragten die Seite. Ganze 80 Prozent beurteilten sie als "gut" bis "sehr gut". Neben den 728 Kindern wurden auch deren Mütter mit in die mündliche Befragung einbezogen. Auch hier schnitt die Website mit einem guten Ergebnis ab. FragFINN.de ist somit eine der bekanntesten Kindersuchmaschinen in Deutschland und muss nur der Seite blinde-kuh.de den Vortritt lassen.

FragFINN ist neben Blindekuh eine der beliebtesten Kindersuchmaschinen

Die Anfänge von FragFINN

FragFINN ist speziell für Kinder bis 12 Jahre ausgelegt und wurde im Zuge der Initiative " Ein Netz für Kinder " Ende 2007 durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Die Initiative ist der Überzeugung, "dass eine Vielzahl qualitätsvoller, altersgerechter und interessanter Angebote für Kinder der beste Jugendmedienschutz ist." Das Ziel ist es, einen altersgerechten Surfraum zu gestalten und somit das Vertrauen von Eltern, Kindern und Schulen in das Internet wieder zu stärken.

"Ein Netz für Kinder" besteht aus zwei Säulen: einen sicheren Surfraum für Kinder zu schaffen und gute Kinderangebote zu fördern. Die Verbände und Unternehmen des FragFINN e.V. tragen die erste Säule. Dazu gehören verschiedene Firmen der Telekommunikations-, Internet- und Medienbranche, wie u.a. Google, Vodafone, Super RTL, Bitkom und eco. Die Förderung von Kinderangeboten übernehmen der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zu diesen geförderten Angeboten zählen neben FragFINN.de noch viele weitere Maßnahmen wie z.B. das Virtuelle Kindermuseum , das Kinderkochland oder eine Online-Beratung für junge Mädchen .

Eine Whitelist garantiert einen sicheren Surfraum für Kinder

Um ein kindgerechtes Surfen zu gewährleisten, betreibt und verwaltet der FragFINN e.V. eine Whitelist . Diese enthält interessante und für Kinder unbedenkliche Websites. Um sicherzustellen, dass alle wichtigen und für Kinder relevanten Themengebiete abgedeckt sind, wurde ein Kategorienschema mit folgenden Themenfeldern zusammenstellt:

  • Sprache & Kommunikation
  • Politik & Gesellschaft
  • Natur & Technik
  • Kultur & Geschichte
  • Freizeit & Unterhaltung
  • Kreativität & Gestaltung
  • Sport & Gesundheit

Dazu gehören bspw. die Nachrichtenseiten Bären-Blatt und Kindernetz oder Lernseiten wie Jolinchen und Hanisauland . Alle Seiten auf der Whitelist werden regelmäßig auf ihren Inhalt kontrolliert. Um den jungen Usern ein noch größeres Spektrum an Informationen bieten zu können, wird die Liste regelmäßig durch geprüfte Websites erweitert. Neben Kinderinternetseiten werden bei den Suchergebnissen auch Erwachsenenseiten mit angezeigt. Eine Aufnahme in die Whitelist erfolgt allerdings nur dann, wenn sämtliche Inhalte altersgerecht sind und diese keine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung auf die Kinder ausüben. Jedoch erhalten Kinderseiten stets den Vorrang und werden bei den Suchergebnissen ganz oben angezeigt.

Über FragFINN können Kinder sicher durch das Internet surfen

Jeder kann eine geeignete Seite auf die Whitelist setzen lassen

Jeder, der eine für Kinder unbedenkliche Internetseite kennt oder selber eine betreibt, kann diese den Verantwortlichen von FragFINN.de zukommen lassen. Einfach unter FragFINN.de eintragen und dem FragFINN-Team zuschicken. Anschließend wird die Seite auf inhaltliche und formale Anforderungen hin überprüft. Dazu zählen u.a. keine Darstellung von entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten, die regelmäßige Pflege der Website durch den Anbieter und die eindeutige Darstellung von Bezahlinhalten, Abonnements oder Downloads. Alle Kriterien sind in einem Katalog ausführlich beschrieben.

Erfüllt eine Website die Anforderungen, kommt sie auf die Whitelist. Mittlerweile umfasst diese über 10.000 Internetadressen. Anfangs nur Websites aus dem deutschsprachigen Raum, können inzwischen auch Seiten aus Europa und der ganzen Welt aufgerufen werden. Schulen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen haben einen kostenlosen Zugriff auf die Whitelist. So kann auch an Computerarbeitsplätzen in Bildungsinstituten kindgerechtes surfen ermöglicht werden.

Neben FragFINN haben auch andere Kindersuchmaschinen wie Blinde Kuh oder helles Köpfchen eine Whitelist, um den Usern ein altersgerechtes Surfen bieten zu können. Diese Whitelist hängt aber immer von der jeweiligen Zielgruppe ab. So zeigt helles Köpfchen weitaus mehr Inhalte an, da die Suchmaschine für 8 bis 16-Jährige ausgelegt ist. Mit einer Zielgruppe von 8 bis 12 Jahre, schränkt FragFINN seine Inhalte dagegen deutlich mehr ein.

Zusätzliche Funktionen für Kinder und Eltern

Neben der Suchfunktion bietet die Website FragFINN.de noch zusätzliche Extras wie den Surftipp des Tages, eine Stöberecke, für Kinder ausgelegte Nachrichten oder Spieletipps. Für kleine Quasselstrippen gibt es auch Direktlinks zu geprüften Chatseiten. Außerdem gibt es eine Liste mit den beliebtesten Internetseiten.

Neben der Suchfunktion machen viele zusätzliche Extras die Seite für Kinder noch attraktiver


Für zusätzlichen Schutz können sich Eltern eine kostenlose Kinderschutzsoftware runterladen. Diese Tools können bestimmte Seiten sperren und sicherstellen, dass sich Kinder nur auf geprüften Seiten bewegen und auch nur mit kindgerechten Inhalten in Kontakt kommen.

Beispiele für Kinderschutzsoftware:

  • Diese Software erlaubt ihren Kindern nur auf den von FragFINN geprüften Seiten zu surfen: www.fragfinn.de
  • Ein umfangreiches Sicherheitstool, welches PC-Zeiten festlegt, Programmaufrufe unterbindet und Websites sperren kann: www.parents-friend.softonic.de
  • Naomi ist ein Filterprogramm, mit dem anstößige und gewalttätige Inhalte aus dem Internet gefiltert werden können: www.winload.de
  • mit der Software TimeRestrict lässt sich nicht nur eine Zeitkontrolle sondern auch eine inhaltliche Überwachung der Nutzung des Computers einstellen: www.kindersicherung-internet.de

Fazit

Mit den Kindersuchmaschinen wurde aktiv auf die zunehmende Verjüngung der Internetuser eingegangen. Kinder und Jugendliche können so auf eine altersgerechte Art und Weise lernen mit dem Internet umzugehen, ohne auf entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte zu stoßen.


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Autor

  • Corinna Flemming

Corinna Flemming studierte Sprachwissenschaft an der Universität Erfurt. Nach Ihrer Tätigkeit als Werkstudent in der Presseabteilung von Unister unterstützt Sie seit 2011 die Redaktion von Contentmanager.de.




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