Das Internet als Medium ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Nach nur wenigen Jahren sind bereits die Hälfte aller Deutschen online und nutzen das Netz zur Kommunikation, Information und Unterhaltung. Früher finanzierten sich Medienunternehmen im Internet vor allem über Online-Werbung. Doch um für Werbetreibende attraktiv zu sein, mussten Contentsites eine möglichst hohe Zahl an Nutzern gewinnen - und zwar mit hochwertigem Content "für lau". Doch die Werbeeinnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück, ein erfolgreiches Geschäftsmodell fehlte. Der Betrieb von Seiten mit hochwertigem Inhalt verursacht so hohe Kosten in den Bereichen Redaktion, Technologie und Marketing, dass viele Angebote im Umfang reduziert werden mussten - zum Nachteil der Nutzer.
Folgerichtig haben sich die Online-Medien umorientiert und eine Mischfinanzierung aus Werbeeinnahmen und (!) Erlösen aus dem Content-Vertrieb an Endkunden angestrebt. Schließlich ist der Preis für die "Bezahlinhalte" nichts anderes als der Kaufpreis einer Zeitschrift am Kiosk. Zunächst skeptisch beäugt, etabliert sich Paid Content, also bezahlter Inhalt, immer stärker und wird von den Nutzern mittlerweile gut angenommen. Immer mehr Menschen sind bereit, für Online-Content-Angebote in die Tasche zu greifen.
Erfolgsfaktoren
Allerdings ist es nicht damit getan, ehemals kostenlos verfügbare Inhalte kostenpflichtig zu machen. Der Erfolg von Paid Content hängt im Wesentlichen von drei gleichwertigen Faktoren ab:
Die vorliegende Studie zeigt, wie diese drei Erfolgskriterien richtig beherrscht werden können. Sie ist eine der umfangreichsten ihrer Art und die erste Studie, die sowohl Content-Anbieter als auch die Zielgruppe der content-affinen und tatsächlichen Nutzer von Paid Content analysiert.
Welche Angebote eigenen sich für Paid Content?
Für die meisten Content-Anbieter ist Paid Content ein wichtiges Thema, da sie ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen, um wirtschaftlich weiter zu bestehen. Deshalb wird Paid Content als Umsatzsäule schon in naher Zukunft eine signifikante Bedeutung erlangen. Doch nicht für alle Content-Formate stellt sich überhaupt die Frage, ob sie als Paid oder Free Content vermarktet werden können. Bücher, Filme oder PC-Spiele haben kaum eine andere Möglichkeit, als ihren Content kostenpflichtig an den Nutzer abzugeben und in weiten Teilen auf eine Werbefinanzierung zu verzichten, denn: Je länger die Nutzungsdauer des Contents, desto schwerer die Werbefinanzierung, da Werbung in der Regel einen Aktualitätsanspruch hat.
Ganz anders Content-Formate wie Zeitschriften oder Websites. Hier bieten sich Alternativen zwischen Paid Content, Free Content, Werbefinanzierung oder Mischformen. Die optionale Finanzierung stellt diese Content-Anbieter vor die Frage: Free oder Paid Content?
Ziel der Studie
Dieser Frage geht die vorliegende Studie unter anderem nach. Sie vermittelt ein detailliertes Verständnis des Marktes, der Nutzer und der Erfolgsfaktoren für Anbieter kostenpflichtiger Inhalte in Deutschland. Die Ergebnisse der Analyse von 15 Content-Anbietern, 38 Websites und mehr als 11.000 Nutzern werden vorgestellt und um Hintergrundinformationen zum Thema Paid Content ergänzt. Im Rahmen der Untersuchung wurden zum einen Erfahrungen und Erwartungen der aktuellen und potentiellen Anbieter von kostenpflichtigen Inhalten in einer schriftlichen Umfrage analysiert. Zum anderen wurden die Nutzer von Free- und Paid Content-Angeboten befragt, um ihre Einstellungen zu kostenpflichtigen Inhalten zu ergründen. Darüber hinaus abstrahiert die Studie Top-Learnings und Handlungsempfehlungen.
(Ermutigende) Ergebnisse
Fazit
Die Ergebnisse sollten alle Marktteilnehmer ermutigen, ihr kostenpflichtiges Angebot zu erweitern. Die Studie bietet einen fundierten Überblick über funktionierende Erlösmodelle und stellt ein pragmatisches Werkzeug für jeden Portalbetreiber dar. Dieses hochqualitative Top-Werk sollte als Pflichtlektüre in jeder Schreibtischschublade eines eCommerce-Profis zu finden sein! Mehr zum Thema im Buch Paid Content – Der Markt für Online Inhalte
Statistiken zu Paid Content finden Sie auf Statista.com.
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