Piwik: Open Source Alternative zu Google Analytics


15.03.2011

Piwik ist eine Open Source Webanalyse-Software, mit der Webseitenbetreiber Nutzungsdaten von ihren Besuchern auswerten können. Dazu gehören u.a. benutze Suchmaschine, verwendete Suchbegriffe, Browser, Verweildauer auf der Webseite, Abbruchquote und die IP-Adresse. Die Datenanalyse einer oder mehrerer Webseiten geschieht in Echtzeit und datenschutzkonform.

Einige Fakten zu Piwik

Seit März 2011 gibt es Piwik in der überarbeiteten Version 1.2. Piwik bietet neben Standardanalyse-Funktionen viele interessante Features. Der Betrieb erfordert PHP ab Version 5.1.3 sowie MySQL Version 4.1 oder höher. Piwik ist einfach zu installieren. Die Installation kann manuell oder automatisch dank eines Plugins erfolgen. Dieses gibt es bereits für zahlreiche Content Management Systeme u.a. TYPO3, TYPOlight, Drupal, Joomla!, MODx und Blog-Systeme wie Wordpress. Die Datenanalyse wird durch ein JavaScript-Tracking-Code realisiert.

Benutzeroberfläche von Piwik

Der große Unterschied zu anderen Analyse-Tools

Die Besonderheit, Piwik arbeitet datenschutzkonform. Die Webanalyse Software wird auf dem Server des Betreibers installiert und alle gesammelten Daten werden damit auch nur hier verarbeitet. Nicht extern oder von Dritten, wie beispielsweise bei Google Analytics ( Google Analytics rechtssicher nutzen ). Damit stellt Piwik eine echte Alternative zu dieser und anderen Webanalyse-Lösungen dar. Es müssen jedoch einige weitere Rahmenbedingungen für eine datenschutzkonforme Anwendung eingehalten werden. Das ULD (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein) verfasste hierzu eine Anleitung. Diese kann unter www.datenschutzzentrum.de/tracking/piwik heruntergeladen werden.

Eine Bedingung ist, das von Piwik angebotene "AnonymizeIP"-Plugin zu installieren. Das Plugin maskiert die letzte Ziffer bzw., wenn gewünscht, die letzten Ziffern der gespeicherten IP-Adresse, ohne Auswirkung auf die Analysegenauigkeit. Außerdem kann bei Piwik eingestellt werden, dass es sog. Referrer-Daten nicht verarbeitet. Referrer-Daten werden von dem Browser des Nutzers übermittelt und können Informationen enthalten, mit denen theoretisch Rückschlüsse auf den Nutzer gezogen werden können - dies ist unzulässig. Das ULD empfiehlt, zu prüfen, ob diese Daten für die Web-Analyse zwingend notwendig sind.

Blick auf die Funktionen im Bereich "Besucher" von Piwik

Auch die Verwendung von Cookies erfolgt datenschutzkonform. Ihre Lebensdauer kann begrenzt werden und viel wichtiger, es wird eine Widerspruchsmöglichkeit beim Erstaufruf der Seite durch einen Nutzer angezeigt. Dieser kann nun entscheiden, ob ein Tracking-Cookie bei ihm gesetzt werden darf und er mit der Analyse seiner Daten einverstanden ist. Das sog. Tracking-Cookie wird bei dem Besucher der beobachteten Website gesetzt, es ist bei Piwik Grundlage für die Datenanalyse.

Fazit

Piwik hat einen benutzerfreundlichen, modularen Aufbau. Jede Programmfunktion ist über ein Plugin eingebunden. Das heißt Piwik kann durch die Installation neuer Plugins um Funktionen erweitert und individuell angepasst werden. Ein weiterer Pluspunkt, Piwik steht mittlerweile in 30 Sprachen zur Verfügung. Wer sich also mit dem Thema Web-Analytics auseinandersetzt und nach einer Analyse-Software sucht, bei der er Herr über seine Daten bleibt, datenschutzkonform arbeitet und ohne lange Einarbeitung schnell wesentliche Datenanalysen durchführen möchte, der kommt an Piwik nicht vorbei.

Eine Demo wird auf der Website angeboten: de.piwik.org . Hier finden Sie u.a. auch eine Liste aller Plugins, eine "Schritt-für-Schritt"- Installationsanleitung und die Dokumentation.

Piwik entwickelt sich weiter



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Als Chefredakteurin von Contentmanager.de war ich für die Rundum-Betreuung des Portals verantwortlich. Seit Anfang 2013 bin ich bei der F&P GmbH für Online-Marketing und SEO zuständig.

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