"Ein Großteil der bestehenden Probleme konnte mithilfe eines effizienten Content Management-Systems gelöst werden", so Stefan Blömer von Wissen Media Group. "Wir haben uns dazu entschlossen, alle Inhalte in das neue CMS CoreMedia zu integrieren, die Topic-Map und die Suchfunktion zugunsten einer besseren Performance völlig neu zu entwerfen und verstärkt auf Open Source-Produkte wie Apache Lucence, Tomcat und Linux zu setzen."
Die Entscheidung für CoreMedia CMS 2005 fiel vor allem deshalb, weil die High Performance-Architektur der Lösung den gesamten Lebenszyklus der Inhalte vom Import über die kollaborative Erstellung bis hin zur Verwaltung, zur Publikation und zur Archivierung unterstützt. Das leistungsstarke System zur Verwaltung von Web-Inhalten ist speziell für Datenmengen über einer Million Informationseinheiten ausgelegt und damit auch der Gesamtzahl der wissen.de-Objekte gewachsen. Zudem liefert CoreMedia zahlreiche Funktionen "Out of the Box", also als Standardbausteine.
Dadurch konnten auch Zusatzfeatures schnell und unkompliziert in wissen.de implementiert werden. Was die Arbeit der Online-Redaktionen heute ebenfalls erleichtert: Die Automation von Prozessen, die medienneutrale Datenhaltung und die kontinuierliche Aktualisierung der Informationen im gesamten System erlauben optimale Arbeitsabläufe in Echtzeit – und ohne dass ein manuelles Eingreifen nötig wird.
Diese Pluspunkte von CoreMedia basieren vor allem auf dem J2EE-Standard auf einem flexiblen Objekt-Datenmodell sowie der personalisierten Auslieferung, dem XML-Importer zur Übersetzung und zum Import von strukturierten Informationen und auf zahlreichen avancierten Leistungsmerkmalen wie dem SiteEdit, Workflows sowie dem Fat-Client und dem Webeditor. Die Suchfunktion von wissen.de konnte unter Einbindung der hoch performanten Searchengine Apache Lucence in CoreMedia CMS 2005 erzielt werden. "Zudem haben wir sämtliche Suchindizes grundlegend überarbeitet. Dieses Redesign haben wir auf Basis aktuellster Datawarehouse-Technologien realisiert", ergänzt Blömer.
Ein echter Clou des neuen Wissensportals: Dank ausgeklügelter Caching-Prozesse konnte die Performance um ein Vielfaches gesteigert werden – und das bei einer deutlichen Reduzierung der wartungsaufwändigen Hardware-Landschaft und einer gleichzeitigen Erhöhung der Individualisierung. Dank der Mehrfachverwendung von Objekten arbeitet die Hardware-Umgebung von wissen.de heute so effizient, dass drei Application- und zwei Datenbank-Server völlig ausreichen, um eine optimale Leistungsfähigkeit des Wissensportals auch bei Volllast zu gewährleisten.
Dabei ist der zweite Datenbank-Server als redundantes System während des planmäßigen Betriebs nicht einmal zwingend erforderlich. Das effiziente Zusammenspiel von Hardware, Anwendungen und Datenbank ist möglich, da die einzelnen Objekte einer Seite so lange in unterschiedlichsten Zwischenspeichern vorgehalten werden, bis sie entweder nicht mehr aktuell sind oder der Cache voll ist. Damit wird die Zahl der Anfragen, die direkt an die Datenbank gestellt werden, reduziert und Ladezeiten können merklich verkürzt werden.
"Bei der Zwischenspeicherung einzelner Website-Bestandteile ist es so gut wie unmöglich, die Kapazitäten des Cache-Systems zu überschreiten, da wir seinen Umfang außerordentlich großzügig dimensioniert haben", erklärt Blömer. Die gesamte Zwischenspeicher-Architektur ist in mehr als 50 verschiedene Kategorien unterteilt. Die einzelnen Caches sind als Teile dieser Architektur beispielsweise dafür zuständig, die Seitenstruktur, redaktionelle Inhalte, Navigationselemente oder Werbemittel zu speichern und bei Abruf durch einen wissen.de-Besucher zur Verfügung zu stellen. Erst wenn ein Mitarbeiter der Online-Redaktionen Inhalte verändert, werden die aktualisierten Daten direkt aus der Datenbank abgerufen, um dann erneut im entsprechenden Cache vorgehalten zu werden. Neben der geschickten Zwischenspeicherung einzelner Website-Objekte sorgen zudem zwei Load-Balancer für eine gleichmäßige Lastverteilung.
Die tief greifenden Veränderungen auf wissen.de haben nicht nur für Kosteneinsparungen und Arbeitserleichterung, sondern auch für ein Plus in Sachen Usability und eine Differenzierung der Inhalte gesorgt. Seit dem Go-Live der neuen Version im Februar 2006 greifen die Besucher nicht auf eine, sondern auf drei unterschiedliche Websites zu. Die "Ressort"-Homepage liefert aktuelle Themen aus der wissen.de-Redaktion, unter "Services" erfährt der Interessierte von Tests und Trainern über eine umfangreiche Arztauskunft bis hin zu den zweisprachigen Wörterbüchern von Langenscheidt alles über die Service-Angebote von wissen.de und auf der "Shop"-Seite können spezielle wissen.de-Produkte erworben werden.
Dabei ist die Erweiterung von Funktionen und Inhalten kein Problem mehr für Programmierer und Redaktion. Auch die Einbindung von Werbemitteln gestaltet sich simpel und verläuft ohne Beeinträchtigung der Performance. Dadurch lässt sich eine gezielte Ansprache von Werbekunden realisieren. Was den Besuchern von wissen.de seit dem Relaunch ebenfalls Freude bereitet, ist die neu implementierte Suchtechnologie. Denn sie ist nicht nur schneller, sondern dank hierarchischer Suchergebnisse auch deutlich übersichtlicher.
Größter Pluspunkt der Modernisierung bleibt jedoch der Zuwachs an Performance: "Lagen die durchschnittlichen Antwortzeiten beim alten System noch bei mehr als zwei Sekunden, so haben wir sie inzwischen auf rund 260 Millisekunden senken können. Das ist eine Beschleunigung um mehr als das Achtfache", äußerst sich wissen.de-Geschäftsleiter Andreas Hofmann zufrieden. Dank seines beschleunigten Erinnerungsvermögens lässt das Wissensportal bei seinen Besuchern also auch in Zukunft keine Fragen offen.
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