Wenn einem ein gesuchter Begriff oder ein historisches Datum sprichwörtlich auf der Zunge liegt, aber nicht ans Licht der Erkenntnis will, dann kann das Nerven aufreibend sein. In solchen Situationen ist es außerordentlich befreiend, in einem umfassenden Lexikon zu blättern – oder einfach online nachzuschauen. Wenn das gewählte Wissensportal im Internet jedoch noch langsamer arbeitet als die eigene Erinnerung, dann ist das gleich doppelt frustrierend. Um die Wissenslücken seiner Besucher schnell und ohne nervende Wartezeiten zu schließen, hat sich wissen.de für eine Generalmodernisierung seines Online-Portals entschieden. Bei der Optimierung seiner Allgemeinbildungsplattform stand dem Wissen.de-Team der Lösungsspezialist Nionex zur Seite.
Im Laufe der vergangenen sechs Jahre hat sich wissen.de zu einem großen europäischen Wissensportal entwickelt: Mit 850.000 Hintergrundartikeln, 30.000 Einträgen zu bekannten Persönlichkeiten, 46.000 Einzeldaten zur Chronik der Weltgeschichte, zwölf unterschiedlichen Themenressorts, zahlreichen Spezialangeboten wie dem Allgemeinbildungstrainer und ausführlichen Archiven zu großen Ereignissen und Organisationen wie beispielsweise der Fußballweltmeisterschaft oder dem UNESCO Welterbe liefert wissen.de seinen lernbegierigen Besuchern außerordentlich breit gefächerte Inhalte.
"Vielseitigkeit und ein hoher Qualitätsstandard waren die Fundamente, auf denen unser Portal von Beginn an aufgebaut wurde", erläutert Andreas Hofmann, Geschäftsleiter von wissen.de, die Hintergründe des Konzepts. Und diese Strategie geht auf: "Heute rangieren wir mit 1,85 Millionen Nutzern pro Woche in Sachen Reichweite auf einer Augenhöhe mit RTL.de und Bild.de." wissen.de ist Teil der Wissen Media Group, einer hundertprozentigen Tochter der DirectGroup Bertelsmann. Die Bildungsplattform wurde 2000 mit dem Ziel gegründet, Wissensinhalte und Lexikoneinträge im Internet verfügbar zu machen.
Im Laufe der Jahre wuchsen mit der Besucherzahl und den kontinuierlich größer werdenden Datenbeständen auch die Leistungsanforderungen an die Wissensplattform der Bertelsmanngruppe. Mit Spitzenlasten von bis zu 6.000 Page Impressions pro Minute war wissen.de nach fünf Jahren erfolgreicher Wissensvermittlung an seine Grenzen gestoßen. Um die Zukunftsfähigkeit des bestehenden Systems sicher zu stellen und weiterhin Qualitätsinhalte in Echtzeit liefern zu können, hat sich die Geschäftsleitung von wissen.de und die Wissen Media Group im Sommer 2005 dazu entschlossen, die bestehende Technologie auf den Prüfstand zu stellen. Dabei standen drei Kriterien im Vordergrund: Die Reduzierung der Betriebskosten, eine Verbesserung der Performance von wissen.de und die Vereinfachung der redaktionellen Arbeit durch die Optimierung des Redaktionssystems.
"Eine Modernisierung der Plattform wurde vor allem deshalb erforderlich, weil die Kosten für den laufenden Betrieb und die Ausgaben für Weiterentwicklungen zu hoch wurden. Zudem erschien es uns nicht länger zukunftsfähig, sich auf proprietäre Systeme verlassen zu müssen", erklärt Stefan Blömer, Manager Portal Solutions bei der Nionex GmbH. "Ein Grund für die steigenden Kosten bestand beispielsweise darin, dass das bestehende System das Einpflegen neuer Inhalte oder das Verändern bestehender Daten nicht optimal unterstützte.
Die daraus resultierenden zeitaufwändigen Redaktionsprozesse führten letztlich auch zu Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern", fährt Blömer fort. Nicht nur die eigenen Anwender, auch die Nutzer des Wissensportals bekamen die Überlastung von wissen.de zu spüren, denn die Performance des Portals hatte die Grenzen seiner Skalierbarkeit erreicht. Das Ergebnis der Prüfung fiel eindeutig aus: Es wurde Zeit für eine Generalüberholung.
Nachdem sich die Verantwortlichen schließlich für eine weit reichende Überarbeitung von wissen.de entschieden hatten, erhielt Nionex, ebenfalls ein Mitglied der Bertelsmanngruppe, den Auftrag für die Optimierung des Portals. Andreas Hofmann erläutert, warum der Zuschlag an den Online-Spezialisten aus Gütersloh gegangen ist:
"Da Nionex bereits Vorgängerversionen von wissen.de und das BeNet, also das Intranet von Bertelsmann, erfolgreich realisiert hatte, war uns klar, dass wir mit Nionex einen erfahrenen Partner in Sachen Portalerstellung an unserer Seite haben würden. Zudem überzeugte uns das Preis-Leistungsverhältnis des Internet-Dienstleisters." Bevor Nionex jedoch Veränderungen am System vornehmen konnte, wurden die Schwachstellen der bestehenden Lösung identifiziert.
So sorgte beispielsweise die Tatsache, dass die beiden bisherigen Systeme für das Content Management nicht nahtlos mit dem Portal integriert waren, für unnötige Komplikationen während der redaktionellen Arbeit. Denn aufgrund der lückenhaften Einbindung der einzelnen CM-Systeme waren teilweise sogar manuelle Publikationsprozesse notwendig. Auch die unterschiedlichen Benutzeroberflächen, die nicht durchgängig in das Gesamtsystem eingebunden waren, sorgten nicht gerade für ein effizientes Arbeiten in der Online-Redaktion.
Die Analyse von wissen.de zeigte darüber hinaus, dass nicht nur strukturelle Änderungen notwendig waren, sondern auch an der Soft- und Hardware etwas getan werden musste. Denn zum einen war das bestehende System aufgrund proprietärer Lösungen sehr lizenzintensiv, zum anderen war die Hardware-Umgebung mit acht Application-Servern, drei Datenbank-Servern, zwei Such-Servern, zwei Web-Servern und vier Redaktions-Servern alles andere als schlank.
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