Der Geschäftsbereich Application Technology des Systemanbieters Dürr AG, die Dürr Systems GmbH, hat im Rahmen eines SAP-Releasewechsel einen Web-Shop auf Basis von SAP E-Commerce for ERP implementiert. Dadurch konnte das Unternehmen Bestellabläufe im Ersatzteilwesen noch effizienter gestalten. Bei der Einführung der E-Commerce-Lösung unterstützte Perot Systems die Dürr Systems kompetent mit qualifizierter Beratung sowie einer klar strukturierten Einführungsmethodik.
Anwender: Dürr Systems GmbH
Branche: Lackieranlagen
Hersteller: SAP
Lösung: SAP E-Commerce for ERP
Implementierungspartner: Perot Systems
Einsatzbereiche der Lösung: Ersatzteilverkauf
Betriebssystem: SAP WAS 7.0
Angebundene Systeme (Schnittstellen): SAP R/3 Enterprise 4.7
Ausgangssituation: Aufgrund des auslaufenden Supports für den SAP eShop wurde ein Releasewechsel auf eine neuere Version angestrebt.
Anforderungen / Zielsetzung: Ablösung des ITS-basierenden eShops durch SAP E-Commerce for ERP
Projektlaufzeit: 2 Monate
Projektetat (Software / Umsetzung): 25 T Euro
Eine Lackierung schützt nicht nur die Karosserieoberflächen von Fahrzeugen, sondern verleiht diesen durch Farbe und Glanz auch eine optische Wirkung – ein wichtiges Verkaufsargument. Für die hohe Qualität einer Lackierung bei der Automobil-Herstellung ist unter anderem die eingesetzte Applikationstechnik entscheidend.
Die Dürr Systems GmbH aus Bietigheim-Bissingen ist seit Jahren der international führende Anbieter in diesem Bereich und bietet ihren Kunden – darunter BMW, Ford, General Motors sowie VW – ein umfassendes Portfolio an ausgereiften Lösungen vom Lackierroboter bis zum Lackzerstäuber. Trotz regelmäßiger Wartung können Bauteile oder Systemkomponenten verschleißen oder ausfallen. Um die Maschinenausfallzeiten bei Kunden möglichst gering zu halten, hat der Spezialist für Applikationstechnik deshalb ein effizientes und gut organisiertes Bestellwesen von Ersatzteilen aufgebaut.
Ein Netzwerk an internationalen Niederlassungen nimmt die Ersatzteilbestellungen von Kunden auf und übermittelt diese an die Firmenzentrale in Deutschland. Dort werden die Ersatzteile bedarfsgerecht disponiert, produziert sowie zeitnah an die Niederlassungen verschickt, die die Teile umgehend vor Ort beim Kunden einbauen. Der dezentrale Vertrieb hat den Vorteil, dass jede Niederlassung nur wenige kritische Ersatzteile vorhalten muss. Das spart enorme Lagerkosten.
Seit 2003 hat das Unternehmen seine Niederlassungen in Europa (Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien) sowie weltweit (Brasilien, Korea, China, Südafrika) mithilfe des SAP Online Store über das Intranet mit der zentralen SAP-R/3-Software (Version 4.6C) verbunden und damit Abläufe bei der Ersatzteilbestellung effizienter gestaltet. Bei der Erweiterung des bestehenden Online Stores um kundenindividuelle Zusatzfunktionen vertraute man bereits auf die SAP- und Branchenerfahrung der Perot Systems und deren hochqualifizierten Beratern.
Im Zuge eines Releasewechsel auf SAP R/3 Enterprise führte Dürr Systems beim Online Store ein Upgrade auf SAP E-Commerce for ERP durch. Die webbasierte E-Commerce-Lösung ist technologisch aktuell und zeichnet sich durch eine tiefe Integration in das ERP-Kernsystem aus. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem vorangegangenen E-Business-Projekt betraute der Hersteller von Lackierrobotern erneut die Perot Systems mit der Implementierung der neuen Lösung. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Beratern der Perot Systems gelang es, die Lösung unter Einsatz bewährter Methoden erfolgreich einzuführen.
Kundenspezifische Anforderungen der Dürr Systems wie eine Schnellerfassungsmaske werden bereits im Standard abgebildet oder konnten von der Perot Systems durch Customizing nahe am Standard umgesetzt werden. Dazu zählt beispielsweise eine Funktion für die Abwicklung von Express-Lieferungen innerhalb von 24 Stunden. Aus dem Produktkatalog – derzeit sind rund 24.000 Ersatzteile im Shop verfügbar – wählen die Mitarbeiter in den Niederlassungen die benötigten Ersatzteile aus und bestellen diese per Mausklick. Die Akzeptanz bei den Nutzern ist hoch: Der neue Web-Shop ist nicht nur optisch ansprechend, sondern in erster Linie anwenderfreundlich und technisch komfortabel.
Die E-Commerce-Lösung ist direkt mit der zentralen ERP-Lösung verbunden. So können Mitarbeiter in den Niederlassungen quasi in Echtzeit prüfen, ob und wie schnell die vom Kunden benötigten Teile verfügbar sind und zu welchem Preis. Sind die Teile auf Lager können diese, je nach Dringlichkeit, in Form einer Standard- oder Expresslieferung geordert werden. Schließt der Mitarbeiter die Bestellung ab, fließen sämtliche Daten automatisch in das ERP-Backend und werden dort als SD-Beleg mit eindeutig identifizierbarer Belegnummer abgelegt.
Durchgängiger Arbeits- und Belegfluss Aktuelle Bestellvorgänge lassen sich mit der neuen E-Commerce-Lösung problemlos um neue Bestellpositionen erweitern. Sie können anschließend online an die Zentrale übermittelt werden. Das übergreifende Ziel, nämlich einen durchgängigen und medienbruchfreien Arbeits- und Belegfluss während des gesamten Bestellablaufs zu schaffen, ist damit erreicht worden. Das war vorher nicht möglich gewesen. Hatte eine Niederlassung ihre Bestellungen abgeschickt, mussten nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen per E-Mail, Telefon oder Fax an die Zentrale in Deutschland übermittelt und dort manuell in die SAP-Software eingetragen werden.
Mitarbeiter können Ersatzteildaten, wie Material- und Produktnummern oder Preise, aus früheren Bestellungen nun direkt in eine aktuelle Bestellung einkopieren. Speziell Niederlassungen, die regelmäßig die gleichen Teile ordern, profitieren dadurch von noch einfacheren und schnelleren Bestellabläufen.
Zudem liefert eine von der Perot Systems realisierte Volltextsuche auf Basis der SAP-eigenen Such- und Klassifikationstechnologie TREX jetzt schnelle Ergebnisse bei der Produktsuche im Katalog. Technisch gesehen wurde dabei ein Indexserver zwischen Online-Shop und ERP-System geschaltet, auf den die Daten aus dem zentralen Produktkatalog laufend repliziert werden. Das hat den Vorzug, dass Änderungen am Produktkatalog für die Anwender erst dann sichtbar sind, wenn neue Teile und Produkte aufgenommen beziehungsweise nicht mehr verwendete Teile gelöscht sind.
Darüber hinaus lassen sich mit SAP E-Commerce for ERP rasch und flexibel weitere E-Commerce-Szenarien realisieren, etwa ein B2B-Web-Shop für Kunden, um Ersatzteile selbst online einzukaufen, oder zur Abwicklung des Ersatzteilgeschäfts in anderen Geschäftsbereichen der Dürr AG.
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