Reporting, nur mit Blick über den Tellerrand


22.03.2010

Praktisch alle Prozesse eines Unternehmens sind heute, unabhängig des Produktportfolios, IT-gestützt oder IT-getrieben. Je größer das Unternehmen, umso größer die Vielfalt von historisch gewachsenen Applikationen. Besonders der Anteil der kritischen Applikationen hat in den vergangenen zehn Jahren enorm zugenommen. Gerade in diesem Zusammenhang und der damit steigenden Komplexität kann sich kein Unternehmen einen Ausfall der wichtigen IT-Komponenten leisten. Nicht über einen kurzen Zeitraum, schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Und doch fehlt noch heute in vielen Unternehmen der notwendige Einsatz von Qualitätsmanagementmaßnahmen.

Mangel an koordiniertem Reporting

Bereichs- bzw. abteilungsübergreifende und einheitliche Reportings oder Prüfungsmechanismen kommen nicht oder nur unkoordiniert zum Einsatz.

Entweder konzentrieren sich Unternehmen bei ihren Prüfungsmechanismen auf einzelne zentral wichtige Systeme. Oder einzelne "ambitionierte" Führungspersonen lassen ihre Berichte selbstständig für die eigene Abteilung erstellen, ohne den Informationsaustausch zu berücksichtigen. Die daraus resultierende Ineffizienz summiert sich in parallele Prüfungsmaßnahmen (in den Abteilungen), Ressourcenbindung durch Parallelaktivitäten und der mangelnden Informationsverteilung.

Ziele und Potenziale durch Reporting

Reporting schafft dem Unternehmen einen Mehrwert an Übersicht und Transparenz. Es geht darum den Überblick zu behalten und darum, für den Fall von Ausfällen gewappnet zu sein. Auftretende Fehler und deren Ursachen zu verstehen und entscheidende Maßnahmen zur Ursachenbehebung anzustoßen, um Ausfälle und Risiken zu minimieren.

Eines muss klar sein, nur durch regelmäßige und langfristige Pläne können wertvolle Aussagen über Qualität getroffen werden und nachhaltige Verbesserungen folgen. Und nur so lässt sich Qualitätssicherung leben. Kurzsichtigkeit bzw. Schnellschüsse liefern meist schnelle Erfolge durch Beheben bestehender Baustellen, selten werden dadurch die Ursachen behoben!

Das Ziel sollte sein, ein festgelegtes und regelmäßiges Reporting, welches automatisiert in festen Intervallen erfolgt, einzuführen. Losgelöst von manuellen Aktionen sollten die Reportingergebnisse idealerweise visualisiert und automatisch an wichtige Parteien kommuniziert werden. Erst die Regelmäßigkeit und die offene Kommunikation lassen positive Entwicklungen zu.

Die Ziele sind:

  • Fehlererkennung-/verständnis
  • Verbesserter Informationsfluss
  • Minimierung von Ausfallrisiken (Verfügbarkeitserhöhung)
  • systematische Qualitätssicherung
  • Förderung der Transparenz
  • Senkung der Kosten für die IT (Fehlerbehebung, Parallelität)

Beim Reporting über den Tellerrand sehen

Reporting ist Teil eines Qualitätsmanagements und dient als Werkzeug zur Erreichung von gesetzten Zielen und Ansprüchen. Das Qualitätsmanagement dient somit grundsätzlich zur Verbesserung von Produkten und Systemen.

Die Verbesserung der Qualität von Anwendungen, Prozessen, Systemen und Ressourcen führt zwangsläufig - neben einer schnelleren Entwicklung, Implementierung und Wartung - zu wirtschaftlichen Nutzen. Um diesen Nutzen zu erzielen, muss das Reporting als Qualitätsmanagement unter ganzheitlicher Betrachtung ins unternehmerische Denken und Handeln einfließen.


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