Das mobile Internet ist da. Vorbei sind die Zeiten, als Sie nur für den PC planen mussten. Vorbei die Zeit, in der fast alle Probleme mit der Unzahl verschiedener Browser gelöst waren und als Ladegeschwindigkeit kaum eine Rolle mehr spielte. Ein bisschen wirkt es so, als würde sich die Geschichte wiederholen. Wir sind an das Ende der 90er Jahre zurückversetzt. Alle Probleme von damals tauchen wieder auf – was Sie früher beim Anlegen von Seiten für PCs beachten mussten, das müssen Sie heute beim Anlegen von Seiten für Mobilgeräte beachten.
Auch wenn es in den deutschsprachigen Ländern mehr Mobiltelefone gibt als Einwohner – noch nicht jeder hat einen Datentarif, mit dem er überhaupt mobil im Web surfen kann und nicht jeder besitzt ein Handy, mit dem das einigermaßen praktikabel ist.
Dennoch hat mit der Einführung des iPhone Ende 2007 das mobile Internet den Massenmarkt erreicht, so wie das mobile Mailen zuvor mit dem Blackberry. Das Apple-Smartphone hat Standards gesetzt, und es verkauft sich bestens. Andere Hersteller versuchen sich abzuschauen, was gut funktioniert. So gibt es mittlerweile auch von RIM (dem Hersteller der Blackberry-Geräte), von Samsung oder von Nokia Handys, mit denen man komfortabel im Web unterwegs ist.
Noch ein paar Details zum iPhone, weil diese der Grund sind, warum das Surfen unterwegs auf einmal so viel Spaß macht:
Damit ist man sowohl unabhängig von den Site-Betreibern (manche Site-Betreiber bieten speziell für Mobilgeräte aufbereitete Versionen ihre Sites an), als auch vom Mobilfunk-Anbieter (manche bereiten wichtige Sites so auf, dass sie auf Mobilgeräten besser lesbar sind). Die Ingenieure von Apple haben also einen pragmatischen Ansatz gewählt: sie haben den Browser des iPhone so eingerichtet, dass er mit den Websites umgehen kann, die es derzeit gibt.
Das ist für Sie als Site-Betreiber ein großer Vorteil. Dennoch gibt es Websites, die besser auf mobilen Geräten funktionieren und solche, die eher mühsam zu benutzen sind. Achten Sie vor allem auf Folgendes (das gilt für alle mobilen Geräte).
Die wichtigsten technischen Beschränkungen:
Testen Sie unbedingt selbst einmal auf möglichst vielen mobilen Geräten, wie sich das Surfen hiermit anfühlt. Nur so bekommen Sie ein Gefühl dafür, mit welchen Problemen man sich hier herumschlägt.
Damit Ihre Site auch auf Handys und Smartphones gut benutzbar ist, optimieren Sie am besten Ihre bestehende Site. Das empfiehlt auch die Mobile Web Initiative (MWI) beim W3C (World Wide Web Consortium).
Eventuell können Sie auch eine so genannte Browserweiche einbauen, welche die Benutzer, entsprechend den Geräten die sie benutzen, zu unterschiedlichen Unterbereichen Ihrer Site leitet.
Bei den Seiten für mobile Geräte achten Sie vor allem auf Folgendes:
Die Mobile Web Initiative (MWI) veröffentlicht umfangreiche Anleitungen für das Gestalten von Websites, die auch mobil genutzt werden sollen. Auf ihrer Website bietet sie neben umfangreichen Informationen auch einen interaktiven Web-Check an, der Ihre Site kostenlos auf Probleme hin prüft, die bei der Nutzung über ein Mobilgerät auftreten können. Seien Sie auf eine lange Liste mit Problemen gefasst – leider ist es ohne Erfahrung nicht leicht, deren Schwere zu beurteilen.
Die MWI kümmert sich auch darum, die Bedienung zu vereinfachen und zu standardisieren. Dazu ist sie in Kontakt mit Geräte- und Software-Herstellen.
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