Bereits zum vierten Mal kamen am 3. Februar Intranet Verantwortliche aus aller Welt für zwei Stunden an der virtuellen Online-Konferenz "Intranets Live" zusammen, um gemeinsam von den Intranet-Erfahrungen und –Erfolgen anderer Unternehmen zu profitieren.
Stephan Schillerwein war wieder Teilnehmer der Veranstaltung und fasst die Höhepunkte des Programms kurz zusammen (alle Screenshots wurden "live" aufgenommen).
Teilnehmern des letztjährigen " IBF 24 " war das Intranet von Nokia sicher noch in guter Erinnerung. Mittlerweile wurde es einem Redesign unterzogen und zeigt sich nun moderner und besser strukturiert.
Aktuelle Homepage des Intranets von Nokia
Die Ausrichtung des Intranets als multifunktionales Arbeitswerkzeug wird bereits an der Vielzahl praktischer Portlets auf der Homepage deutlich: von Tools zum Versenden von SMS-Nachrichten über eine Übersicht der persönlichen RSS-Feeds und eigenen Bookmarks bis hin zu einer einfachen Aufgabenverwaltung zur Erleichterung der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit.
Portlet "My Tasks" auf der personalisierten Homepage
Auch Web 2.0-Elemente haben auf breiter Front Einzug ins Mitarbeiterportal von Nokia erhalten. Einige Beispiele:
Auch der immer wichtiger werdenden Erreichbarkeit der Mitarbeiter (sowie deren Wunsch nach Zeiträumen ungestörter Arbeit) wird im Telefonbuch dadurch Rechnung getragen, dass die aktuelle Verfügbarkeit (laut dem persönlichen Outlook-Kalender) automatisch angezeigt wird und auch die aktuelle Lokation in einem Nokia-Büro automatisch anhand der IP-Adresse des gewählten Arbeitsplatzes ersichtlich wird.
Ansicht eines Mitarbeiterprofils im Nokia Telefonbuch
Diesmal wurde der "Intranet Doktor" William Hudson, der für das Intranet Benchmarking Forum bereits über 350 Intranets einer tiefgehenden Design-Überprüfung unterzogen hat, zu einem Fall von übermäßigem Bildgebrauch auf Intranet-Seiten um Rat gefragt.
Denn obwohl Bilder grundsätzlich vorteilhaft sind, da der Betrachter sie und das durch sie vermittelte Konzept schneller erfassen kann als einen Text, schadet ein unzweckmäßiger Gebrauch mehr als er nützt.
Und so sah der Patient aus dem generell sehr ansprechend gestalteten Intranet von Kellog’s vor der Behandlung aus:
Unzweckmäßiger Einsatz von Bildelementen auf einer Intranet-Seite
Auf dieser Seite wird gleich gegen eine ganze Reihe von Grundsätzen für den Gebrauch von Bildern und Illustrationen in Online-Medien verstoßen. So zum Beispiel:
Unter Beachtung dieser Richtlinien war die Diagnose schnell gestellt und lediglich ein einziges der vielen verwendeten Bilder fiel dem Intranet Doktor schließlich nicht unter das Messer:
Kennzeichnung der störenden Bildelemente ("x" und "?")
Das Vorurteil, dass Intranets trist und einfallslos aussehen müssten, wird immer häufiger durch "coole" Designs widerlegt. Insbesondere für die Umsetzung von Web 2.0-Ansätzen im Intranet ist eine neue Kreativwelle fest zu stellen. So auch bei der BBC, wo unlängst eine interne Social Media Plattform für Wissensteilung und informelles Lernen namens "moo" (zu deutsch "Muh") gelauncht wurde.
Einstiegsseite der Social Media Plattfrom "moo"
Diese Einstiegsseite macht neugierig und lädt die BBC-Mitarbeiter zum Erforschen ein. Und zu Entdecken gibt es bereits vor dem offiziellen Start einiges an von den Benutzern selbst hinterlegten Links und Videos.
Social Bookmarking in "moo"
Wissenstransfer mittels Videos in "moo"
Es lassen sich auch Videos direkt aus dem öffentlichen Web von YouTube einbinden, so dass bereits vorhandene Ressourcen einfach wiederverwendet werden können. Dies unterstreicht den auch sonst überall in "moo" sichtbaren Anspruch auf möglichst einfache und unaufwändige Bedienung und Handhabung.
Die Entwicklung der Plattform erfolgte auf Basis des populären Web Application Frameworks Ruby on Rails und hat bislang etwa 40'000.- € gekostet.
Insbesondere in den von der Wirtschaftskrise bislang am stärksten betroffenen Ländern spüren auch Intranet Manager den zunehmenden Druck durch Budgetkürzungen und ein vermehrtes Hinterfragen des Beitrags des Intranets zum Erfolg des Unternehmens und beim Einsparen von Kosten. Diesem Thema wird sich die nächste Episode von Intranets Live am 3. März widmen. Mit einer Co-Moderatorin von der Citigroup und zahlreichen Beispielen aus Unternehmen, die durch ihr Intranet bereits echte finanzielle Wertbeiträge realisieren, wird dann ein Bild vom "rezessions-sicheren Intranet" vermittelt.
Für erstmalige Teilnehmer stehen auch dann wieder kostenfreie Gästekarten unter www.intranetslive.com zur Verfügung.
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