Immer wenn Sie Budgets, Ressourcen und Personal für Marketingmaßnahmen zuweisen, müssen Sie den Wert Ihrer Anstrengungen ermitteln. Dies gilt insbesondere für Ihre Medienprogramme.
Herausforderung: Die Webanalyse ist auf das offene Internet beschränkt. Sie nutzen Blogs oder lassen zu, dass Blogs und Social Networks mit Ihrer Website verlinkt werden. Trotzdem erhalten Sie keinen Zugang zur Webanalyse dieser Dritten. Sie möchten hören, was andere zu sagen haben.
Lösung: Wenn sich Communities bilden, heulen Sie mit den Wölfen.
Suchen Sie Communities in Ländern, in denen Ihre Marke vertrieben wird, die von Ihren Kunden bereits aufgesucht werden, und werden Sie Mitglied in diesen Gemeinschaften.
Die Marketing-Messungen dehnen sich zudem aus; Webseitenaufrufe sind nicht mehr das alleinige Maß aller Dinge. Ziehen Sie Alternativen in Erwägung, beispielsweise die Kundengewinnung, die in weitere Attribute wie Interaktion, auf der Website verbrachte Zeit (Beachtung) oder die Verbreitung von Informationen aus einem Social Network in ein anderes ("virale" Weitergabe) aufgeteilt werden kann.
Denken Sie daran, dass Ihr Ziel nicht allein darin liegt, den Datenverkehr auf die Website und Mikrosite Ihres Unternehmens zu leiten. Ein Marketingleiter bei Intel hat beispielsweise Kampagnen unter dem Gesichtspunkt erstellt, dass der Datenverkehr nicht auf die Website "Intel.com" zurückgeleitet werden durfte. Stattdessen plante er die Mitgliedschaft in Communities, in denen die Kunden des Unternehmens bereits vertreten waren, und setzte neue Technologien wie Digg ein, um das Zielpublikum zu erreichen.
Forrester legt die folgenden fünf Ziele für Social-Media-Marketing fest:
Zuhören
Reden
Antrieb geben
Support fördern
Annehmen
Das Ergebnis ist eine Art kostenlose ethnografische Marktforschung. Die Erkenntnisse von Forrester über Vertrauen zeigen ganz klar, dass die Menschen dazu neigen, anderen Menschen zu vertrauen, die ihnen ähnlich sind oder die sie kennen. Dieses Vertrauen reicht naturgemäß viel weiter als bei Vertriebsmitarbeitern oder Anbietern.
Die beiden letztgenannten Verhaltensweisen sind vorwiegend auf der Website Ihres eigenen Unternehmens zu beobachten, bei der Sie ohnehin schon Zugang zur Webanalyse besitzen, und sollen daher nicht weiter besprochen werden.
Hierbei geht es um alles, was Ihre Kunden über die verschiedenen Channels zu sagen haben, beispielsweise in Blogs, Foren und Podcasts, oder auch in anderen UGC wie Twitter oder Linkarena. Aus diesen Elementen kann sich ein Frühwarnsystem entwickeln, wenn die Unternehmen erkennen, dass bei ihren Produkten gewisse Probleme aufgetreten sind, und daraufhin zu einem früheren Zeitpunkt geeignete Strategien ausarbeiten. Zudem können Anbieter nach Meinungsträgern in ihrem Gebiet suchen und feststellen, was für die Kunden wichtig ist und was Diskussionen auslöst.
Der Erfolg lässt sich an den folgenden Anzeichen messen:
Beginnen Sie Ihren Weg mit den folgenden beiden Maßnahmen:
Marketingbotschaften optimieren
Ermitteln Sie Meinungsträger und Communities mit Praxisbezug.
Das Ziel der Marketingmaßnahmen liegt häufig darin, die Botschaft in Umlauf bringen. Das Reden wird dabei als Möglichkeit zur Verbreitung von Informationen über Blogs, YouTube usw. eingesetzt.
Zur Messung der Gesprächsanteile und des Gesamterfolgs analysieren Sie Folgendes:
Zugriff auf die Inhalte
Rückverweise
Interaktionen und Kundengewinnung
Qualitative Ebene
Nutzen Sie eine Mischung aus Datentabellen, kostenlosen Tools und Anbietern, je nach den individuellen Zielen Ihres Unternehmens. Die Messungen fallen meist in den Verantwortungsbereich der Abteilungen Marketing oder Unternehmenskommunikation, sind jedoch keinesfalls auf diese Bereiche beschränkt. Auch Produktteams, Supportteams, Veranstaltungsteams und andere Personengruppen können diese Tools gebrauchen. Als Best Practice gilt das interne Aufbauen eines Prozesses, bei dem eine Gruppe für das Zuhören zuständig ist. Diese Gruppe sollte die nötigen Kenntnisse besitzen, mit den Tools vertraut sein oder seit einiger Zeit Messungen der Mainstream-Medien durchführen. Anschließend muss diese Gruppe die anderen Teams entsprechend benachrichtigen, sobald die Dinge ins Rollen kommen.
Mit einer "Zustandsprüfung" Ihrer Social-Media-Tools messen Sie zunehmende Zahlen von Anmerkungen in bestimmten Blogs oder in markenorientierten Diskussionen, die auf Websites wie YouTube bereitgestellt werden. Gehen Sie einen Schritt weiter. Bauen Sie nicht einfach nur ein Dashboard auf, das ausschließlich für das Tracking zuständig ist. Entwickeln sie stattdessen eine Art Landkarte, in der ein Endziel oder ein Marketingziel im Hinblick auf diese neuen Bereiche definiert ist. Damit wird es möglich, diesen Zahlen einen Wert zuzuordnen, nämlich die Gesprächsanteile, bevor Sie sie an das Management weitergeben.
Social Networks erleichtern die Mundpropaganda immens und geben Ihren Kunden die Möglichkeit, über Sie zu sprechen. Stellen Sie beispielsweise Anwendungen in Ihren Newsfeeds bereit, die eine Benachrichtigung auslösen, oder verfolgen Sie Einbindungen und Widgets in Blogs.
Für den Antrieb wird die zurückgelegte Wegstrecke im Zeitverlauf gemessen. Der Wert beruht damit auf einem physikalischen Konzept, nämlich der Geschwindigkeit. Wie rasch wird eine Anwendung im Laufe einer Woche eingebettet? Wie weit hat sich eine Marketingbotschaft in einem bestimmten Zeitraum ausgebreitet?
Im Folgenden sind einige Messwerte aufgeführt, mit denen die Beachtung im Social-Media-Bereich erfasst wird:
Für Marken, die noch in den Kinderschuhen stecken, für Einzelpersonen, die ihre Eigenmarke beobachten, und für Anbieter, die eine Teilmenge eines Produkts beobachten möchten, sind kostenlose Suchtools der ideale Einstieg in Social-Networking-Messungen. Diese Tools sind auf menschliche Eingaben angewiesen und können gewisse Trends aufzeigen; Einzelheiten werden weniger genau ausgegeben.
Einige Empfehlungen:
Tipps zur Strukturierung
Zusammenfassung
So wie ein Kunde, der ein Geschäft betritt, sofortige Aufmerksamkeit und Hilfe erwartet, muss die Reaktion eines Hilfsdienstes im Live-Social-Web ohne Zeitverzögerung erfolgen. Verhalten Sie sich als guter Zuhörer, werden Sie in verschiedenen Channels aktiv, und halten Sie sich dienstbereit.
Bei Social Media geht es nicht um bloße Zahlen, sondern um Menschen.
02/2010, Emily Riley, Jeremiah Owyang, Brian Watkins
Emily Riley ist Senior Analyst bei Jupiter Research und beschäftigt sich mit Tendenzen und Technologien im Bereich Werbung und Publishing, darunter Social Marketing, Brand- und Direct-Response-Marketing sowie Targeting, Messung und Resonanz.
Jeremiah Owyang, Senior Analyst bei Forrester, ist ein anerkannter Fachmann im Bereich Social Computing. Außerdem hat er für PodTech Network gearbeitet. Er beleuchtet die Themen des weltweiten Web-Marketing aus strategischer Sicht.
Brian Watkins ist der leitende Social-Media-Stratege von Omniture - An Adobe Company. Seine Karriere gründet sich auf die PR-Arbeit für bedeutende Kunden wie Yahoo! und Symantec.
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