Virtual Private Networks (VPN) kommen heute vor allem bei großen Unternehmen zur Anwendung, um externe Mitarbeiter oder kleinere Niederlassungen ans Firmennetz anzubinden. Insgesamt jedoch zeigen deutsche Firmen noch eine deutliche Zurückhaltung beim Einsatz von VPNs. Zu diesem Ergebnis kommt die META Group in ihrer aktuellen Studie "VPNs und VPN-Services in Deutschland, 2001". Nach Ansicht der META Group wird allerdings nicht nur der Einsatzgrad von virtuellen Netzen steigen, auch die Art der Anwendung ändert sich: Die Zukunft der VPNs ist geprägt durch den Einsatz bei unternehmenskritischen Anwendungen und der Anbindung unternehmensfremder Nutzer.
Die META Group hat im Rahmen ihrer aktuellen Studie "VPNs und VPN-Services in Deutschland, 2001" deutsche Anwenderunternehmen hinsichtlich ihres Einsatzes von Virtual Private Networks befragt. Unter VPNs sind Unternehmensnetzwerke zu verstehen, in denen Daten über geschützte Unternehmensnetze (z.B. ATM, Frame Relay) und/oder mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Tunneling) über öffentliche Netze (in erster Linie über das Internet) transportiert werden.
Nur 21% der befragten Unternehmen haben bereits ein Virtual Private Network im Einsatz bzw. konkrete Pläne dafür. Grundsätzlich ist in diesem Ergebnis eine gewisse Zurückhaltung zu erkennen. Betrachtet man allerdings den Einsatz- und Planungsgrad nach Unternehmensgrößenklassen, wird deutlich, dass vor allem Großunternehmen (mit mehr als 1000 Mitarbeitern) die realisierbaren Vorteile erkannt und demzufolge entsprechende Projekte initiiert haben.
In erster Linie verfolgen Unternehmen mit den Einsatz eines Virtual Private Networks folgende Ziele:
Der Aspekt der Flexibilität der Infrastruktur ist also von entscheidender Bedeutung bei der Konzeption eines VPNs. Diesen Anspruch erfüllen insbesondere Dial-up VPNs, also der VPN-Zugang über ein Festnetztelefon bzw. über das Mobilfunknetz, in hohem Maß, da der Zugriff auf das unternehmensinterne Netzwerk von nahezu jedem Aufenthaltsort des Nutzers erfolgen kann. Die weiteren Ergebnisse zu den VPN-Einsatzszenarien sind in Abbildung 1 dargestellt.
VPN-Varianten
Die Forderung nach einer flexiblen Infrastruktur bestätigt sich auch, wenn man betrachtet, wer zur Zeit die Nutzer eines VPNs sind.
VPN-Nutzer
Nach Ansicht der META Group wird sich der Einsatzbereich von Virtual Private Networks über die genannten Möglichkeiten hinaus in Zukunft deutlich ausweiten. Zum einen werden VPNs verstärkt auch in geschäftskritischen Anwendungsbereichen eingesetzt, zum anderen dienen VPNs vermehrt dazu, auch unternehmensfremde Nutzer (etwa Partnerfirmen) an das interne Netz anzubinden. Diese Entwicklung macht es unabdingbar, nicht nur die Verfügbarkeit der Infrastruktur im Auge zu behalten, sondern auch eine adäquate Sicherheitslösung zu implementieren.
Die Anbieterlandschaft im VPN-Umfeld stellt sich derzeit noch sehr heterogen dar. Auf der einen Seite gibt es die Technologielieferanten, die wiederum in verschiedenen Kerngeschäftsfeldern aktiv sind. Dazu gehören Netzwerkspezialisten und Security-Spezialisten. Auf der anderen Seite positionieren sich zahlreiche Dienstleister im VPN-Umfeld. Hierzu gehören Telekommunikationsunternehmen/Data Service Provider, Internet Service Provider, Netzwerkdienstleister und IT-Dienstleister.
VPN-Anbieter
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