Mitarbeiter "verbrennen" täglich viel wertvolle Arbeitszeit für die Suche nach Dokumenten und Informationen im Rahmen von Geschäftsentscheidungen oder Nachweisen. Dabei stellen moderne Enterprise Content Management Systeme (ECM) in Form von Softwarelösungen Funktionen bereit, mit denen sich dieser Aufwand erheblich reduzieren lässt. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von beschleunigten Prozessen, eindrucksvoll steigender Performance und Mitarbeitermotivation. Das Thema ECM ist vielfältig. Das folgende einfache Beispiel zeigt, wie aus einer einzigen Anfrage schnell über drei Stunden mehr oder weniger vergeudete Arbeitszeit werden und wie ein ECM dies auf zwei Minuten reduziert.
Enterprise Content Management besteht aus vielen Teillösungen für unterschiedliche Herausforderungen, mit denen sich die Organisation sowie die Informationsstruktur und -kultur im Unternehmen optimieren und automatisieren lassen.
Das nachfolgende Beispiel ist eine typische Unternehmenssituation, wie sie in fast jedem Geschäftsalltag vorkommt. Es verdeutlicht, wie eine einfache Frage eine zeit- und personalaufwendige Suche auslöst.
Ein wichtiger Kunde stellt eine kritische Anfrage an einen Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens. Der Vertriebsmitarbeiter kann die Anfrage nicht direkt bearbeiten, da ihm nicht alle notwendigen Daten und Informationen zum Vorgang vorliegen (beispielsweise Argumente gegen Mitbewerber). Er vertröstet den Kunden auf einen Rückruf.
Der Mitarbeiter startet mit seiner eigenen Recherche und sucht die notwendigen Dokumente und Informationen auf verschiedenen typischen Medien:
Es ist empfehlenswert, bei dieser Summe nicht die Augen zu verdrehen, sondern offenen Blickes durch ein Unternehmen zu laufen und sich die notwendigen Recherchen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz anzusehen. Aber wir stehen erst am Anfang der Recherche … denn es wird in der Regel vergessen, dass nicht jeder Mitarbeiter alle Informationen findet und deswegen seine Kollegen in die Recherche involviert. Damit beginnt ein deutlicher Anstieg des Rechercheaufwands:
In der Regel hat ein Mitarbeiter nicht alle notwendigen Informationen und Dateien. Die Mitarbeiter wissen aber, dass andere Mitarbeiter die Informationen haben könnten. Daher werden jetzt über persönliche Kommunikation oder - wie in diesem Fall - via E-Mail einige Kollegen in Anspruch genommen.
Der Mitarbeiter freut sich über die positive Resonanz seiner Kollegen. Er erhält diverse Antworten.
Endlich, im Idealfall nach über 30 Minuten, kann der Mitarbeiter den Kunden anrufen und den Vorgang besprechen. Da die anderen Mitarbeiter aber oft andere Prioritäten haben, werden diese die Anfrage des Kollegen nicht sofort bearbeiten, sodass die Sammlung der notwendigen Informationen viele Stunden bis Tage dauern kann. Wir ignorieren in diesem Beispiel, dass der Vertriebsmitarbeiter auf Grund der Dringlichkeit nochmals E-Mails hinterher sendet oder ergänzend direkt zu den Kollegen läuft.
Der Kunde muss sich also gedulden und freut sich nicht wirklich über die Serviceleistung des Unternehmens - beklagt sich ggf. sogar über die schlechte und langsame Kommunikation gegenüber anderen potenziellen Kunden.
Fazit der klassischen Recherche einer einzigen Anfrage:
Als Entscheider oder Mitarbeiter eines Unternehmens sollte man sich Zeit nehmen und folgende Fragen beantworten:
Stellt man anschließend die Kosten für die verlorene Arbeitszeit den Kosten eines ECM gegenüber, lohnt sich eine Investition in jedem Fall. Viele Kundenprojekte haben bewiesen, dass sich der Einsatz einer ECM-Lösung, beispielsweise im KMU-Umfeld, innerhalb von Wochen bis Monaten rechnet. Der Grund ist einfach:
Eine Enterprise Content Management Lösung hat das Ziel, Informationsinseln zu vermeiden und alle Dateien und Informationen über eine Oberfläche und eine Suche zugänglich zu machen. Dazu werden - möglichst automatisiert - die Ergebnisse der Informationskanäle zentral zusammengefasst, z.B. Posteingang und Faxe durch Scanning und Texterkennung (OCR), parallel digitalisierte Ausdrucke, E-Mails, Informationen aus externen Anwendungen (ERP, CRM, PDM), Dateien der Mitarbeiter, Wissen über digitale Formulare sowie digitale Umlaufmappen (Workflows).Alle geschäftsrelevanten Informationen stehen damit sofort auffindbar, lückenlos und vollständig zur Verfügung.
Grundsätzlich würde der Vertriebsmitarbeiter bereits während des Telefonats, wie in einer Internetsuchmaschine, bestimmte Begriffe in die Suche eingeben. Das kann eine Kunden- oder eine Vorgangsnummer sein, der Name des Kunden oder andere Daten. Daraufhin erhält er alle relevanten Informationen direkt auf dem Bildschirm dargestellt und kann die Sachlage umgehend und vollständige beurteilen sowie ggf. eine entsprechende Entscheidung treffen. Diese Recherche wird in der Regel nicht länger als zwei bis fünf Minuten dauern.
Mit der Einführung einer ECM-Lösung lassen sich viele positive und direkte Effekte erreichen, beispielsweise:
Natürlich ist ein ECM-System nicht vergleichbar mit der Installation einer Textverarbeitung. Und auch die Mitarbeiter werden sich auf wenige Änderungen einstellen müssen. Dabei ist die Motivation durch eine einfache Benutzerführung und Oberfläche wichtig. Aber der einmalige Aufwand lohnt sich. Ein Aufwand von Tagen bis maximal wenigen Wochen für eine - in der Regel - Verdopplung der Arbeitskapazität im Unternehmen. Deshalb sollten Unternehmen die Chancen von Enterprise Content Management Produkten erkennen und nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, das Thema "Effizienz" anzupacken.
Der erste Schritt: Die Augen öffnen für die Wege der Informationsfindung im eigenen Unternehmen und gegebenenfalls Missstände aufdecken.
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