Die Social Media Trends 2016

Ambuzzador-Gründerin Sabine Hoffmann beim Social Fitness Breakfast in Wien kürzlich gemeinsam mit einem Team aus Social Business BeraterInnen aktuelle Entwicklungen zur digitalen Transformation beleuchtet und dabei drei wesentliche Trends für 2016 herausgearbeitet:

  1. Die Community bestimmt die Story, die Story bestimmt die Medien.

Die Kommunikation verlagert sich in kleine Gruppen, doch die haben es in sich: 100 Millionen aktive Nutzer auf Snapchat oder 320 Millionen täglich aktive Nutzer auf WhatsApp – und genau dort verbringen sie auch ihre Zeit.

Die Einschätzung von Sabine Hoffmann: Persönliche Channels sind auf dem Vormarsch, Channels mit großer Reichweite werden persönlicher und es wird höchste Zeit, dass Unternehmen 2016 den Mut entwickeln, genau dort aktiv zu werden. Gefragt ist jetzt die Kommunikation auf Augenhöhe, von Mensch zu Mensch. Das bedeutet auch Employer Branding mit Außenwirkung, statt funkelnder Markenkampagnen.“

Das hat auch im Storytelling starken Einfluss auf die eingesetzten Materialien. Videos und Video- und Streaming-Plattformen erleben dasselbe explosive Wachstum, wie es zuletzt Bilder im Internet hinter sich haben: Videos werden zum Standard in der „Content Creation“ und Unternehmen richten ihre Kommunikation zunehmend an Video aus. Live-Streaming-Dienste wie Meerkat und Periscope stecken noch in den Kinderschuhen, aber sie gewinnen immer mehr an Fahrt und auch Unternehmen sind gut darin beraten, schon jetzt die Dienste für sich zu testen. Am Horizont tauchen bereits alltagstaugliche Konzepte zu Virtual Reality und 360° Videos auf und eröffnen eine ganz neue Welt des Storytelling.

Die Einschätzung von Sabine Hoffmann: Der Bewegtbild-Trend wurde auch schon für 2015 vorhergesagt. Mit dem Höhenflug von Snapchat und dem Rollout von Facebook Live wird es jetzt ernst. Die Benchmark für 2016: 40 Prozent der geposteten Inhalte von Unternehmen sollten Videos sein.“

 

  1. Customer Experience (CX) wird zur Chefsache.

Persönliche Kommunikation öffnet die Social Media Kanäle nicht nur für direktes Feedback, sondern für die Mitgestaltung von Produkten und Prozessen durch die Community – Stichwort „Rapid Innovation“ und CX ID. Die Customer Journey wird immer dynamischer und erfordert deshalb noch mehr Aufmerksamkeit auf ein stringentes Kundenerlebnis entlang aller, auch aller digitaler Touchpoints – damit schaffen Unternehmen ihre Marken ID in der Customer Experience und damit echten Mehrwert und (!) USP entlang aller Touchpoints.

 

  1. „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Um das Potenzial dieser Echtzeit Dynamiken überhaupt nutzen zu können, müssen Unternehmen in ihren Prozessen agiler und flexibler im Innen werden. Das braucht vor allem neue Organisationsstrukturen, damit MitarbeiterInnen in ihrem definierten Verantwortungsbereich flexibler und selbständiger handeln können. Die Tools zum kollaborativen Arbeiten in dynamischen Projektteams mit flachen Hierarchien und ohne Emails sind bereits da – jetzt ist der Mut gefordert, diese in Pilotprojekten einzusetzen und dann über die Organisation auszurollen. Damit wird endlich auch intern die Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich.

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