Armaturenspezialist Kludi setzt auf Enterprise Product Information Management von Viamedici


12.02.2010

Der Armaturenspezialist Kludi startete vor Kurzem ein Pilotprojekt mit dem Ziel, den Erstellungsprozess von Bildpreislisten und weiteren Marketing-Mitteln, der in der Vergangenheit durch ein serielles Abarbeiten bestimmt wurde, zu parallelisieren. Mit Viamedici EPIM (Enterprise Product Information Management) werden nun aus einer zentralen Datenbank heraus die Bildpreislisten automatisch und effizient erzeugt.

Die Kludi Gruppe ist ein weltweit operierender Armaturenhersteller, organisiert als Unternehmensverbund aus rechtlich selbstständigen Gesellschaften. So sind auch die verschiedenen Auslandsniederlassungen Verkaufsorganisationen mit eigenem Vertrieb. In der Vergangenheit wurden an diesen dezentralen Standorten auch dezentral Daten gesammelt und verwaltet. Der ERP-Bereich wurde deshalb schon vor beinahe zehn Jahren konsolidiert. Im Bereich der medialen Marketingdaten wird dies nun ebenfalls in Angriff genommen.

Zu diesem Zweck ist allerdings ein sehr spezifisches, medienneutrales Datenbanksystem unerlässlich. Bei Kludi entschied man sich für Viamedici EPIM. Die Produktsuite erlaubt es, Produktinformationen zentral zu verwalten und darüber hinaus in den unterschiedlichsten Zielmedien bequem und innerhalb kürzester Zeit zu publizieren. Ausschlaggebend war darüber hinaus, dass von Anfang an die Chemie stimmte. Uwe Krumscheid, IT-Leiter bei Kludi, erklärt: "Im Mittelstand gibt es nun einmal bestimmte Dinge, die von der Dialektik und dem Entscheidungsweg her anders ablaufen. Für uns gehört dazu zum Beispiel der gute klassische Workshop. Und das funktioniert mit dem Team von Viamedici sehr gut."

Der Fokus der Datenkonsolidation liegt zunächst auf einem klar überschaubaren Pilotprojekt, dem Preiskatalog. "Damit man ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt wie eine Armatur beschreiben, aber auch in seinen Abmessungen und seinen Eigenschaften schlüssig darstellen kann, haben wir uns für diese Variante entschieden. Das ist ein Novum in unserer Branche", erzählt Uwe Krumscheid. An Information ist dort neben einer Schwarz-Weiß-Abbildung des Produkts vor allem eine Maßzeichnung enthalten, die für den Fachhandwerker sehr wichtig ist. So sieht er auf einen Blick wesentliche Details wie die Abmessungen, die Länge des Auslaufs, die Höhe des Armaturenkörpers etc. Des Weiteren gibt es selbstverständlich eine kompakte und für den Fachmann dennoch ausführliche Produktbeschreibung, die das Produkt technisch skizziert. Dieser Text enthält die spezifischen Klassifizierungen und Daten, welche der Installateur benötigt - denn gerade im Trinkwasserbereich gelten strenge Vorschriften.

Bislang wurde die Produktion der Preiskataloge von zwei kritischen Faktoren bestimmt. Zum einen wurden Daten wie Katalogverkaufspreise redundant gepflegt, zum anderen besitzen diese aufgrund der stark schwankenden Rohstoffpreise für Messing nur eine Gültigkeit von einem Jahr. "Wir kommen gar nicht darum herum, jährlich Preisanpassungen an den Markt weiterzugeben", erklärt Uwe Krumscheid. "Mit einem Dienstleister wurden deshalb bisher diese Preiskataloge in guter alter DTP-Manier jedes Jahr neu gesetzt, Korrektur gelesen, eventuell noch einmal angepasst und schließlich in den Druck gegeben."

Diese beiden Aspekte des Pilotprojekts stellen dank EPIM jetzt kein Problem mehr dar. Aus einer bestehenden Datenbank heraus können die Preiskataloge bis hin zum Print-PDF automatisch erzeugt werden. Wesentliche Daten wie etwa Preise oder Beschreibungen lassen sich direkt aus dem ERP-System heraus importieren. "Es gibt keine Redundanzen und es treten folglich weniger Fehler auf. Somit ist dieser Teil der Korrektur nicht mehr notwendig", erklärt Uwe Krumscheid. Zudem haben die dezentralen Verkaufsorganisationen die Möglichkeit, sich der Produktinformationen zu bedienen und im Rahmen des Berechtigungskonzeptes sogar Anpassungen daran vorzunehmen.

"Für uns ist es auch ein ganz besonderer Reiz, dass wir die durchgängige Übersetzung unserer textlichen Beschreibungen in allen Sprachen sozusagen auf Knopfdruck realisieren können", fügt Uwe Krumscheid hinzu. Besonders technische Kurzbeschreibungen, die in der Bildpreisliste überwiegen, lassen sich problemlos eins zu eins in unterschiedliche Sprachen übertragen. "Alle Verkaufsniederlassungen von Kludi müssen in der jeweiligen Landessprache bedient werden. Im Pilotprojekt werden Bulgarisch, Tschechisch, Spanisch, Französisch, Ungarisch, Niederländisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Slowakisch und natürlich Deutsch und Englisch benötigt. Es kommen jedoch auf jeden Fall weitere Sprachen hinzu", so Uwe Krumscheid.

Obwohl sich das Pilotprojekt noch in der Einführungsphase befindet, zeichnet sich bereits ab, dass wesentliche Schritte des Erstellungsprozesses der Bildpreisliste parallelisiert werden können. Mit dieser erheblichen Effizienzsteigerung sind jedoch die Potenziale von EPIM noch nicht ausgeschöpft. Und so gibt es bei Kludi bereits Überlegungen, das System auch für andere Themen zu nutzen. "Die offene Medienschnittstelle ermöglicht die einfache elektronische Veröffentlichung per HTML oder PDF. Zukünftig werden wir die Preislisten vielleicht auch im Internet verlinken. Eine weitere Idee ist die Nutzung für Marketingkampagnen. Das zentrale Marketing definiert, wie zum Beispiel ein Flyer zu Messeneuheiten aussehen soll. Freie Felder in diesem Flyer können dann bei Bedarf von den verschiedenen Verkaufsorganisationen editiert werden", erklärt Uwe Krumscheid.

Autor: C.Feige


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