Neue Studie identifiziert größte Herausforderungen bei Aktualisierung von SAP-Systemen


24.01.2012

SAP 6.0 erfreut sich großer Beliebtheit: Fast zwei Drittel aller Unternehmen, die ein ERP-System von SAP einsetzen, arbeiten mit der aktuellen Version. Das hat Panaya, Spezialist für ERP-Tests und -Aktualisierungen, in seiner neuesten Studie "SAP Upgrade Benchmark" herausgefunden. Jedoch nutzen immer noch mehr als ein Drittel der Befragten ältere Versionen - bei einem Großteil dieser insgesamt 37 Prozent läuft das Upgrade-Projekt allerdings bereits oder wird innerhalb der nächsten sechs Monate beginnen.

Das Hauptargument für die Aktualisierung ist das von SAP vorgegebene Ende des Wartungszyklus, so zwei Drittel der Befragten. Der erweiterte Support älterer Versionen sollte ursprünglich Ende 2010 auslaufen, wurde aber auf März 2013 verschoben. Weitere 27 Prozent haben ihr System aktualisiert, um neue Funktionen nutzen zu können.

Die Studie beschäftigt sich zudem mit Kosten und Aufwand eines solchen Upgrade-Projekts: Demnach benötigt ein Unternehmen mit über 2.500 SAP-Anwendern 3.350 Manntage in einem Zeitrahmen von 31 Wochen, um das ERP-System zu aktualisieren. Die entsprechenden Projektkosten liegen im Durchschnitt bei über 1,4 Millionen US-Dollar.

Als besondere Herausforderungen gelten der Studie zufolge die Kosten/Aufwand-Schätzung (39 Prozent), das Rechtfertigen des veranschlagten Budgets (31 Prozent), das Beurteilen der möglichen Auswirkungen des Upgrade auf die bisherige Lösung (29 Prozent) sowie das Minimieren von Ausfallzeiten (ebenfalls 29 Prozent).

Für die Studie hat Panaya mehr als 120 SAP-Kunden und Systemintegratoren befragt.

Die Studie ist kostenlos erhältlich unter http://go.panayainc.com/SAP-Upgrades.html.

Autor: Axel Schreiber, Dr. Haffa & Partner GmbH