E-Mail-Marketing und Social Media: Freunde oder Feinde?

Synergien entstehen, wenn E-Mail-Marketing und Social Media keine Konkurrenten sind, sondern an einem Strang ziehen.
Synergien entstehen, wenn E-Mail-Marketing und Social Media keine Konkurrenten sind, sondern an einem Strang ziehen.

„Die E-Mail ist tot und die sozialen Medien sind schuld daran“ ist heute eine weitverbreitete Meinung. Tatsache ist allerdings: die E-Mail ist lebendig wie eh und je. Immerhin ist E-Mail-Marketing sowohl in vielen B2C- als auch B2B-Unternehmen fest im Marketing-Mix verankert.

Zwar sind Facebook, Twitter und Co. ein nicht mehr wegzudenkender Teil der Kommunikation in unserer digitalen Gesellschaft. Doch bedrohen soziale Medien deshalb die Existenz von E-Mail- und Newsletter-Marketing? Oder ist es nicht vielmehr so, dass sie eine wirkungsvolle Unterstützung bieten? Zwei unterschiedliche Kommunikationskanäle – Freunde oder Feinde?

 

Nicht nur im B2C-, auch im B2B-Bereich spricht vieles für den Einsatz sozialer Medien in der Kommunikation: Social-Media-Postings erfolgen in Echtzeit, sind leicht zu erstellen und animieren eher zur Interaktion – ein klarer Vorteil beispielsweise im Bereich Markenbildung. Denn wer sieht, dass Freunde einen Beitrag, ein Unternehmen oder ein Produkt gut finden, entwickelt höchstwahrscheinlich selbst eine positive Meinung dazu. Im E-Mail-Marketing hingegen gibt es für den Empfänger keinen direkten Einblick, welche Newsletter Freunde, Kollegen oder andere vernetzte Bekannte abonniert haben und welche Inhalte sie lesen. Dafür sind E-Mails zielgenauer und individueller in der Adressierung. Außerdem bleiben sie im Posteingang meist länger präsent und werden nicht sofort vom nächsten Post oder vorgeschlagenen Beitrag verdrängt.

 E-Mail-Marketing und Social Media – gemeinsam mehr erreichen

Die Verschiedenheit der beiden Kommunikationswege spricht dafür, sie zu kombinieren. Denn erst im Zusammenspiel lässt sich ihr jeweiliges Potenzial voll ausschöpfen. Wer Social Media also nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum E-Mail- und Newsletter-Marketing begreift, kann von beiden Kanälen profitieren. Die folgenden sieben Tipps zeigen, wie sich Synergien von Social Media und E-Mail-Marketing für das B2B-Marketing schaffen und nutzen lassen – und wie Sie damit unter anderem das Neukundengeschäft pushen und die eigene Marke stärken.

 Promoten Sie Ihre Social Media-Accounts im Newsletter.

Verkünden Sie regelmäßig in Ihrem Newsletter, dass Sie auch in sozialen Netzwerken zu finden sind. Das muss nicht immer in Textform geschehen: Positionieren Sie einfach das Icon der Plattform, auf der Sie registriert sind, gut sichtbar in Ihren Newsletter und laden Sie Ihre Leser dazu ein, Ihr Unternehmen auf Facebook zu „liken“ oder Ihnen auf Twitter oder Xing zu folgen. Idealerweise geben Sie hier auch bereits einen Hinweis darauf, welchen Mehrwert Sie Followern und Fans in den sozialen Medien bieten, zum Beispiel die Ankündigung von Gewinnspielen, Events oder exklusive Rabattaktionen.

 Nutzen Sie den Publikums-Joker für neue Newsletter-Themen.

Worüber sollen Sie in Ihrem nächsten Newsletter schreiben? Fragen Sie doch einfach Ihr Publikum. Finden Sie heraus, in welchen sozialen Netzwerken Ihre Zielgruppe aktiv ist. Beobachten Sie dann, welche Themen Ihre Wunschkunden interessieren, was sie aktuell liken, teilen und kommentieren. Auf Twitter geben beispielsweise die Inhalte unter den „trending topics“ Aufschluss darüber, über welche Themen Ihre Zielgruppe oder Branche gerade heiß diskutiert. Alternativ können Sie auch gezielt bei Ihren derzeitigen Followern nachfragen. Wichtig ist in jedem Fall, Ihren Interessenten, Fans oder potenziellen Kunden aufmerksam zuzuhören. Nur so können Sie Ihren Newsletter mit Inhalten füllen, die Ihre Zielgruppe wirklich ansprechen und relevant für sie sind.

Lernen Sie von Social Media-Erfolgen.

Was in sozialen Medien funktioniert, kann auch außerhalb dieser Netzwerke erfolgreich sein. Lassen Sie sich also inspirieren: Aufmerksamkeitsstarke Bilder, unterhaltsame Videos und prägnante Texte funktionieren nicht nur im Social Web. Wenn es darum geht, Interesse zu wecken und wichtige Informationen spannend aufzubereiten, gibt es viele Beispiele, die Ihnen als Anregung dienen können. Sie haben schon Ideen? Testen Sie neue Themen oder Angebote einfach vorher in den sozialen Medien, zum Beispiel über zielgruppenspezifische Facebook-Anzeigen. Dann wissen Sie genau, wovon sich welche Wunschkunden am ehesten angesprochen fühlen.

Schauen Sie sich ruhig etwas ab.

Soziale Medien zu nutzen, ist für viele alltäglich. Der Nutzungskomfort, den die Kommunikation über Facebook, Xing & Co. bietet, gehört auch im E-Mail-Marketing auf die Agenda. Beispielsweise sollte Ihr Newsletter – wie es Ihre Leser von Social-Media-Webseiten gewohnt sind – auch auf mobilen Geräten optimal angezeigt werden. Verwenden Sie zudem auch Hashtags in Ihren E-Mail-Texten, erinnert und animiert das Ihre Leser, den Beitrag zu twittern. Darüber hinaus können Sie mit Hashtags die Keywords selbst bestimmen, mit denen Sie sich im besagten Netzwerk finden lassen wollen.

Gehen Sie auf Abonnenten-Fang im Social Media-Meer.

Machen Sie in Sozialen Netzwerken stets auf Ihren aktuellen Newsletter aufmerksam, indem Sie beispielsweise Auszüge daraus posten. Mit einer modernen Softwarelösung lassen sich sogar einzelne Newsletter-Artikel direkt aus dem System heraus in den sozialen Medien veröffentlichen. Damit machen Sie nicht nur Ihre bestehenden Abonnenten über andere Kanäle auf Ihre spannenden Newsletter-Themen aufmerksam, sondern können auch weitere Anmeldungen erzielen. Auch den Lesern Ihres Blogs – ja, auch der zählt zu den Sozialen Medien – können Sie am Ende eines Beitrags weitere regelmäßige Informationen anbieten und auf die Anmeldeseite zum Newsletter verweisen.

Lassen Sie Ihre Abonnenten für sich aktiv werden.

Anstatt Ihren Content immer selbst in den verschiedenen Social-Media-Kanälen zu streuen, lassen Sie es doch Ihre Abonnenten tun. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihre Inhalte einfach zu gut sind, um sie für sich zu behalten. Schließlich können auch E-Mails viral sein. Fügen Sie jedem Newsletter-Beitrag die entsprechenden Share-Buttons bei: So kann ein Newsletter-Abonnent Ihre Inhalte per Mail mit seinen Kontakten teilen, Ihrem Unternehmen auf Facbook, Twitter und Co. folgen.

Stimmen Sie Social Media- und E-Mail-Marketing aufeinander ab.

Legen Sie im Vorfeld fest, welche Sozialen Medien Sie in welcher Form zusätzlich zum E-Mail- bzw. Newsletter-Marketing nutzen wollen und was Sie damit erreichen möchten. Beachten Sie dabei, dass die Inhalte nicht identisch sein müssen, aber eine übergeordnete Strategie sinnvoll ist, damit alle Aktivitäten – sowohl über Social-Media- als auch über E-Mail-Marketing – auf Ihr übergeordnetes Kommunikationsziel einzahlen. Grundsätzlich sollten Sie jede Ihrer Botschaften in geeigneter Form an den für Ihre Zielgruppe relevanten Touchpoints platzieren.

Fazit: Ein Win-Win, wenn man weiß wie

Während E-Mails und Newsletter eine größere Menge und Tiefe an Informationen übermitteln können, schaffen es Soziale Medien, Inhalte schneller und weiter zu verbreiten. Indem beide Kanäle jeweils aufeinander verweisen und zur Interaktion animieren, lassen sich nicht nur mehr Abonnenten und Fans bzw. Follower generieren. Sie können dadurch auch die Reichweite Ihrer Botschaften erheblich steigern. Durch eine intelligente Verknüpfung von E-Mail-Marketing und Social Media-Aktivitäten, unterstützt von einer integrierenden Softwarelösung, kurbeln B2B-Unternehmen die Neukundengewinnung an und stärken die Kundenbindung.

Autor: Martin Philipp, Geschäftsführer von SC-Networks (www.sc-networks.de)

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