Social Media Monitoring: 4 Argumente, wie Sie Ihren Chef überzeugen

Designer nerven, Programmierer auch und Konzepter erst recht

Je größer das Unternehmen, desto langsamer mahlen häufig die Mühlen. Auf der einen Seite motivierte Mitarbeiter, die ein Thema vorantreiben möchten, auf der anderen Seite die Entscheider, welche dem nicht selten mit Phrasen wie „kein Budget“, „andere Projekte“ oder „keine Zeit“ entgegenstehen.

Wie wichtig das Thema Monitoring jedoch heute ist, habe ich bereits in einigen Artikeln dargelegt. Grund genug, Ihnen heute einige schlagkräftige Argumente an die Hand zu geben, um die Aufschiebe-Argumente Ihres Chefs zu entkräften und ihn von der Dringlichkeit eines Social Media Monitorings zu überzeugen.

Full-Service-Dienstleister

Die wohl am häufigsten verwendete Ausrede lautet: Wir haben keine Zeit bzw. andere Projekte haben derzeit Priorität. Über Produkte und Marken wird jedoch jederzeit gesprochen. Nicht zu wissen, was die Zielgruppen im Moment beschäftigt, wird auf kurze oder lange Sicht das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Sogenannte Full-Service-Dienstleister bereiten die wichtigsten Insights aus dem Social Web so auf, dass die Ergebnisse unmittelbar und zielführend verwendet werden können.

Monitoring als Grundlage

Eine weitere Phrase, welche gerne verwendet wird, lautet: Bevor wir Geld für Social Media Monitoring ausgeben, bauen wir erstmal unsere Corporate Kanäle auf. Genau andersherum sollte jedoch die Herangehensweise lauten. Die Ergebnisse aus dem Monitoring zeigen, auf welchen Kanälen die Kunden unterwegs sind und welche Wünsche sie an das Unternehmen und dessen Produkte haben. Ein intelligentes Social Media Monitoring bildet somit die Grundlage für einen erfolgreichen und nachhaltigen Social Media Auftritt.

Qualitative Insights sind nicht kostenlos

Auch gerne genommen: Wir haben im Moment kein Budget für Social Media Monitoring und nutzen daher erstmal kostenlose Tools. Natürlich gibt es kostenlose Lösungen, welche einen ersten Überblick im Social Web ermöglichen. Erkenntnisse gilt es für die Unternehmen dann jedoch selbst zu erarbeiten. Das kostet wiederum Zeit und damit auch Geld. Eine lückenhafte Datenbasis, Fehlbeiträge, mangelnde Erfahrung und die notwendige manuelle Nachbereitung erschweren zudem die Identifikation von belastbaren Insights. So mögen die Tools auf den ersten Blick kostenlos sein, um bedeutsame Erkenntnisse zu gewinnen, bedarf es jedoch entweder internen Human Ressources, kostenpflichtigen Tools oder spezialisierten Dienstleistern.

Branchen- und Themen-Monitoring

Über uns wird bisher nur wenig gesprochen, daher haben die Konversationen im Social Web für uns keine Bedeutung. Keine Frage, nicht über jedes Unternehmen gibt es tausende von relevanten Beiträgen. Dennoch können Unternehmen durch ein Themen-Monitoring oder die Beobachtung von Wettbewerbern spannende Informationen identifizieren. Gerade in Branchen, über welche nicht die Masse an Konversationen existieren, lassen sich zudem Wettbewerbsvorteile realisieren. Nicht zuletzt laufen Unternehmen ohne ein kontinuierliches Monitoring Gefahr, von Shitstorms erst aus der Presse zu erfahren. Andersherum könnten potentielle Brandherde bereits in deren Entstehung entdeckt und darauf reagiert werden.

Fazit:

Social Media Monitoring besitzt heute deutlich mehr Facetten als noch vor ein paar Jahren. Für jedes Bedürfnis gibt es entsprechende Spezial- und Full-Service-Dienstleister. Die häufig geringen Kosten stehen somit in keinem Verhältnis zu den Risiken sowie den verpassten Gelegenheiten oder Insights, falls ein Unternehmen kein Monitoring betreibt. Bleiben Sie daher hartnäckig und überzeugen Sie Ihren Chef mit den passenden Argumenten.

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Bildquellen

  • Teamwork: http://photodune.net/user/Pressmaster
Jan Bartels

Jan Bartels

Jan Bartels ist Gründer und Geschäftsführer der Webbosaurus GmbH, einem Full-Service-Spezialisten für Social Media Monitoring. Webbosaurus setzt auf intelligente Online-Tools, die relevante Social Media Beiträge identifizieren und auf hochwertige Analysen, die die Daten für individuelle Kundenanforderungen aufbereiten.

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1 Antwort

  1. Paul sagt:

    Meiner Meinung nach ist Social Media Monitoring die Online-Strategie der Zukunft.
    Nicht nur im Zusammenhang mit pro aktivem Kundenservice führt kein Weg daran vorbei, sondern fundiertes Monitoring eröffnet auch große Potentiale für Produktentwicklungs- und Innovationsabteilungen. Auf Basis von Social Media Monitoring können Kundenbedürfnisse erhoben und evaluiert werden, die in die kundenspezifische Adaptierung, oder Erweiterung des bestehenden Produkt Portfolios einfließen. Man arbeitet somit direkt am Kunden, und nicht an ihm vorbei.
    Social Media Monitoring kann in Form von „Social Selling“ dazu beitragen, den Sales anzukurbeln. Es deckt neue Absatzmärkte auf und hilft, potentielle Zielgruppen zu erforschen, um diese nach einer fundierten Analyse aktiv anzuwerben.
    Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings ein einwandfrei funktionierendes, zuverlässiges Monitoring, das die richtigen Keywords mit einschließt, sowie die Optimierung firmeninterner Prozesse. Um eine ganzheitliche, nachhaltige Unternehmensstrategie zu etablieren, müssen die verschiedenen Abteilungen Hand in Hand arbeiten und sich regelmäßig und intensiv untereinander austauschen. Es gibt bereits eine Handvoll multifunktionaler Software Lösungen am Markt, die nicht nur die Online Kommunikation nach außen, sondern auch interne Zusammenarbeit unterstützen, wie z.B. https://socialhub.io/de/.
    Monitoring sollte daher nicht mehr nur als ein Werkzeug der Marketing, oder PR-Abteilung, sondern als gesamtheitliches Unternehmenskonzept betrachtet werden. Langfristig macht sich die Investition in professionelles Social Media Monitoring jedenfalls positiv bemerkbar!

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