Unsere 10 Content Marketing Trends für 2017 (Teil 1)


Planen Sie schon Ihre Content Marketing Strategie für 2017? Dann sollten Sie ein Augenmerk auf diese heißen Trends für das nächste Jahr haben. Allgemein bewegt sich das Thema Content Marketing, das in den letzten Jahren viel „gehypt“ wurde hin zu einer durchdachteren, strategisch untermauerten Marketing Methode. Die Inhalte müssen qualitativer werden, um aus der Masse herauszustechen – außerdem bringen neue technologische Möglichkeiten neue Chancen mit sich.

Im ersten Teil unserer Serie finden Sie die ersten fünf Trends, die 2017 an Bedeutung gewinnen. Nächste Woche lesen Sie im zweiten Teil dann die weiteren fünf Trends.

1) Endlich der Durchbruch für Content Automatisierung und Personalisierung

Nachdem in den letzten Monaten und Jahren in die notwendige Technologie für Marketing Automation investiert wurde, widmen sich die Marketer der Ausschöpfung des Potentials. Inhalte werden mehr automatisiert erstellt, verbreitet und vermarktet als je zuvor. Gleichzeitig steigt die Analysefähigkeit dieser Inhalte und die Erkenntnisse aus den gewonnen Daten werden konkreter.

Mithilfe der Automatisierungstools werden die Inhalte außerdem zunehmend personalisiert, was das ganze Geschäftsfeld noch effektiver und auch spannender werden lässt. Der Content wird nicht mehr dazu erstellt, eine riesige Zielgruppe zu erreichen, sondern genau die richtige, zuvor präzise definierte Zielgruppe.

Die Branche muss dabei das Ziel im Auge behalten, nämlich die Inhalte mithilfe dieser Tools für die Nutzer noch hochwertiger und relevanter zu gestalten, um keinen kurzfristigen Effekt sondern langfristige Erfolge zu erzielen.

2) Mehr Klasse statt Masse: Qualität kommt vor Quantität

Nicht zuletzt durch neue Automation- und Personalisierungs-Tools – die angezeigten Inhalte, die um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe kämpfen, nehmen stetig zu. Dazu zählt auch die schiere Masse an Informationen, die heute in den Social Media Kanälen veröffentlicht wird. Wussten Sie das innerhalb von 60 Sekunden 56.000 neue Bilder auf Instagram geladen werden?

Man hätte es zuletzt jedes Jahr als neuen Trend deklarieren können, die Kurve steigt jedoch exponentiell und damit nimmt die Notwendigkeit dieses Themas von Jahr zu: In 2017 sollten Content Marketer schauen, dass sie sich endlich auf das Thema „Qualität“ konzentrieren. Um die Zielgruppe zu erreichen und aus der Masse hervorzustechen, geht es vermehrt darum die Messlatte höher zu legen. Dies betrifft übrigens Inhalt und Präsentation. Ein Beispiel hierzu: Wer heute auf Facebook ein Video hochlädt, der sollte eigentlich bereits standardmäßig, aufgrund des voreingestellten Lautlos-Modus, die gesprochenen Texte direkt einblenden.

In der endlosen Debatte wie journalistisch Content Marketing denn nun schon ist oder künftig sein sollte, trifft der Qualitätsgedanke einen wichtigen Punkt: Wer wirklich auf Klasse statt Masse setzt, der muss für die nicht-kreativen Inhalte auch den journalistischen Anspruch deutlich erhöhen.

Hinter jeder Content Marketing Kampagne steht eine Marke, die sich etwas Positives von den Aktion erhofft. Wie auch in anderen Marketingbereichen, sollte also auch Content Marketing dem Qualitätsstandard der Marke entsprechen.

3) Hoch spezialisierte Nischen entdecken Content Marketing für sich

Wie im zweiten Trend beschrieben, nimmt die Masse an Content rasant zu. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wird entsprechend härter. Besonders für kleine Unternehmen wird es schwieriger in diesem Umfeld zu bestehen. Mehr Content, und Content mit höherer Qualität, führen zunächst ein mal zu höheren Kosten in der Content-Erstellung.

Kleinere Unternehmen sollten daher eine Nische für sich definieren und gar nicht mehr versuchen den „großen“, generischen Themen nachzugehen. Stattdessen können sie andere Themen als Reichweite auf die Agenda setzen: Mit hochwertigen Nischen-Inhalten zeigt man Expertise in seinem Feld (Thought Leadership) und man erreicht mit zielgenaueren Inhalten auch ein höheres User Engagement, also ein loyaleres Publikum.

Besonders der letzte Punkt, ein loyales Publikum, gewinnt künftig mehr an Bedeutung. Denn Content Marketer sind bereits jetzt schon abhängiger von nicht-eigenen Plattformen wie Facebook, um ihre Inhalte zu vermarkten. Die Markenbildung ist auf Facebook jedoch ungleich schwerer. Damit der Leser nicht einfach zum nächstbesten Content-Angebot auf Facebook wandert, rückt die Leserbindung auf den eigenen Kanälen in den nächsten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt.

4) Influencer spielen eine immer größere Rolle

Während die ersten Konsumentenmarken Influencer Marketing bereits erfolgreich einsetzen, ziehen 2017 vor allem die B2B-Marken kräftig nach. Egal aus welchem Bereich ein Unternehmen kommt, es wird online immer schwieriger eine kritische Masse zu erreichen. Online ist immer noch kein echtes Reichweitenmedium und wird es noch auch eine Weile länger nicht sein. Eine gute Option online Reichweite aufzubauen, und im nächsten Jahr wohl auch noch zu bezahlbaren Preisen, stellt die Nutzung von Influencer Marketing dar.

Egal ob BibisBeautyPlace (3,5 Millionen YouTube Follower) für Beauty-Marken oder ein IT-Blogger für Software-Unternehmen, die eigene Markenbotschaft vermittelt durch einen reichweitenstarken und bei der Zielgruppe glaubwürdigen „Influencer“, wird immer tiefer zur Zielgruppe dringen als eine selbst kommunizierte Botschaft. Dabei ist der Online-Influencer nur eine Weiterentwicklung eines Celebrity-Testimonials. Am Ende geht es um die Glaubwürdigkeit. Ist ein Influencer bei seiner Zielgruppe immer noch „echt“, hat also nicht zu viele Influencer-Deals für sich abgeschlossen, bleibt er ein vertrauensvolles Medium für seine Follower.

Übrigens: Achten Sie nicht nur auf die Anzahl von Abonnenten, Followern oder Likes – schauen Sie besonders auf das Engagement. Viele Kommentare und lebhafte Diskussionen unter den Beiträgen zeugen von einer loyalen Fan-Base. Dieser Aspekt, wie schon im dritten Trend beschrieben, gewinnt für Content Marketer 2017 weiter an Bedeutung.

5) Native Advertising erfreut sich zunehmender Beliebtheit für das Seeding

In einer Zeit, in der über ein Drittel der Internetnutzer einen Adblocker installiert haben und der Werbebranche damit ein Schaden in Milliardenhöhe entsteht, bedarf es der Kreativität von Marketern mehr ab als noch vor einigen Jahren. Alle derzeitigen Marketingtrends, darunter Native Advertising, gehen in dieselbe Richtung: nämlich auf den Konsumenten und seine Interessen zu. 2017 wird das Jahr für Native Advertising.

In den letzten Jahren haben viele der großen Publisher bereits damit begonnen eigene interne Agenturen aufzubauen. Refinery29 hat die Inhouse-Agentur „Here and Now“ aufgebaut, Vice bietet mit „Virtue“ hauseigene Ad-Services an. Der Grundgedanke dahinter: Gut umgesetztes Native Advertising fügt sich nahtlos in die Content-Umgebung des Mediums ein. Und wer kennt die Content-Umgebung und die Interessen der Leser am besten? Der Publisher selbst natürlich. Marken kommen also direkt, oder über ihre Lead-Agentur, auf die Publisher zu, die mit ihren Inhouse-Ad-Einheiten dann die Kampagnen erstellen.

Abgesehen davon, dass diese Inhouse-Einheiten vermehrt zu einem wichtigen Umsatzfaktor für die Publisher werden, zeigt diese Entwicklung, dass Marketer Native Advertising besser verstehen und effektiver einsetzen wollen. 2017 werden so viele gute, native Ad-Kampagnen zu sehen sein wie nie zuvor. Tendenz steigend. In einer Zeit, in der die Konsumenten genug haben von schlechten Banner Ads, Pop-Ups, Pop-Unders, Pre-Rolls, etc, und dadurch die Nutzung von AdBlockern explodiert, wird Native Advertising zu einem der absoluten Kern-Instrumente im modernen Marketing.

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Bildquellen

  • content-marketing-trends-2017: Contentpepper® | CC BY 2.0
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