Intranet goes mobile


Während ein Intranet als internes Informationsmedium eingesetzt wurde und vorwiegend dem reinen Veröffentlichen von Informationen und Dokumenten diente, ermöglichen heutige Mitarbeiterportale eine Integration verschiedenster Anwendungen, Workflows und Enterprise Collaboration Funktionen.

Ein Intranet ermöglicht den digitalen Arbeitsplatz, der sich ständig wandelt. Gearbeitet wird mittlerweile von zu Hause, auf Geschäftsreise und vor Ort beim Kunden. Dazu werden mobile Endgeräte immer mehr zum Standard in Unternehmen. Mitarbeiter setzen vermehrt mobile Endgeräte und Apps ein, um ihre Aufgaben erfolgreich zu erfüllen.

Die Prognosen des Branchenanalysten Gartner Inc. sind daher nicht überraschend: „Bis 2014 werden 90 Prozent der Unternehmen ihre Anwendungen auf privaten mobilen Endgeräten ihrer Mitarbeiter unterstützen. Die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten bei den Mitarbeitern zwingt die Unternehmen zum Umdenken. Dabei ist »Mobile« längst viel mehr als der Zugriff auf E-Mails, Kalender und Kontakte.

Das bedeutet für ein Intranet/Mitarbeiterportal, dass aller Content, Prozesse und Applikationen, die am Desktop im Unternehmen genutzt werden, auch unterwegs verfügbar sein müssen.

Der erste Schritt auf dem Weg zum mobilen Intranet ist die Schaffung der technischen Voraussetzungen. Wenn unternehmensrelevante Daten und Informationen interne Netze verlassen, läuten in vielen Unternehmen die Alarmglocken. Beim Einsatz von mobilen Endgeräten muss immer diskutiert und entschieden werden, wie sicher sind die Informationskanäle oder wie können sie sicher gestaltet werden. Zwei der größten Barrieren gegen die Einführung des mobilen Intranets sind die Angst vor unzureichender Sicherheit und die Kosten.

Nicht alle Mitarbeiter rufen „Hurra ich bin mobil“

Mitarbeiter eines Unternehmens kommen in der Regel aus allen Altersgruppen, d. h. neben Digital Natives sitzen Silver – Surfer, die mit unterschiedlicher Begeisterung ihre Smart Phones und Tablets nutzen. Hier ist die Akzeptanz eines mobilen Intranets zu prüfen. Werden die bereit gestellten Informationen auf einem kleinen Display nicht noch weniger gelesen als am normalen Computerbildschirm? Oder wird hier nur viel Aufwand für eine kleine Nutzergruppe betrieben? Ein mobiles Intranet muss auf alle Nutzer im Unternehmen zugeschnitten sein. Smartphones und Tablets – dies lehrt die rasante Entwicklung – werden zum primären Zugangskanal der Unternehmen zu ihren Mitarbeitern.

Responsive Webdesign

Responsive Webdesign ist ein noch recht junges Entwicklungs-und Designkonzept, bei dem Websites so angelegt werden, dass sie sich beim Laden an das jeweils anfragende Gerät anpassen und im Idealfall optimal dargestellt werden. Technisch gesehen wird dabei die gleiche Website ausgeliefert, jedoch werden je nach zur Verfügung stehender Bildschirmgröße vorher definierte Elemente (z. B. Textabsätze, Navigationselemente, Bilder) anders angeordnet oder verkleinert.

Portalsysteme bieten sich als Lösung für ihr mobiles Intranet an?

Wer ein Intranet bzw. Mitarbeiterportal realisieren möchte begibt sich auf die Suche nach einem geeigneten System. Da lohnt es sich, einen Blick auf eine aktuelle Studie von Gartner zu werfen. Gartner empfiehlt Unternehmen, Open Source Portale als ernsthafte Alternative zu proprietären Produkten in Betracht zu ziehen. Der Analysegigant hat zu diesem Thema ein Research Paper veröffentlicht. Fünf Anbieter von Portal-Software beherrschen den Markt bei Mitarbeiterportalen: Microsoft, IBM, Oracle, SAP und Liferay. Open Source Portale halten Schritt im Umfeld der proprietären Systeme. Liferay Portal rückt stärker in den Fokus, nicht nur, um Lizenzkosten zu sparen.

Liferay Portal 6.2 ist mobil

Liferay Portal ein ausgereiftes Open Source System mit einer Vielzahl an Collaboration Funktionen für das interaktive Zusammenarbeiten der Mitarbeiter bietet auch die Voraussetzungen für das mobile Intranet. Es erlaubt Multi Channel Publishing für Desktops sowie mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Entweder können für verschiedene Ausgabegeräte unterschiedliche Websites angelegt werden oder es wird bei der „All-in-One“-Website ein sog. „responsive Layout“ eingesetzt, durch welches sich der Aufbau der Seite automatisch an die Darstellungsmöglichkeiten des Endgerätes anpasst. Der Redakteur hat für jede Seite Zugriff auf eine Vorschau, in welcher die Ansicht auf den verschiedenen Geräten und Auflösungen simuliert werden kann. Die Erwartungen der Mitarbeiter den gleichen Inhalt wie auf seinem PC im Büro zu sehen werden erfüllt.

Somit steht der Idee „Intranet goes mobile“ nichts mehr im Wege.

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Bildquellen

  • Intranet-mobile: comundus GmbH
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