Online Redakteur: Mehrwert ist mehr wert!


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Online Redakteur kann in der heutgen Zeit fast jeder werden. Das Internet macht es möglich: von jedem Ort der Welt können Verfasser Texte online stellen und einer großen Öffentlichkeit verfügbar machen. Egal ob Weblogs oder herkömmliche Websites – es gilt die Losung „do-it-yourself“. Doch dabei wird oft der User aus dem Blick verloren.

Der Internet-Nutzer ist inzwischen „erwachsen“ geworden – und hat eine gewisse Erwartungshaltung an den Informationsgehalt und die Benutzerfreundlichkeit von Internet-Angeboten. Dem Online Redakteur werden völlig neue Kompetenzen abverlangt: Die neu gewonnenen Erkenntnisse aus der Usability-Forschung müssen berücksichtigt werden und sowohl in die Texterstellung als auch in die Konzeption der Website eingehen.

Online Redakteur: Von der technischen Machbarkeit zum Inhalt

Die steigende Benutzerrate wurde durch die zunehmende Verfügbarkeit von Informationen über das Internet in den letzten Jahren noch potenziert. Dabei wurde in den Anfangsjahren des Internets vor allem auf die technische Machbarkeit, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit gesetzt – getreu der Maxime: Je mehr Informationen online verfügbar sind, desto stärker wird das Internet als Informationsquelle genutzt.

Jeder Internet-Auftritt konkurriert mit anderen Informationsquellen (webintern sowie gegenüber klassischen Informationsquellen aus Printmedien, Fernsehen, Hörfunk, etc.). Dabei lässt sich am Leseverhalten der User ablesen, dass mit den Informationsmengen auch die Ansprüche an die inhaltliche Aufbereitung und Qualität von Online-Inhalten gestiegen sind: Je mehr Informationen online verfügbar sind, desto stärker werden diese Inhalte im Hinblick auf die Qualität der Informationen bewertet und selektiert.

Jakob Nielsen bringt es in einer Studie zur Usability des Internets ( www.useit.com/alertbox ) auf den Punkt. Ist eine Website schwierig zu benutzen, verlassen sie die Nutzer. Wird nicht deutlich, was die Seite bietet, klicken sie weiter. Verlieren die Nutzer sich in den angebotenen Informationen, geben sie auf und gehen. Ist die angebotene Information schwer zu finden, schlecht zu lesen oder inhaltslos, so wenden sich die Nutzer ab. Kurz: Je kompetenter Online-Informationen verfügbar gemacht werden, desto höher ist der Mehrwert für den User.

Das Geheimnis des Erfolges: Online-Kompetenz

Diese Erkenntnis über die steigenden Ansprüche der User liest sich unweigerlich wie ein offener Appell an die Online-Kompetenz all derer, die Internet-Auftritte gestalten, redaktionell steuern und mit Textinhalten füllen. Ganz gleich, ob es sich um professionelle Internetauftritte von Unternehmen, Magazinen, Zeitungen oder Sendeanstalten handelt, um Intranet oder Extranet, um politische oder kommerzielle Inhalte – die jeweilige Information muss stets so aufbereitet sein, dass der User dadurch einen Mehrwert erhält.

Aus diesen Erfahrungen lassen sich entscheidende Online-Kompetenzen ableiten:

a.) Information

Die jüngste Usability-Forschung ergibt, dass sich das Verhalten der User auf drei Kernsapekte konzentriert, die auch für den Online-Redakteur entscheidend sind: Die Suche von Informationen spielt eine zentrale Rolle innerhalb der Nutzung des Internets. Dabei wird die Trefferwahrscheinlichkeit nicht nur durch technische Tricks beeinflusst, sondern auch das suchgerechte Schreiben der verantwortlichen Redakteure ist von großer Bedeutung. Der Text des Online-Redakteurs hat direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, dass dieser später vom Nutzer auch gefunden wird.

Bewertung von Informationen: Nur wenn die Nutzer mit der Funktionalität der Seite zufrieden sind und schnell bewerten können, ob die angebotenen Informationen aktuelle und relevant für sie sind, werden sie die Seite als hilfreich ansehen. Dazu gehört auch die Frage, wie benutzerfreundlich und schnell die Anwendung, Navigation und Lesbarkeit der jeweiligen Seite ist.

Als ein weiteres entscheidendes und oft unterschätztes Kriterium gilt die Vernetzung von Informationen. In der Vergangenheit gingen Online-Redakteure von der Annahme aus, dass die Besucher einer Webseite möglichst exakte, knapp formulierte Informationen zu einem konkreten Punkt suchen. Heute weiß man, dass erst durch die webgerechte Aufbereitung von Informationen durch Vernetzung, Verlinkung und Modularisierung der Text aufgewertet und eine Vollständigkeit der Information erreicht werden kann.

b.) Redaktion

Das Angebot und die Qualität von Webinhalten steht und fällt mit einer kompetenten Online-Redaktion. In diesen Kompetenzbereich gehört die internetgerechte Darstellung von Informationen genauso wie die gezielte Auswahl von Information und deren kontinuierliche Aktualisierung. Denn entgegen der bisherigen Annahme, möglichst alles immer und überall verfügbar zu machen, handelt es sich beim Internet um ein redaktionelles Medium, das entsprechend kompetent gestaltet und betreut werden muss.

Auch hier sind die Bedürfnisse der User optimal auf das Potenzial webbasierter Kommunikation abzustimmen: So ist die Rolle des Online-Redakteurs im Rahmen einer vollständigen Dienstleistungseinheit definiert, die neben der Auswahl und Ausformulierung von Inhalten auch einen effizienten Workflow und ein gezieltes Content-Management umfasst. All diese Faktoren tragen maßgeblich dazu bei, dass ein Online-Angebot durch Qualität überzeugt und entsprechend genutzt wird.

c.) Textgestaltung

Ob die User mit dem Angebot einer Website zufrieden sind oder nicht, hängt stark davon ab, ob die sich Online-Redakteure spezielle Kenntnisse für das Erstellen von Texten im Internet angeeignet haben. Die Standards journalistischen Schreibens gelten auch für das Texten im Internet, lassen sich aber aus dem Bereich Printmedien nicht 1:1 übernehmen. Zumal von einem veränderten Leseverhalten am Bildschirm ausgegangen werden muss. Der Online-User liest nichtlinear, das heißt er entscheidet selbst, welche Informationen er in welcher Reihenfolge abrufen will. Ein webgerechter Text sollte also modularisiert, prägnant informierend und leicht scanbar sein.

Online-Kompetenz: Drei Wege zum Ziel

Auch für das Internet gilt also: Informationen allein reichen nicht aus – sie müssen stets mediengerecht und im Hinblick auf einen optimalen Nutzen für die Online-Leser aufbereitet werden.

  • Die Nutzer wollen die Informationen, die sie benötigen, schnell finden. Dies muss die Online-Redaktion stets im Blick haben.
  • Texte müssen gut scanbar sein, damit die Online-Leser, die wenig Zeit haben, Informationen sehr schnell bewerten können.
  • Im Gegensatz zu Printprodukten bietet das Internet Möglichkeiten zur Vernetzung von Inhalten, die einzelne Information wird dadurch aufgewertet.

So genutzt, stellt das Internet nicht nur eine bloße Erweiterung zu den Angeboten anderen Medien dar, sondern bietet einen deutlichen Mehrwert.

Texten im Internet ist unsere Kompetenz. Für Fragen zu Aus- und Weiterbildung von Online-Redaktionen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.aexea.de

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  • Online-PR: http://photodune.net/user/tashatuvango
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4 Comments

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