Zehn Vorsätze für eine bessere Webseite


Zehn Vorsätze für eine bessere Site

Zehn Vorsätze für eine bessere Webseite: Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze. Doch denken Sie dabei nicht nur an sich, sondern auch an Ihre Site. Hier zehn Vorschläge, wie Sie ihr (und damit auch sich) 2005 etwas Gutes tun:

10 Vorsätze für eine bessere Webseite

1. Inhalte wichtig nehmen

Die Website ist kein Selbstzweck. Nur wegen der Inhalte wird sie besucht. Widmen Sie daher den Inhalten die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Nichts ist so wichtig wie die Inhalte. Schlechte Gestaltung kann zwar abschrecken, hervorragende Gestaltung allein bindet jedoch niemanden langfristig an Ihre Site. Investieren Sie deshalb in Zukunft nicht nur in Gestaltung und Technik, sondern auch in hochwertige Inhalte. Dazu gehört, dass die Inhalte immer aktuell sind. Nichts zeigt den Benutzern deutlicher, dass eine Site nicht sorgfältig gepflegt wird, als veraltete Informationen auf der Startseite. Nennen Sie hier Termine, müssen Sie unbedingt daran denken, die Seite zu ändern, sobald diese vorbei sind. Schreiben Sie sich am besten eine Erinnerung in Ihren Kalender. Bevor Sie in Zukunft Inhalte ergänzen, überlegen Sie jedes Mal, ob sie tatsächlich für Ihre Benutzer von Nutzen sind. Informationen stehen im Web im Überfluss bereit. Was jedoch rar ist, ist sorgfältige Auswahl. Bieten Sie Ihren Benutzern echten Service und stellen Sie nur das online, was wirklich für sie zählt.

2. Texte polieren

Denken Sie beim Schreiben der Texte immer an die Benutzer. Vermeiden Sie Fachwörter, erklären Sie alles, was sie möglicherweise nicht verstehen könnten. Auch wenn Sie Werbung für sich machen: verwenden Sie eine klare, sachliche Sprache. Sie schreiben keine Anzeige, sondern Text für eine Website. Denken Sie daran: Text wird auf dem Bildschirm selten gelesen. Je kürzer er ist, desto größer ist die Chance, dass es doch jemand macht. Verwenden Sie deshalb die meiste Zeit nicht aufs Formulieren, sondern aufs Kürzen. Jeder Text lässt sich kürzen. Strengen Sie sich an! Vermeiden Sie lange Sätze und Nominalstil. Alles lässt sich durch Verben ausdrücken. (Z.B. nicht: „Der Verwendung des Aktivs ist der Vorzug zu geben.“ sondern „Gebrauchen Sie das Aktiv!“) Beginnen Sie mit den Texten, die Sie neu schreiben. Nehmen Sie sich dann jede Woche einen Teil der bestehenden Seiten vor, bis Sie alles überarbeitet haben.

3. Seiten gliedern

Lockern Sie die Seiten durch Zwischenüberschriften und Absätze auf. Sie erleichtern das selektive Lesen und sorgen für ein angenehmeres Bild. Zu viel Text auf der Seite wirkt abschreckend. Schreiben Sie Überschriften und Seitentitel, die erklären. Witzige Formulierungen helfen nicht dabei, den Inhalt schneller zu erfassen und werden leicht missverstanden oder als unpassend empfunden.

Mehr zum Thema richtig intern und extern verlinken.

4. Struktur entschlacken

Jede Site, die gepflegt wird, setzt im Lauf der Zeit an. Starten Sie ins neue Jahr mit einer Aufräum-Aktion. Sortieren Sie die Inhalte so, wie sie Ihre Benutzer erwarten. Unterteilen Sie Bereiche, die im Lauf der Zeit unübersichtlich geworden sind. Löschen Sie Bereiche, die nicht mehr aktuell sind oder nicht besucht werden.

Mehr zum Thema Sitemap erstellen.

5. Inhalts-Wartungsplan anlegen

Um in Zukunft Wildwuchs vorzubeugen legen Sie einen Inhalts-Wartungsplan an. Darin halten Sie fest, wie Erweiterungen vorgenommen werden, wie die Site strukturiert ist sowie wie die Texte formatiert und geschrieben sein sollen. Außerdem steht darin, welche Inhalte wann zu aktualisieren sind. Auch dazu ist ein Eintrag in Ihren Kalender empfehlenswert.

6. Usability im Prozess verankern

Falls Sie es noch nicht getan haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Usability im Prozess von Pflege und Weiterentwicklung Ihrer Site zu verankern. Je mehr Zeit und Budget Sie dafür einplanen, umso erfolgreicher wird Ihre Site sein. Doch auch wenn Sie nichts dafür ausgeben möchten, sollten Sie sich mit den Methoden der Usability auseinander setzen. Mit diesen können Sie auch praktisch ohne Kosten die Entwicklungszeit verkürzen und mit geringem Zeitaufwand deutlich bessere Ergebnisse erreichen. Ausgangspunkt für Ihre Weiterbildungsinitiative können die benutzerfreun.de sein.

Hier erfahren Sie wie Sie Usability Tests durchführen.

7. Auf die Benutzer hören

Im nächsten Jahr sollten Sie noch mehr auf das hören, was die Benutzer Ihnen sagen. Lesen Sie deren E-Mails und beantworten Sie sie immer unverzüglich. Denken Sie über jede Kritik und alle Anregungen zumindest kurz ernsthaft nach und tun Sie sie nicht gleich als Einzelmeinungen oder nicht realisierbar ab. Doch auch wenn Ihre Benutzer scheinbar schweigsam sind, erzählen sie Ihnen eine ganze Menge. Jeder Zugriff auf eine HTML-Seite oder ein Bild wird im Logfile des Webservers festgehalten. Dazu protokolliert er, von welcher IP der Zugriff kam, wann das passiert ist, nach welcher URL gefragt wurde, mit welcher Datei er geantwortet hat, woher der Zugriff kam und welchen Browser der Besucher hat.

Die Logfiles lassen sich leicht auswerten, bei vielen Hostern sind Programme dazu in allen Paketen enthalten. Nutzen Sie diese Informationsquelle und finden Sie heraus, woher Ihre Besucher kommen, welche Seite sie am häufigsten aufrufen und welche Seiten sie nie ansehen. Überlegen Sie, woran das jeweils liegt. Erstellen Sie mehr Seiten von der Art, wie sie häufig aufgerufen werden. Löschen Sie die Seiten, die niemand ansieht oder platzieren Sie sie so, dass sie gefunden werden.

Um noch mehr zu erfahren, starten Sie eventuell eine kleine Umfrage. Rufen Sie im Newsletter zur Teilnahme auf, wenn Sie einen haben. Oder tun Sie das auf Ihrer Startseite. Ein paar verloste Preise steigern die Beteiligung deutlich. Stellen Sie nicht zu viele Fragen und seien Sie möglichst konkret. Lieber „Finden Sie im Support-Bereich immer was Sie suchen?“ oder „Wie könnten wir unseren Bestell-Assistenten verbessern?“ statt Fragen wie „Kommen Sie mit der Navigation klar?“.

8. Barrierefreiheit herstellen

Haben Sie es noch nicht getan, ist jetzt der Zeitpunkt, um Ihre Website barrierefrei zu machen. Damit sichern Sie nicht nur die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkten Zugriffsgeräten wie PDAs und Handys, sondern Sie verringern auch Ihren Wartungsaufwand. Sitzen Sie nicht dem verbreiteten Irrglauben auf, Barrierefreiheit hieße Verzicht auf gutes Design oder Bilder. Barrierefreiheit bedeutet keine Einschränkung, sondern eine Erweiterung Ihrer Site. Mehr dazu finden Sie unter http://www.benutzerfreun.de konzepter-infos/umsetzung/barrierefreiheit.html.

Mehr zu diesem Thema: Barrierefreie Webseiten.

9. Für Sichtbarkeit sorgen

Verstecken Sie Ihre wertvollen Inhalte nicht. Gute Metadaten sorgen dafür, dass diese gefunden werden – auf der Site selbst und über Suchmaschinen. Der Seitentitel gehört beispielsweise zu den Metadaten. Ebenso eine Zusammenfassung und Stichwörter, die den Inhalt beschreiben. Auch die Überschriften (H1, H2 usw.) kann man dazu zählen. Seitentitel und Überschriften sind wichtige Anhaltspunkte für Suchmaschinen und lokale Suchfunktionen. Seien Sie daher bei diesen sorgfältig – sie entscheiden darüber, ob Ihre Inhalte gefunden werden oder nicht. Stellen Sie mögliche Suchbegriffe zusammen, wie sie die potentiellen Besucher Ihrer Site einsetzen würden. Hat Ihre Site eine Suchfunktion, nehmen Sie die Begriffe unter die Lupe, nach denen Ihre Benutzer bisher gesucht haben.

10. Zielkontrolle planen

Selbst wenn Sie alle vorigen Vorsätze schon in die Tat umgesetzt haben, ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus. Nehmen Sie sich vor, regelmäßig zu prüfen, ob Ihre Site die Ziele erreicht, die Sie gesetzt haben.

Nur wer sich bewegt, bleibt fit und erfolgreich.

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