Apple Pay launcht in Deutschland


iPhone mit Bluetooth-Kopfhörern

Gerade noch rechtzeitig: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft startet Apple mit Apple Pay nun auch in Deutschland seinen Payment-Dienst. Kunden können ab sofort ganz einfach per iPhone oder Apple Watch im Präsenzhandel am Point of Sale bezahlen.

Ganze vier Jahre hat es gedauert, bis Apple auch den Weg an Deutschlands Kassensysteme gefunden hat. Mit Apple Pay können Kunden ihre Einkäufe im stationären Handel statt bar oder per Kreditkarte nun auch bequem per Smart-Devices bezahlen. Natürlich muss das Kassensystem das kontaktlose Bezahlen per NFC unterstützen. Rund 820.000 Terminals wurden bereits entsprechend umgerüstet. Rein theoretisch könnte Apple auch Klassenprimus PayPal angreifen. So können nämlich Käufe im Onlinehandel ebenfalls mit Apple Pay bezahlt werden.

Neue Impulse für Mobile-Payment durch Apple Pay

Die Markteinführung wurde von Apple-Chef Tim Cook bereits Anfang August noch für das Jahr 2018 prognostiziert. Branchenexperten erhoffen sich durch den Launch von Apple Pay in Deutschland wichtige Impulse für das Mobile-Payment. Da hat Deutschland nämlich noch reichlich Luft nach oben. Und das, obwohl auch Kreditkarten mehrheitlich mit NFC-Chips ausgestattet sind. Der »Modus Operandi« ist identisch mit dem Bezahlverfahren per Smartphone, Tablet oder Wearables.

Zu Apples lokalen Kooperationspartnern gehören neben der Deutschen Bank auch die Banken und Finanzdienstleister N26, boon, die HypoVereinsbank, Hanseatic Bank, Fidor Bank, bunq, American Express, Santander und die Comdirect Bank. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken vertrauen (vorerst) auf ihre eigenen Bezahl-Apps.

Logos der Banken und Finanzdienstleister, die Partner von Apple Pay in Deutschland sind

Quelle: Apple.com

Logos der Banken und Finanzdienstleister, die Partner von Apple Pay in Deutschland sind

Im stationären Handel lassen sich in einem weiten Partnernetzwerk mit Apple Pay bezahlen. Zum Start sind Supermarkt-Ketten wie Netto oder Aldi, Filialen von MediaMarktSaturn, Modehäuser wie H&M und Zara und Gastronomie wie etwa Vapiano oder McDonald’s dabei. Auch in der AllianzArena können Fussball-Fans mit ihren mobilen Endgeräten bezahlen.

Deutschland gilt als sehr spezieller Markt. Denn Deutschland ist nach wie vor Bargeldland – mit einer leichten Korrektur in Richtung Mobile Payment. Nach einer Studie der Deutschen Bundesbank rutschte die Bargeldquote 2017 bei Geldtransaktionen erstmals unter die 50-Prozent-Marke. Apple Pay ist bislang in 31 Ländern verfügbar. In vielen europäischen Ländern – zum Beispiel in Frankreich, der Schweiz oder Spanien – ist Apple Pay bereits eingeführt. Ein Beleg für das bislang zurückhaltende Interesse der Deutschen an digitalen Payment-Lösungen – zumindest beim Bezahlen im stationären Handel am Point of Sale.

 

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