CMS Trends im Contentmanagement


CMS Trends

Das Management von Inhalten ist zentraler Erfolgsfaktor fĂŒr digitales Marketing. Content Management Systeme(CMS) sind daher die Basis, auf der alle Maßnahmen aufbauen. Sie zentralisieren und kanalisieren Inhalte. In den vergangenen Jahren hat es hier eine sehr dynamische Entwicklung der Systeme und Lösungen gegeben. Wir haben 5 Experten gefragt, wie Sie die Zukunft im Bereich der CMS-Lösungen einschĂ€tzen und welche CMS Trends sie beobachten.

Content Management Systeme sind im digitalen Marketing unverzichtbar. Ob man nun auf eine Open Source- oder eine Enterprise Lösung setzen will, hĂ€ngt von den eigenen Ambitionen, dem geplanten Einsatzgebiet und einigen anderen Faktoren ab. Zum Beispiel, ob man auf eine Enterprise- oder eine Open Source Lösungen setzen möchte. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Enterprise CMS vs. Open Source CMS: Inklusive Checkliste zum Download“.

Volle Kraft in Richtung Headless und DXP – aber Hauptsache Schnittstellen

Wir haben fĂŒr Sie einige CMS-Experten gefragt wie sich der Einsatz von CMS-Lösungen weiter entwickeln wird. Die meisten sind sich dabei einig, dass ein „normales“ Content Management System als alleinige Lösung nicht mehr ausreichend ist. Vielmehr sollten Unternehmen darauf achten, dass Sie ein Setup von FunktionalitĂ€ten bzw. Software haben, die ineinandergreifen, sich gegenseitig erweitern und miteinander per Schnittstelle verknĂŒpfbar sind. Ob diese einzelnen Funktionsbereiche nun „monolithisch“ von einer einzigen Suite abgedeckt werden oder man einen Teppich von spezialisierten Einzellösungen fĂŒr sich und seine Aufgabenstellung webt, ist dabei Geschmacksache. Besonders hĂ€ufig wurde das Thema Headless-CMS (hier dazu unser Artikel „Was ist eigentlich ein Headless-CMS?“) als Trend genannt, sowie das Zusammenspiel mit Digital Experience Plattformen (DXP). GrundsĂ€tzlich beobachten die Experten jedoch auch Trends fĂŒr eine verstĂ€rkte Migration von Daten und Software in die Cloud. Einigkeit scheint darĂŒber zu bestehen, dass der Schnittstellen-Kompetenz als zentralem Asset von CMS-Lösungen eine hohe Relevanz zukommt, dass ein CMS aber weiterhin Kern des Software-Setups bleiben wird. Unternehmen sollten daher einen genauen Blick darauf werfen, in welchem Maße das gewĂ€hlte Content Management System SchnittstellenfĂ€hig ist und welche Schnittstellen schon standardmĂ€ĂŸig mit an Bord sind. Wir haben fĂŒr Sie eine Übersicht ĂŒber die Schnittstellen von 17 Content Management Systemen zusammengestellt, die Sie hier downloaden können.

Lesen Sie hier die Trends der Experten:

Matthias Kant, Chief Analyst Digitize! GmbH

Quelle: Digitize! GmbH

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter? 

Immer hĂ€ufiger wird Content & Commerce in Kombination benötigt. Es entwickelt sich vieles sehr positiv in Richtung von MACH – Microservices, API first, Cloud driven, Headless Commerce. Oder vollstĂ€ndig aufgelistet:

  • Best of Breed
  • Headless
  • API-First
  • Cloud und SaaS First
  • Loose Coupling
  • Multi-System-Lösungen.

Welche großen Herausforderungen entstehen bei der Implementierung von CMS Systemen?

Um Content & Commerce zu implementieren, benötigt man Product-Content (PIM), Medien und Dokumente (MAM), Corporate Content (CMS) und E-Commerce (SHOP). Daher muss man oft zwischen zwei ungĂŒnstigen Alternativen wĂ€hlen:

  1. eine Mischung aus unflexiblen Standard-Software-Produkten wĂ€hlen, die mit viel Aufwand ĂŒber zahlreiche 1:1 Schnittstellen nach und nach miteinander verbunden werden, oder
  2. eine hochgradig kundenspezifisch entwickelte und daher teure Framework-Lösung konzipieren, implementieren, betreiben und weiterentwickeln.

Die Lösung ist der Einsatz von Software, die nach dem Prinzip von Headless, API first und Cloud driven arbeitet.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 

FĂŒr unseren Schweizer Markt wollen Unternehmen meist keine monolithische Lösung von einem einzigen Anbieter. Wir bevorzugen Software-Anbieter, die eine dreischichtige Architektur fĂŒr digitale Erlebnisplattformen unterstĂŒtzen, vgl. Forrester:

  • Customer Experience
  • Plattform Services
  • Infrastructure Services

Was bietet die Digitize! GmbH?

Strategieberatung zur Digitalisierung inkl. Software-Auswahl und Software-EinfĂŒhrung

Uli Wolter, Managing Director von Macaw Germany

Quelle: Macaw Germany

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter? 

Es geht nicht mehr nur um die Verwaltung von Content, sondern um die intelligente Nutzung von Content und Daten, um dem Besucher wĂ€hrend der gesamten User Journey ein relevantes und persönliches Erlebnis zu bieten. DafĂŒr ist eine Lösung erforderlich, die neben den eher klassischen Content-Management-Funktionen auch starke Marketing- und Personalisierungsmöglichkeiten bietet: eine DXP-Lösung. Ein CMS allein reicht nicht mehr aus.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 
Viele Unternehmen erwĂ€gen, ihre IT-Strategie auf eine Strategie umzustellen, die auf Mikroservice-, API- und Cloud-basierte Lösungen setzt.  Headless CMS-Lösungen passen daher perfekt in die Technologielandschaft von Unternehmen, die sich fĂŒr die Umsetzung dieser Strategie entschieden haben, und können in Kombination mit einer DXP-Lösung die Kundenreise an allen Touchpoints perfekt unterstĂŒtzen!

Was bietet Macaw Germany? Full Service-Partner fĂŒr digitale Kommunikation, Transformation und E-Business

Johannes Rosenboom, Vice President Sales, Marketing and Business Development, Business Line Public Sector bei Materna Information & Communications

Quelle: Materna Information & Communications SE

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter? 

WĂ€hrend klassische CMS-FunktionalitĂ€ten von Kunden als Standards vorausgesetzt werden, steigen die Anforderungen an die InteroperabilitĂ€t und tiefe Integration mit anderen Digitalplattformen (z.B. e-Commerce, CRM, DAM) der Kunden. Gleichzeitig steigt der Beratungsbedarf fĂŒr die Zusammenstellung von Komponenten fĂŒr Analytics, (Echtzeit-)Personalisierung, Omnichannel-Marketing etc. fĂŒr ein kundenoptimiertes DXP-Ecoystem. DarĂŒber gewinnt KI zunehmend an Bedeutung – und dabei nicht nur im Bereich der Personalisierung, sondern auch fĂŒr die UnterstĂŒtzung von Redakteuren oder bspw. fĂŒr eine Nutzeransprache ĂŒber Assistenzsysteme (z.B. Chatbots, digitale BĂŒrgerassistenten).

Welche großen Herausforderungen entstehen bei der Implementierung von CMS Systemen?

Die Implementierung von CMS-Systemen erfolgt sehr hÀufig in einem dynamischen Projektumfeld mit sich rasch wandelnden Anforderungen und kurzen Projektzyklen. Hierzu bedarf es ein cross-funktionales Zusammenwirken der Kompetenzen aus UX, Technologie, Content und IT Operations in agilen Projektteams.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 

Wir betrachten den Einsatz von integrierten DXP-Lösungen als einen sehr wichtigen Erfolgsfaktor fĂŒr eine durchgĂ€ngig hochwertige User Journey. Wir gehen davon aus, dass kommerzielle CMS-Anbieter ihre vorhandenen Architekturen weiter modularisieren und in diesem Sinne Headless CMS-Lösungen bald Standard innerhalb von DXP-Ecosystemen sein werden.

Was bietet die Materna Information & Communications an?

Materna Information & Communications SE deckt mit seinen mehr als 2.300 Mitarbeitern das gesamte Leistungsspektrum eines Full-Service-IT-Dienstleisters fĂŒr Kunden aus der Industrie, dem Mittelstand und der öffentlichen Verwaltung ab: von der Beratung ĂŒber Implementierung bis zum Betrieb – Lösungen rund um die digitale Transformation.

Jörg Scholtz, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter neusta webservices GmbH

Quelle: neusta webservices GmbH

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter? 

Es gibt immer weniger „grĂŒne Wiesen“ fĂŒr Neuimplementierungen und immer mehr Beratungsbedarf in Richtung „Mut fĂŒr verĂ€ndernde Entscheidungen bzgl. der CMS-Landschaft“. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Schnittstellenkompetenz auf Seiten der Dienstleister, da die Integration der CMS-Lösung in die existierende Unternehmens-IT mit fortschreitender Digitalisierung immer enger wird.

Welche großen Herausforderungen entstehen bei der Implementierung von CMS Systemen?

Gewachsene Landschaften mit viel Legacy Code und proprietĂ€ren Lösungen machen Projekte aufwĂ€ndiger, die Notwendigkeit fĂŒr disruptive AnsĂ€tze steigt.

Nicht immer können die Versprechen der aktuellen Buzzwords die existierenden Lösungen wirklich sinnvoll verbessern oder auch nur ergÀnzen; sinkende Budgets lassen zudem oftmals nur Implementierungen von Teilaspekten eines Zielbilds zu. Immer wichtiger wird deshalb eine iterative Vorgehensweise in Projekten, um nach und nach relevante Features umsetzen zu können.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 

Es kommt nicht nur auf den Markt an. Einerseits ist es wichtig zu wissen, was ein konkreter Kunde will, andererseits muss gemeinsam mit dem Kunden ermittelt werden, was dieser wirklich braucht. Eine Lösung wird nie alle Bedarfe befriedigen können, weshalb Schubladendenken mit PrĂ€gungen wie „DXP“ oder „Headless“ nur Impulse setzen kann, nie aber das Gesamtbild beschreiben können wird. Moderne CMS-Lösungen mĂŒssen idealerweise flexibel fĂŒr alle oder zumindest mehrere der gĂ€ngigen Einsatzszenarien geeignet sein.

Was bietet die neusta webservices an?

neusta webservices ist der Spezialist fĂŒr die Konzeption und Realisierung vornehmlich javabasierter CMS- und Portalprojekte innerhalb der Unternehmensgruppe team neusta.

Nico Rehmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer asioso GmbH

Quelle: asioso GmbH

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter? 

Ich denke, dass das klassische WCMS fĂŒr die meisten Websites noch lange Zeit benötigt wird. Die meisten Websites werden heutzutage mit WordPress, Wix usw. erstellt, und ich denke, dass diese FunktionalitĂ€ten fĂŒr kleinere Organisationen und Privatpersonen ausreichen.

Die grĂ¶ĂŸeren Organisationen brauchen mehr als nur ihre Website und ihr WEM, DXP oder wie immer wir es nennen wollen, um die vielen KanĂ€le bedienen zu können. Aber eine Sache wird bleiben. Wie auch immer sich diese Systeme in Zukunft nennen werden, Content Management wird das HerzstĂŒck sein. Denn nur mit Content können Erlebnisse transportiert werden. Des Weiteren werden sich die meisten Anbieter als Cloud-First oder -only Anbieter etablieren.

Welche großen Herausforderungen entstehen bei der Implementierung von CMS Systemen?

CMS-Projekte werden immer dann herausfordernd, wenn mehrere Sprachen und Websites berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen. Hier kommt es auf eine gut durchdachte Struktur an, damit Inhalte mehrfach verwendet werden können und zudem eine FlexibilitĂ€t fĂŒr LĂ€nderwebsites bleibt. GrĂ¶ĂŸere Herausforderungen gibt es auch bei der Integration weiterer beteiligter Systeme wie E-Commerce, PIM und MAM.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 

FĂŒr Unternehmen mit großen Anforderungen werden sich Headless AnsĂ€tze in Teilen durchsetzen und die Systeme werden sich mittelfristig in Richtung Digital Experience Platform (DXP) entwickeln, da die Anforderungen an Content Management in komplexen Umgebungen deutlich mehr FlexibilitĂ€t erfordert. FĂŒr kleinere Webauftritte ist dies jedoch wenig sinnvoll, da die Umsetzung von Headless oder DXP fĂŒr diese hĂ€ufig zu komplex und damit teuer sein wird.

Was bietet asioso an? Wir sind eine Digitalagentur, die auf PIM, MAM, WCM & E-Commerce spezialisiert ist. In kreativer, technischer und prozessorientierter Form.

Ibrahim Argun, GeschĂ€ftsfĂŒhrer & Content Architekt bei der codeblick GmbH

Quelle: codeblick GmbH

Wie entwickelt sich der Einsatz von CMS-Lösungen in der Praxis weiter?

Die Unternehmen mĂŒssen sich in der komplexer werdenden digitalen Welt immer stĂ€rker fokussieren. Es sollte nicht das Ziel sein, Server zu betreiben, Software zu hosten oder Software-Updates zu fahren. Sondern es gilt: Datensilos zu eliminieren und die IT agiler und flexibler aufzustellen. Deshalb tragen vernetzbare Cloud-Systeme in der Praxis wesentlich dazu bei, dass sich Unternehmen auf Ihr KerngeschĂ€ft konzentrieren zu können.

Welche großen Herausforderungen entstehen bei der Implementierung von CMS Systemen?

Da gibt es sicherlich viele zu nennen. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung schnell digitale Inhalte zu veröffentlichen und weitere Produkte oder Services an die Website anzubinden (Ticketing, Commerce, Maps usw.). Gerade eine ineinandergreifende Verbindung von Content & Commerce stellt Unternehmen, die große monolithische Systeme betreiben vor eine große Herausforderung. Hier gilt es nicht den Fehler zu machen, mit einem riesigen Projekt zu starten, sondern mit einem kleineren Projekt den Einsatz des Systems im Unternehmen zu erproben und daraus ein Learning zu ziehen.

Wie schĂ€tzen Sie den Einsatz von DXP Lösungen und Headless CMS Lösungen im zukĂŒnftigen Markt ein? 

Insbesondere der Einsatz von Headless CMS Lösungen wird sich stark erhöhen, da die Abstraktion von Backend und Frontend den Unternehmen aus technischer Sicht eine hohe FlexibilitĂ€t bietet. Wir konsumieren Inhalte ĂŒber immer unterschiedlichere GerĂ€te und gerade die einheitliche Distribution der Inhalte auf die Vielfalt der GerĂ€te macht eine Headless CMS Lösung stark.

Was bietet die codeblick GmbH an?

Wir konzipieren, gestalten und programmieren Content & Commerce Lösungen (Contentful, Storyblok, Shopware).

Bildquellen

  • MATTHIAS_KANT_III_4099: Digitize! GmbH
  • Uli Wolter: Macaw Germany
  • JohannesRosenboom_2016_02: Materna Information & Communications SE
  • Scholtz_4: neusta webservices GmbH
  • Nico-Rehmann-749×749: asioso GmbH
  • Ibrahim Argun – Profil: codeblick GmbH
  • pexels-kaboompics-com-6102: Pexels
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