Google Fundo: Virtuelle »Meet & Greets« gegen Kasse


Google testet aktuell eine neue Event- und Monetarisierungs-Plattform für Influencer. Das Projekt mit Namen Fundo wird im hauseigenen Ideen-Labor Area 120 entwickelt und getestet. Influencer können per Fundo Fans zu virtuellen »Meet & Greets« einladen.

Ohne großes Aufsehen hat Google eine neue digitale Event- und Monetarisierungs-Plattform in Planung. Via Fundo können Influencer, vor allem YouTuber, ihre Fans in Zukunft zu virtuellen »Meet & Greets« und anderen Online-Events einladen – kostenpflichtig versteht sich. Für Online-Celebrities, deren Glaubwürdigkeit unter zu viel Werbung leidet und Persönlichkeiten, denen es zunehmend schwer fällt, sich über immer neue Werbepartner zu finanzieren, könnte das Projekt durchaus reizvoll sein. 

Ein Google-Sprecher hat das Vorhaben gegenüber dem US-Entertainment-Portal Variety bereits bestätigt: »Eines der vielen Projekte, an denen wir bei Area 120 arbeiten, ist Fundo, eine Audience-Engagement und Monetarisierungs-Plattform für Youtuber. Wie andere Projekte der Area 120 befindet sich das Experiment noch in einem sehr frühen Stadium. Im Moment gibt es also noch nicht so viele Details zu berichten.« 

Fundo bislang unter dem Radar

Fundo hatte bislang kaum jemand auf dem Schirm. Und das scheint offensichtlich so gewollt. Der neue Service wurde bis dato nämlich weitesgehend im Stillen entwickelt und nicht kommuniziert. Das »experimentelle Projekt innerhalb von Area 120« befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase. YouTuber, Influencer und andere Social-Media-Ersteller können sich allerdings über die Fundo-Website registrieren und so zum exklusiven Tester werden.

Einige YouTuber testen die kostenpflichtigen Video-Chats bereits mit Fans. KreekCraft zum Beispiel, ein amerikanischer Gaming-Influencer, veranstaltete im Juni ein »Meet & Greet« für umgerechnet 9 Euro pro Teilnehmer. Google animiert die Fans, doch rege an den Hangouts teilzunehmen und so ihre Stars zu unterstützen. Im FAQ-Dokument steht: »Die Online-Stars verbringen viel Zeit damit Videos zu erstellen und um dies auch weiterhin tun zu können, sind sie auf die Unterstützung der Zuschauer angewiesen.« Die Einnahmen sollen laut Fundo zu 100 Prozent den Content-Produzenten zukommen. 

Area 120 eine Art interner Start-up-Inkubator

Seit 2016 werden in Googles Ideen-Labor verschiedene Anwendungen und Dienste getestet. Über den App Store und Google Play stehen einige der Area-120-Apps der Öffentlichkeit zur Verfügung.

 

 

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