Index: So digitalisiert ist unsere Gesellschaft

Die Digitalisierung erfordert eine Transformation der deutschen Wirtschaft. Dabei wird oft genug darauf hingewiesen, dass Unternehmen noch einigen Nachholbedarf haben. Aber in welchem Vergleich, zum internationalen Wettbewerb oder zur allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland? Inwieweit hat die Digitalisierung gesamtgesellschaftlich denn schon stattgefunden? Diese Frage versucht der jährliche D21-Digital-Index zu beantworten. Und die neueste Ausgabe zeigt: Deutschland wird langsam digitaler.

Der grundlegende Index stieg dabei um zwei Punkte in Sachen Kompetenz und Offenheit. Zudem fand zum ersten Mal ein Rückgang der weniger digital-affinen Gruppen zugunsten der digitalen Vorreiter statt. Auch die Internetnutzung stieg leicht –  16 Millionen BundesbürgerInnen sind dennoch als „digital abseitsstehend“ zu bezeichnen. Auch das mobile Arbeiten steckt noch in den Kinderschuhen und ist in vielen Berufen und Unternehmen (noch) nicht möglich.

 

Quelle: Initiative D21 e.V.

Bildung und Alter entscheidend für Digitalkompetenzen

Der Index zeigt dabei eine Teilung der Bevölkerung in drei Hauptgruppen: Digitalen Vorreiter (34%) , Digital Mithaltenden (41 %)und Digital Abseitsstehenden. Letztere partizipieren gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang an der digitalen Welt, machen mit 16 Millionen Vertreter aber weiterhin einen signifikaten Teil der Bevölkerung aus. Zudem zeigt sich, dass die deutsche Gesellschaft in den digitalen Möglichkeiten gespaltet ist. In der Tendenz lassen sich dabei folgende generalisierte Aussagen treffen: Je jünger, desto digitaler sind die Menschen. Gerade die über 65-Jährigen stehen im digitalen Abseits. Menschen mit hoher formaler Bildung haben einen signifikant höheren Digitalisierungsgrad als Menschen mit niedriger Bildung. Männer sind digitaler als Frauen und Berufstätige mehr als nicht Berufstätige. „Digitalisierung wird Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft grundlegend ändern. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Menschen kompetent und souverän an der Digitalisierung teilhaben können – auch im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, so Mathias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, mit Blick auf die Ergebnisse des D21-Digital-Index.

Vier von fünf Deutschen sind online

Erstmals nutzen über 80 Prozent der Deutschen das Internet. Treibender Faktor ist die fortschreitende Verbreitung des mobilen Internets über Smartphones. Nachdem die jüngeren Generationen bereits seit Längerem nahezu vollständig online sind, gibt es bei den 50 bis 64-Jährigen sowie den über 65-Jährigen Zuwächse von jeweils fünf Prozentpunkten bei der Internetnutzung bzw. 10 und 3 Prozentpunkten mobil. Hier besteht auch das größte Steigerungspotenzial: 94 Prozent der verbliebenen 19 Prozent Offliner in der deutschen Bevölkerung sind 50 Jahre oder älter.

Quelle: Initiative D21 e.V.

Die Studie findet seit 2013 jährlich statt. Dabei werden 25000 Bürger ab 14 Jahren befragt. Die gesamte Studie finden Sie hier.

 

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