Neue Features für bewusstes Social Networking

Youtube, Facebook und Co. planen neue Features für bewusstes Zeitmanagement in den sozialen Netzwerken. »Usage Insights«, Alarm-Funktion und angepasste Algorithmen sollen Nutzer vor allzu viel Zeitvertreib in den sozialen Plattformen sensibilisieren.

Nutzer von sozialen Netzwerken, allen voran die »Gen Z«, verbringen sehr viel Zeit in eben diesen. So funktioniert das Geschäftsmodell von YouTube, Instagram, Facebook und Co. Aktive Nutzung der Netzwerke macht deren Erfolg aus. Jetzt passiert allerdings etwas, dass man sich vor ein paar Jahren hätte so nicht ausmalen können und eher aus der Gaming-Szene bekannt ist. User werden künftig darauf hingewiesen, wie viel Zeit sie in und mit den sozialen Netzwerken verbringen.

Mach mal ‘ne Pause – neuer Lifestyle durch mehr Transparenz?

Netflix prägte wie kein Zweiter das »Binge Watching«, scheinbar endlos Videos konsumieren geht aber natürlich auch mit YouTube. Aus eigentlich einem werden dann schnell mal zehn und mehr Videos. Das neue »Take a break« Feature soll YouTube-User nun darauf aufmerksam machen, wie viel Zeit diese mit dem Konsum von Videos verbringen und mehr oder weniger Pausen vorschlagen. In der YouTube-App für Android kann beispielsweise eingestellt werden, ob man auf mögliche Pausen hingewiesen werden möchte.

Begriffe wie »Time well spent« und »digital well-being« werden sich im Vokabular der sozialen Medien über kurz oder lang wohl etablieren. Zusammen mit der »Meaningful interactions« Offensive von Facebook sollen die neuen Features zu einem bewussteren und maßvollen Umgang mit sozialen Netzwerken animieren. Solche Ideen und Maßnahmen finden im Gaming-Bereich schon länger Anwendung.

Instagram als Teil der »Time well spent« Bewegung.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg geht davon aus, dass sich durch Anpassung der Algorithmen die Verweildauer der Nutzer reduzieren lässt. Allein die von Facebook sehr gern versendeten Push-Nachrichten stehen dem Ganzen als Gegenentwurf gegenüber.

Mit Instagram testet Facebook einen weiteren Lösungsansatz. Instagram will über die Funktion »Usage Insights« seinen Usern Statistiken über die Nutzung des eigenen Accounts vorlgen. Darin erfasst ist auch die Zeit, die in Intagram »investiert« wird. Die Statistiken sollen Nutzer dazu bewegen, bewusster und gezielter Zeit mit Instagram zu verbringen – und dem Phänomen FOMO (Fear of missing out) zumindest etwas entgegenzuwirken. Wie konsequent Instagram hinter dem Vorhaben steht, muss sich zeigen. Schließlich zielt Instagram Stories – nach nur 24 Stunden nicht mehr verfügbar – und Feed auf eben genau diese aktive Nutzung von Instagram.

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