Studie: Sind Marketer auf die EU-DSGVO vorbereitet?

Am 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verbindlich. Sie soll den Umgang mit Nutzerdaten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vereinheitlichen. Es kommen also große Änderungen auf Privatpersonen und Marketing-Verantwortliche zu. Wie gut beide Seiten darauf vorbereitet sind, war die Frage einer Studie von Hubspot. Das Ergebnis: Bei Konsumenten herrscht großes Interesse, mehr Kontrolle über die eigenen Daten zu erhalten. Doch Marketer offenbaren noch Nachholbedarf in der Vorbereitungen auf die neue Datenschutz-Verordnung.

Insgesamt 3.017 Verbraucher befragte Hubspot zu ihrer generellen Meinung über die Nutzung von personenbezogenen Daten sowie über die neuen Bestimmungen der EU-DSGVO. Auf Unternehmensseite nahmen 363 C-Level Führungskräfte und Marketer an einer Umfrage zu den Auswirkungen und ihrem Umgang mit der neuen Richtlinie teil.

Bei den Verbrauchern stößt die EU-DSGVO dabei auf viel postives Feedback. Denn 75 % der Befragten glauben, dass Unternehmen ihre personenbezogen Daten nicht sicher handhaben. Demzufolge sehen 81 % die Datenschutzgrundverordnung prinzipiell als positiv und 90 % bewerten sie als vorteilhaft. Die proaktive Kontaktaufnahme durch Unternehmen stört zudem viele Befragte. 84 % sagten aus, dass Unternehmen sie nicht ohne vorherige Erlaubnis kontaktieren dürfen sollten. Opt-Out Verfahren sind dementsprechend gewünscht, etwa bei E-Mails.

Ein großer Wunsch liegt zudem darin, zu wissen, was mit den Daten überhaupt passiert. So wünschen sich ganze 91 % der befragten Verbraucher absolute Offenheit darüber, was mit ihren Daten passiert. Auch würden es 55 % der Befragten begrüßen, ihre gespeicherten Daten auch einsehen zu können. Und 59 % würden davon Gebrauch machen, diese Daten komplett löschen zu können.

Quelle: Hubspot

Während auf Verbraucherseite also viel Zuspruch für die EU-DSGVO kommt, zeichnet sich bei den Unternehmen ein anderes Bild ab. Besonders bemerkenswert: 12 % gaben sogar ein, erst durch die Umfrage von der EU-DSGVO erfahren zu haben. Doch selbst von Unternehmen, die sich vorbereiten, tun es viele anscheinend noch nicht in letzter Konsequenz. 42 % gaben an, sich lediglich „mehr oder weniger vorbereitet“ zu haben.

 

Quelle: Hubspot

 

Quelle: Hubspot

Welche Konsquenzen werden sich also aus der EU-DSGVO ergeben? Auch dazu wurden die C-Level Führungskräfte und Marketer befragt. Das Ergebnis: Vor allem Social Media (44%) und Content-Produktion (41%) werden in den Vordergrund rücken. Sprich: Maßnahmen, die relevante Inhalte für den Kunden bieten und diesen gezielt ansprechen.

 

Quelle: Hubspot

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Bildquellen

  • HubSpot_Was-Verbraucher-durch-EU-DSGVO-wollen: Hubspot
  • HubSpot_Vorbereitung-Unternehmen-auf-EU-DSGVO: Hubspot
  • HubSpot_Veraenderung-Marketing-durch-EU-DSGVO: Hubspot
  • HubSpot_Marketing-Massnahmen-durch-EU-DSGVO (1): Hubspot
  • pexels-photo-270514: Pixabay / Pexels
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