Nachholbedarf beim Mobile Payment


Deutschland hinkt beim Mobile Payment hinterher: Dies geht nicht nur aus den jüngsten Umfrageergebnissen einer von cashcloud in Auftrag gegebenen Online-Umfrage hervor, sondern wird auch von einem Blick ins Ausland bestätigt. In afrikanischen Ländern wie Kenia und Uganda zahlt bereits jeder zweite mit dem Handy; in Brasilien, Mexiko oder Chile ist es jeder Dritte und auch im europäischen Ausland wird Mobile Payment deutlich mehr genutzt als in Deutschland.

„Natürlich gibt es in einigen Regionen dieser Welt besondere Voraussetzungen, die der massenhaften Verbreitung von mobilen Bezahlangeboten entgegenkommen. Ich denke da zum Beispiel an Afrika, wo Smartphones deutlich verbreiteter sind als Geldautomaten, Terminals für Kreditkarten oder Festnetzanschlüsse. Dennoch ist es kaum zu erklären, warum Deutschland im internationalen Vergleich derart schlecht abschneidet“, so Sven Donhuysen, Gründer und Verwaltungsrat-Vorsitzender der cashcloud AG.

Beispiel Europa: Ob in Großbritannien, Schweden, Schweiz, Rumänien, Spanien, Portugal, den Niederlanden oder Polen – die Europäer zahlen bereits immer häufiger mit dem Mobiltelefon. Der Mut der Händler und Anbieter wird in vielen Ländern mit einem starken und weiter steigenden Kundeninteresse belohnt. Im rumänischen Siebenbürgen wurden in diesem Jahr beispielsweise die größten Musikfestivals „Electric Castle“ und „Untold Festival“ ebenso wie das ungarische „Strand Festival“ bereits vollständig auf die Nahfeldtechnologie NFC umgestellt. Alle Besucher erhalten am Eingang ein Armband oder eine Karte, die mit Guthaben aufgeladen und später zum Bezahlen nur an ein entsprechendes PayPass Kontaktlos-Terminal gehalten werden müssen. Diese in Kooperation mit MasterCard realisierte Bezahlmethode erfreut sich in Osteuropa – nicht nur bei Großveranstaltungen – bereits großer Beliebtheit. „Der Vorteil ist, dass neben den Armbändern auch eWallets wie cashcloud auf diesen NFC-Veranstaltungen funktionieren. Mit cashcloud kann ich jedoch über das eigentliche Bezahlen hinaus, auch meinen Kontostand checken oder meinem Freund am Getränkestand in Echtzeit Geld direkt in seine eWallet senden“, erklärt Olaf Taupitz, Managing Director der cashcloud SA. „Die Frage muss erlaubt sein, warum es hierzulande nicht ähnliche Aktionen gibt, um die Menschen mit den Vorzügen des mobilen Bezahlens vertraut zu machen.“

In Deutschland zahlt im stationären Handel weiterhin nur eine Minderheit mit dem Mobiltelefon. Ein Hauptgrund ist die Zurückhaltung der Händler und die damit verbundene, mangelnde Bekanntheit des Mobile Payment. „Beispielsweise in Portugal und Großbritannien finden Sie mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt bebilderte Schilder im Kassenbereich, die die Kunden auf die Möglichkeit des mobilen Bezahlens hinweisen. In Deutschland ist selten ersichtlich, wo und wie ich mit dem Handy bezahlen kann“, so Taupitz weiter.

Solange die breitflächige Verfügbarkeit der NFC-Technologie am Point of Sale nicht gewährleistet ist, wird Deutschland weiter auf den Durchbruch des mobilen Bezahlens warten. „Ein Blick ins Ausland lohnt! In vielen Fällen wird der Ausbau an NFC-Terminals deutlich konsequenter vorangetrieben und die Digital Natives mit viel Kreativität und ohne überzogene Sicherheitsbedenken an die neue Technologie herangeführt“, so Donhuysen.

Contentmanager.de Newsletter.
Bleiben Sie informiert. Wöchentlich. Kostenlos.

Bildquellen

  • mobile Payment: photodune.net - Julia_Tim
Previous FACT-Finder für IBM WebSphere Commerce verfügbar
Next Hippo startet in der DACH-Region durch: Eröffnet deutschen Sitz, Sven Lehmkuhl benannt als VP of Sales DACH

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × vier =