NSA-Affäre dämpft Wachstum der Cloud-Computing-Dienste


Cloud Computing

BITKOM stellt Cloud Monitor 2014 vor

Beim Cloud-Computing werden IT-Infrastrukturen wie z.B. Software, Speicher-, Netzwerk- und Rechenkapazitäten, über ein Netzwerk, Intranet (Privat Cloud) oder Internet (Public Cloud) zur Verfügung gestellt. Immer mehr Unternehmen nutzen solche Dienstleistungen. Im Jahr 2013 waren es 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland, lediglich 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere 29 Prozent erwägen konkret oder diskutieren den Einsatz solcher Dienste. 31 Prozent haben Cloud-Computing gar nicht auf der Agenda.

Die Spionage-Affäre der NSA zieht weite Kreise und stellt die IT-Branche vor große Herausforderungen, Sicherheitsfragen aus zu räumen. 49 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihre Einstellung zum Public Cloud Computing negativer geworden ist. Laut Umfrage haben 13 Prozent der Unternehmen geplante Cloud-Projekte zurückgestellt und 11 Prozent sogar bestehende Cloud-Dienste aufgegeben. Es liegt nun auch an der Politik auf die NSA-Affäre zu reagieren und solchem Misstrauen keinen weiteren Nährboden zu geben. Konkrete Maßnahmen müssen sein:

–          Verhandlungen über No-Spy-Abkommen mit anderen Ländern führen

–          ein besseren Schutz vor Wirtschaftsspionage gewährleisten

–          eine stärkere Sensibilisierung von Bürgern und Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit

–          international einheitliche Regelungen zur Herausgabe von Kundendaten an Behörden zur Bekämpfung von Terror und schwerer Kriminalität

Grundsätzlich sind die Vorteile von Cloud-Computing für Unternehmen Kostenersparnis, Ressourceneffizienz und Flexibilität bei variabler Skalierbarkeit der Cloud-Dienste. Also durchaus sinnvoll und ein gangbarer Weg zur Optimierung von Unternehmensprozesse.

Fazit:

Maßgeschneidert birgt Cloud-Computing viele Vorteile für Unternehmen und der Trend zur Nutzung solcher Dienste ist ungebrochen und sinnvoll. Doch die NSA-Affäre hat die Sensibilität der Unternehmen beim Thema Datensicherheit und die Angst vor Spionage erhöht. Wirtschaft und Politik stehen vor viel Überzeugungsarbeit diese Bedenken nachhaltig auszuräumen.

Der „Cloud Monitor 2014“ wurde von der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG in Zusammenarbeit mit dem Hightech-Verband BITKOM erstellt. Bitkom Research hat dafür im November und Dezember 403 IT-Verantwortliche in deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeiter befragt und die Ergebnisse analysiert. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

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