Twitter testet 280 Zeichenlimit

Bei Twitter wird aktuell scheinbar kräftig an der Zukunft geschraubt. Vor einigen Tagen berichtete contentmanager.de bereits über Gerüchte, dass Twitter mehrteilige Tweet-Threads, sogenannte „Tweet-Storms“ ermöglichen könnte. Zu diesen Experimenten wollte sich Twitter damals nicht äußern. Anders ist es jetzt bei Überlegungen, die Zeichenbegrenzung zu verdoppeln: Von 140 auf 280. Das Unternehmen gab jetzt selbst bekannt, dass einzelne User diese Funktion testen können.

Testphase in fast allen Sprachen

Einzelnen Usern wird es jetzt also möglich sein, ihre Tweets in diesem neuen Format zu formulieren. Twitter möchte damit den Usern ermöglichen, freier zu formulieren und ihnen den Druck nehmen, sich krampfhaft kurz zu fassen. Der Test läuft in fast allen Sprachen, bis auf Japanisch, Chinesisch und Koreanisch – dem sozialen Netzwerk zufolge funktionieren diese dank ihres Schriftzeichen-Systems auch in den 140 Zeichen effizient. In diesem Tweet von Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey kann man das neue Zeichenlimit in Aktion erleben:

 

Notwendiger Schritt oder zu viel Platz?

In Verbindung mit den Gerüchten über die „Tweetstorm“-Funktion zeichnet sich ein Bild ab, dass Twitter mehr als gewillt ist, die traditionellen 140 Zeichen aufzulösen. Wie im Tweet von Dorsey zu lesen, waren dieses Limit damals eine Restriktion, die darauf zurückgeht, dass Twitter auf Grundlage von SMS-Limits gegründet wurde.

Möglicherweise ist dies ein Schritt des momentan kriselnden Unternehmens, um die Nutzerschaft zu vergrößern und einen neuen Kurs einzuschlagen. Gegen starke, jüngere Konkurrenten wie Instagram oder Snapchat. Einige User hinterfragen diesen Schritt bereits; das künstliche Limit war eben auch eine Übung darin, sich kurzzufassen. Das neue Limit lade dazu ein, zu sehr abzuschweifen.

 

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