WWDC 2018: Apples große Show ist keine – Software-Updates dominieren

Keine Hardware, dafür viel neues in Sachen Software. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 18 verzichtet Apple auf die ganz große Show und präsentierte ausschließlich Bedeutsames für iOS und macOS.

»Heute dreht sich alles um Software« – mit diesen Worten eröffnete Apple-Chef Tim Cook am Montag die Entwicklerkonferenz WWDC. Rund 6.000 Entwickler und Journalisten aus aller Welt warteten gespannt im Convention Center in San José auf die Leistungsschau der Apple-Chefetage.

Während der rund zweieinhalbstündigen Keynote präsentierten Tim Cook und sein Entwicklungschef Craig Federighi neue Versionen von iOS, macOS und watchOS sowie neue Tools für Apple TV. Eigentlich war es bisher fast ausschließlich die Hardware, die neue Kunden und »Wiederholungstäter« in Apples Ökosystem lockten. Nun wolle sich Apple vor allem auf mehr Stabilität, Performance und Sicherheit seiner Software konzentrieren. Craig Federighi kündigte unter anderem iOS 12 als kostenloses Update für alle mobilen Smart-Devices ab dem iPhone 5S bzw. dem iPad Air an. Vor allem den älteren Geräten verspricht Apple eine Leistungsverbesserung durch das Software-Update.

Siri wird schlauer und Hausverbot für Facebook und Co.

Eine der neuen iOS-Funktionen erinnert an das kürzlich von Google vorgestellte »Wellbeing«. So liefert iOS 12 detaillierte Informationen, wie und wofür das iPhone oder iPad den ganzen Tag benutzt wird. Das Tool »Nicht stören« erkennt so die »Ruhephasen« des Users und schließt daraus, wann Mitteilungen unerwünscht sind. Außerdem lassen sich Sperrzeiten für bestimmte Apps wie YouTube oder Facebook festlegen bzw. die Nutzung zeitlich eingrenzen.

Auch seiner Augmented-Reality-Technik (AR) – reale Umgebung und virtuelle Objekte verschmelzen miteinander – hat Apple ein Makeover verpasst. Siri soll deutlicher schlauer werden und auf die davongeeilte Konkurrenz aufholen. Das weniger prominente Betriebssystem macOS bekommt mit »Mojave« im Herbst einen Nachfolger. Das neue macOS bietet auf Wunsch die Abschottung von sozialen Netzwerken. »Mojave« kann Facebook, Google und Co. ganz einfach blocken und das Liken oder Tracking via Cookies mit nur einem Klick unterbinden.

Außerdem im Focus: Ein gemeinsames Framework für native iOS-Apps und deren kompatibilität mit macOS. Aktuell nutzen beide Betriebssysteme unterschiedliche Rahmenstrukturen. Die Software-Migration zwischen beiden Systemen sei laut Federighi nicht so einfach und wäre ein »multi-year-project«.

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